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Eine kleine Geschichte

So süß, was meine Arbeitskollegin mit ihrer – wenn ich mich recht erinnere – 7jährigen Nachbarin erlebt, deshalb wird das hier mal festgehalten:

meine Kollegin hat immer schon ein Herz für und deshalb eine Menge Katzen. Eine davon ist aus Stoff, heißt Trudy und darf eigentlich ein äußerst geruhsames Leben auf der Couch verbringen. Seitdem das quirlige Nachbarsmädchen sie dort entdeckt hat darf das Sofatier aber auch öfter mal raus, mit in die Nachbarschaft und dort kleine Abenteuer erleben. Jedes Mal sehr spannend, was der Stofftiger dort erlebt, das muss sie ihrem Frauchen dann jedes Mal ins Ohr flüstern – was beim Nachbarsmädchen für große staunende Augen sorgt.

Kürzlich durfte Trudy sogar bei ihrer kleinen Freundin über Nacht bleiben. Weil die nämlich zwei Wochen in den Urlaub fährt und „wir uns dann ja richtig lang nicht sehen.“ Beim Zurückbringen hat Trudy ihrem Frauchen aber ins Ohr geflüstert, dass sie zu gerne mit in den Urlaub kommen würde. Und wisst ihr was, da ist sie jetzt. Natürlich schicken die zwei Reisenden dem Frauchen täglich ein Foto, auf dem Trudy richtig dolle Abenteuer erlebt. Also am Strand, bei den Surfern. Und so.

Zu süß. Bin schon gespannt, ob sie jemals wieder auf ihr langweiliges Sofaplätzchen ziehen mag, oder ob sie jetzt die kommenden wilden Jahre mit dem demnächst Nachbars-Teenager verbringen wird? 😉

Sonntagsfreude: Muttertag wie früher

In Absprache mit meinen Nichten bin ich heute morgen wie früher als Kind durch die Wiesen gelaufen und hab ihrer Oma, meiner Mama, einen frischen Blumenstrauß gepflückt. Hat gut geklappt, meine Ausbeute füllt zwei Vasen, so darf sie sich in Küche und Wohnzimmer an ihren Muttertagsblumen erfreuen. Die beiden hätten das nicht zusätzlich geschafft, sie mussten ja schon ihrer Mama den Wunsch nach frisch gepflückten Blumen erfüllen …

Die bezaubernde Nichte hat sich übrigens bestens auf die Aufgaben des Tages vorbereitet: um 5 Uhr klingelte der Wecker, dann hat sie mit viel Liebe zum Detail den Frühstückstisch gedeckt. Mit Servietten und so. Danach? Hat sie sich aber noch mal ins Bett gelegt, weil so lang kann ja kein Mensch warten. Und als der Rest der Familie dann gegen 8 am Aufwachen war, reichten dann 5 Minuten: schon stand auch noch ein frisch gepflückter Prachtstrauß auf dem Tisch. Alles eine Frage der Organisation😉

Find ich ja auch: statt einer Biskuitrolle mit Erdbeeren hab ich eine Beeren-Biskuitrolle gemacht. Wie immer bin ich meiner Rolle als Nicht-Zuckerbäckerfee der Familie zu 100 Prozent gerecht geworden: sie ist optisch nicht, dafür aber geschmacklich gelungen. Aber improvisieren kann ich: Das gewünschte Grillen wurde wetterbedingt Spargel und Rosmarinkartoffeln aus dem Ofen mit Grillpfanne, dazu gabs frische Kräuterbutter. Allen hat’s geschmeckt – so darf es gerne bleiben.

Mädelswochenende

Kommendes Wochenende ist es so weit, die Nichten kommen „endlich mal“ wieder. Weil die vermissen mich ja schon. Sehr.

Die Planung läuft deshalb auf Hochtouren, denn wenn zwei Ideen und Vorstellungen haben … fest steht, dass das jüngste Familienmitglied zum ersten Mal einen Beauty-Termin hat, denn alle drei Damen (also Mutter und beide Töchter) gehen Samstag zur Friseurin meines Vertrauens. Aktuell wechselt die Antwort, bei wem Nichte 2.0 auf dem Schoß sitzen wird, während ihre wilde Mähne in Form gebracht werden soll. Mal sehen?

Besonders wichtig ist aber, wer wo schläft. Aktuell teilen Nini und sie sich mein Bett – wer da noch schlafen wird? Wir werden sehen. Hach, gut geplant ist immer wieder anders – und viel Planung macht einfach sooooo viel Spaß. Und Vorfreude 😉😊

Nachtrag zum 8. Geburtstag in Stichpunkten


Hier noch mal ein paar mehr Worte über das Geburtstagswochenende, frei nach dem Thema: gut geplant ist niemals besser als perfekte Improvisation.

  • Gute Vorbereitung ist das A und O für ein Kinderfest. Da ich wie eigentlich jedes Jahr die Eventorganisatorin ohne offiziellen Auftrag oder gar Bezahlung war, muss ich mich dieses Jahr besonders loben: wenn man einzig die Gastgeberin in Person der bezaubernden Nichte kennt, die zwar 7 Gäste eingeladen hat, aber keinerlei Infos zu Interessen oder Vorlieben hat, das ist echt wie Glücksspiel … aber gut, ich liebe ja Herausforderungen.
  • Dummerweise hatte ich zwar meine Liste, mit allem, was ich mitbringen sollte, im Kopf, aber diese vielen Anrufe „wann kommst du endlich, ich kann nicht mehr warten“ haben dann doch dazu geführt, dass einiges zu Hause liegen blieb. Halb so schlimm, weil eh wenig mehr war …
  • Aus dem eigentlich geplanten Besuch eines besonders schönen Nürnberger Christkindlesmarkt wurde nix, fand aber nur die Tante schade …
  • Die bezaubernde Nichte war nämlich am Vortag ihres Geburtstages aus ganzem Herzeleid traurig, was für alle nicht schön war. Und dummerweise besonders schwierig, wenn alle vorbereiten und arbeitsintensiv beschäftigt sind, um es für sie und ihre Gäste eben schön zu machen.
  • Unser Mädelsabend hat dann aber doch ganz viel wettgemacht, hoffe ich.
  • Die Nacht war kurz, denn frühmorgens konnte die aufgeregte 8jährige den Tag dann kaum erwarten. Und weil ja der Geburtstag mit dem 1. Advent zusammenfiel gab es erst „Happy Birthday“, dann passend zum Wechselwetter „Heute kann es regnen, stürmen oder schneien …“, schließlich „Wir sagen euch an, den lieben Advent“ – und das Geburtstagskind du jour entzündete die erste Kerze des am Vorabend noch gebastelten Kranzes. Strahlende Kinderaugen, so schön!
  • Dummerweise hatten wir gar nicht mal so lang Frühstückszeit, weil die Kommunionkinder beim Festgottesdienst Aufgaben übernehmen durften – eine durfte die erste Kerze am großen Kranz entzünden, einer eine Kerze, einer ein Brot, eine ein Netz und die bezaubernde Nichte einen Korb mit Spendentütchen zum Altar bringen … aus besonderem Anlass predigte ein Gast – für uns leider etwas zu lang. Wir kamen knapp nach Hause, wo noch Hausaufgaben und Partyvorbereitungen warteten.
  • Dummerweise hatte es sich in der Zwischenzeit satt und schwer eingeregnet – zwar war die große Aktion, Plätzchen verzieren, für drin gedacht, ansonsten sollte es aber eigentlich Spiele im Garten geben. Daran war nicht zu denken, wir haben improvisiert. Ging auch.
  • Süß war, dass die bezaubernde Nichte ein Flaschendrehen gemacht hat, ausgepackt hat sie immer das Geschenk des Mädchens, auf das die Flasche zeigte. Kam toll an – nur der Herr Papa war etwas irritiert und hofft, die aktuelle Version des Spiels noch mehrere Jahre erleben zu dürfen 😉
  • Die Motivation zum Verzieren schrumpfte bei einigen, bei manchen wuchs der Spaß mit den Aufgaben. Die Jüngste war definitiv mit Feuereifer dabei, weil sie macht alles, was die Größeren machen, am liebsten.
  • Zwischendurch gabs aus Erwachsenensicht immer wieder Langeweile, aber das schien kein Problem zu sein. Wir hatten eine Vorlesegeschichte, Montagsmaler und viele Spielsachen. Um Lagerkoller zu vermeiden, stapfte die Gastgeberin als Special Event mit kleinen Gruppen durch den Regen zu den Hasen.
  • Und dann war zum Glück die Pizza fertig – da haben wir Erwachsenen auch wieder gestaunt. Manche 9jährige essen nach Hunger, andere figurbewusst …?!?
  • Eine wurde pünktlich abgeholt, die anderen nach und nach. So kam es oben im ausgebauten Dachgeschoss noch zu einem späten Spielgelage. Mit blödem Ende: in einem Geschenk war ein Fläschchen mit Glitzer, das haben die letzten zwei auf dem Boden ausgeschüttet und erst mal heimlich mit einem Lappen verrieben … in der Not wurde ich heimlich dazu gerufen, aber auch ich konnte das Verwischen nur beenden und mein Glück mit dem Staubsauger versuchen … sagen wir es mal so: die von meiner Schwester Prinzessinnenturm genannten Räumlichkeiten glitzern und funkeln. Und der Glitzer wurde bereits auf das ganze Haus verteilt …
  • Gestern früh haben wir die spätnachts von meiner Schwester – ich habe schon mal erwähnt, dass sie die beste Mutter der Welt ist – gebackenen, verzierten und bruchsicher verpackten Cakepops, sogar heil und trocken in die Schule bekommen. Die Nichte hat gestrahlt – die Tante war pitschepatschenass und musste zurück zu Hause erst mal trockengelegt werden und sich viel Tee machen 😂😂😂

Für die kommenden Tagen plane ich eine Ode an Mamas, ein Verbeugen vor Eltern ganz allgemein und ein paar Fragen an andere Tanten/Onkel, rund um das Thema: warum bekomme ich an Nichtentagen einfach nichts gebacken …? Fortsetzung folgt.