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Ein Montag randvoll mit Überraschungen

Der Tag begann heute schon herrlich überraschend: obwohl die Wetter-App sonst recht zuverlässig ist, von der vorhergesagten grauen Wolkendecke war tatsächlich von früh bis jetzt nichts zu sehen. Im Gegenteil hatte die Sonne ganztägig viel Kraft und ist eben vor einem strahlend blauen Himmel untergegangen.

Davon hätte ich jetzt als arbeitender Mensch außer dem Blick aus dem Fenster gar nicht so viel gehabt. Aber da ich im Homeoffice bin gabs heute noch eine zweite tolle Überraschung: kurz nach 12 klopfte es vorsichtig an die Bürotür – draußen stand ohne Vorankündigung Nichte 2.0. „In ein paar Minuten gibts Mittagessen …“ verkündete sie frech grinsend. Und ganz allein ist sie natürlich nicht gekommen, sie hatte auch noch die Mama und die kleine Schwester für den kurzen Besuch dabei.

So gabs ein gemeinsames Mittagessen und eine etwas längere Pause in der Sonne für uns alle – und ein paar mehr Arbeitspausen waren in der Folge auch, weil fast 5- und 2-Jährige bei der Tante noch weniger verstehen können, wieso die eigentlich überhaupt arbeiten muss 😉 Aber da hab ich jetzt mal ausnahmsweise kein schlechtes Gewissen, sondern genieße den überraschenden Tagesverlauf, hach 😉

Und schwupps …

… ist die Zeit vergangen. Das erste Mal ein Mädelswochenende fast ganz ohne die bezaubernde Nichte, 2.0 und 3.0 mussten die Tante ganz allein bespaßen. Das war alles schon ein bisschen traurig zu Beginn, denn 2.0 hängt ja theoretisch schon sehr an ihrer großen Schwester – und nur kurz zum Mittagessen sehen? Und dann darf die quasi direkt weiter zur anderen Oma, mit der großen Cousine? Da fühlt sich 2.0 als „auch schon groß“ einfach nicht richtig eingeordnet. Und zugegeben, mir kam die Zeit mit meiner ältesten Nichte auch ein bisschen zu kurz 😉

Das haben die zwei kleinen dann aber mehr als wettgemacht. Wenn wir zusammen Blumen gießen. Durch den Regen stapfen. Schaukeln. Schnecken sammeln. An der Milchtankstelle einkaufen. Schwalben und die großen Kühe beobachten. Um die Wette wuseln. Hoppe hoppe Reiter spielen (zwei auf meinem Rücken, der zum Glück trotzdem heil geblieben ist …). Mit der Oma Kuchen backen. Johannisbeeren zupfen. Den neuen Spielplatz einweihen. Mit dem kleinen Onkel Olympische Disziplinen nachmachen. Eier abtragen. Und. Und. Und.

Am schönsten sind die kleinen Momente: wenn wir ein Steigerl 2.0 und 3.0 ans Waschbecken schieben und alle miteinander Zähne putzen. Wenn wir kleine geheime magische Ecken entdecken und ich mit rein darf. Wenn die Mücken am Moskitonetz surren und wir kichern, weil die nicht reinkommen. Ach ja – und wenn Nichte 2.0 tatsächlich zwei Nächte ganz einfach bei mir schläft, weil sie das nämlich schon ganz alleine kann.

Und schwupps, schon sind 2 endlos lange Wochenendtage vorbei – zurück bleibt ganz viel vom kleinen großen Glücksgefühl, dass wir uns haben. Punkt.

Maiwettergefühle

Einen großen Vorteil hat das viele Fotografieren und Momente im Blog festhalten: ich kann Jahr für Jahr einen Vergleich ziehen und muss mich nicht an meinem subjektiven lückenbehafteten Erinnerungsvermögen allein orientieren. Und deshalb kann ich gestützt sagen: nein, wir hatten auch im letzten Jahrzehnt nicht durchgehend sommerliche April- und Maimonate … und ich find das aktuelle Wetter sogar richtig gut.

Abwechslungsreich, mit endlich viel Regen und sonnigen Unterbrechungen. Ja, es ist noch recht frisch, aber auch da liegen durchaus Vorteile drin. Und wenn ich mir die Wetterprognose für nächstes Wochenende anschaue, dann muss ich es wieder mal sagen: 30 Grad im Mai muss ich gar nicht haben …

Konzentrationstechnisch ist dieses Wetter aber durchaus fordernd für mich. Das Wechselhafte lenkt mich ab, ich verliere mich im Beobachten der mit den ziehenden Wolken wechselnden Grüntöne, freu mich, dass der Raps bei Sonne und Regen immer gelb leuchtet. Ich genieße jede Blüte, ob am Baum oder die vielen blühenden Blumen. Freu mich über jedes sprießende und rasch wachsende Blatt. Liebe die Natur, der ich zusehen kann …

Und bin durch die Kapriolen durchaus öfter abgelenkt. Die Kameras glühen. Auf meinen Wegen nehme ich Umwege für den besonderen Ausblick in Kauf. Und wisst ihr was ich am schönsten finde? Ich hab genug Zeit dafür. Und empfinde das als unfassbar wohltuend und entschleunigend.

Was ich daraus für mich ableiten kann? Viel positive Energie und Geduld, für alles, was da kommen mag.