Schlagwort-Archive: Freundschaft

Barfuss im Regen

Zeitfenster sind zu kostbar, um an Plänen festzuhalten …

Wenn uns die letzten Monate eines gezeigt haben, dass es nichts bringt, sich an etwas zu klammern, was aus Gründen nicht funktioniert. Deshalb bemerke ich in meinem engsten Umfeld immer öfter, dass wir aus der Situation das Beste machen, anstatt an einem „schönen Gedanken“ festzuhalten. Und ganz ehrlich: unterm großen Sonnenschirm sitzen, leckeres Essen serviert bekommen, Lächeln und Stimmungen aufnehmen, ernste und andere Gedanken austauschen, das Gewitter beobachten und den Moment einfangen, das hätte auch im Biergarten nicht schöner sein können.

Und wenn wir dann zusammen, satt und müde, durch den Regen zurück laufen. Dann ist es genau das, was diese besonderen Augenblicke sind, die Freundschaften so einmalig machen. Sich angrinsen, vielleicht auch die ein oder andere Erinnerung an früher aus dem Gedächtnis kramen – und diesen Abend zu unseren Erinnerungen hinzufügen. Barfuß im Regen …

Sonntagsfreude: Ganz vui Gfui

Dieses Wochenende ist randvoll von diesem ganz besonders guten „Gfui“ – viel Dankbarkeit, viel Freundschaft, viel in vielen Jahren „Gewohntes“ neu entdeckt, viel Genuss, viel strahlende Augen, viel Ruhe und vor allem ganz viel Glück. Das bisschen Normalität mit Menschen teilen zu können, die damit genauso wie ich umgehen – das macht rundrum ein einfach nur Wohlfühlgefühl.

Mein Herz ist übervoll, die beste Freundin, die so von innen heraus strahlt, der „Mo“, der zwar müde aussieht, aber nach 3 Wochen Urlaub auch viel ruhige Energie versprüht. Die beiden Neffen, die mit uns „Oldies“ abhängen, weil sie es gern tun. Der Wirt, der so viel hat, dass wir ihm gerne helfen, damit nix übrig bleibt … Und mit Abstand auch um uns so viele positive Vibes. Hui. Ich merke, dass ich es gar nicht schlimm finde, das alles mit einem neuen, veränderten Bewusstsein zu erleben. Punkt.

Achso, und dann war da natürlich auch noch der Moment, in dem ich die weltbeste Fischsuppe der ganzen weiten Welt vorgesetzt bekommen habe, obwohl sie nicht auf der Karte steht. Da fühl ich mich mindestens wie das Glückskind des Augenblicks … ❤

Momentaufnahmen #8

Im Schreibprojekt „Momentaufnahmen“ stellt Aequitas et veritas die 8. Frage: Wäre ich gern mit mir selbst befreundet?

Hm, es wäre sonderbar, an dieser Stelle nicht „ja“ zu schreiben – über das Thema Freundschaft habe ich oft geschrieben. Deshalb wollte ich bei den Momentaufnahmen schon fast pausieren …. dann ist mir ein Gedanke eingefallen, den ich die letzten Monate öfter mal kurz angedacht habe. Es gibt so viele unterschiedliche Arten von Freundschaft. Zum Beispiel diejenigen, die von täglichem Kontakt leben. Die in bestimmten Lebenssituationen entstehen, sich durch gemeinsame Aktivitäten, Interessen und vor allem Routinen definieren.

Ich bin so ein Freund, der sehr wohl zu schätzen weiß, wann und wie unsere Freundschaft entstanden ist. Der aber auch Freundschaft auf Distanz kann. Der sich mit entwickeln kann, ohne immer direkt nah dran zu sein. Der auch mal Abstand halten oder auf Abstand gehalten werden kann … und trotzdem Freund bleibt. Beobachtet, fragt, aufnimmt und sich wieder an der Seite oder wo immer er gerade gebraucht wird, positionieren kann.

Ich glaube, dass aktuell klar ist, warum ich das als positive Eigenschaften werte.

Mehr zum Schreibprojekt hier nachlesen.

Frohe, friedvolle Weihnachten

Es geht nicht um Geschenke – das eigentliche Geschenk ist und war es für mich schon immer, zusammenkommen zu können. Zeit zu haben und diese miteinander zu verbringen. Hätte mir jemand gesagt, dass genau dieser Teil der Festtagstradition jemals zur Diskussion stehen würde hätte ich ihn wohl für verrückt erklärt?

Umso wertvoller ist alles, was abseits vom Konsumieren möglich ist. Jedes gemeinsame Wort, jedes miteinander lachen, jede einzelne unbeschwerte Sekunde. Auch wenn vielleicht das ein oder andere sonst übliche Ritual nicht möglich ist, ich bin sicher, am wichtigsten ist und bleibt die gemeinsame Zeit. Egal in welcher Form.

Ich wünsch euch allen frohe, friedvolle Tage, miteinander, verbunden, „zusammen“, egal in welcher Form die Zusammenkunft, in echt oder virtuell, in Gedanken oder durch eine Stunde am Telefon, drinnen oder draußen, wie auch immer, stattfindet.