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Spruch zum Wochenende: 2. Advent

„Stell dir vor, dass alle Menschen ihr Leben in Frieden leben. Du wirst sagen ich bin ein Träumer, aber ich bin nicht der Einzige. Ich hoffe, dass du dich uns eines Tages anschließt und die Welt wird Eins sein.“ (John Lennon)

Euch allen einen schönen 2. Advent

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Familiengeschichten: Die Versorgungsfrage

Kürzlich meinte mein Vater beim Frühstück zu seiner Frau, dass es ihm schon recht wäre, wenn seine Ehefrau ihn überlebt. Nicht, dass jetzt jemand falsche Schlüsse zieht. Er macht sich einfach Gedanken, wie er die kommenden Jahre ernährungstechnisch versorgt werden möchte – und da ist ihm die Kochkunst meiner Mutter (die sich bedingungslos seinen Vorlieben anpasst) schlicht lieber als die meine, die sich doch mehr an den Aspekten einer gesunden Ausgewogenheit orientieren möchte …

Sonntagsfreude: Monsieur Firmling

Die Firmung oder besser gesagt der Glaube hat für viele Jugendliche heute keine Bedeutung mehr. Außer natürlich, dass es Geschenke gibt. Bei Monsieur ist das anders. Er geht gerne zur Kirche, ist tiefgläubig und begeisterter Ministrant. Seine Firmung war für ihn also nicht nur Mittel zum Zweck, sondern das Sakrament an und für sich nach Taufe und Kommunion der nächste bewusste Schritt in die christliche Gemeinde, all das hat für ihn eine große und wichtige Bedeutung.

Als Firmpatin hat er sich folgerichtig eine gläubige erwachsene Freundin aus dem engsten Kreis der Eltern ausgewählt, er ist mit den Jungs der Familie befreundet, hat aber auch einen sehr guten Draht zu den Eltern. Und hat damit sehr bewusst und sicher einen Menschen ausgewählt, der ihm in diesem für ihn so wichtigen Bereich seines Lebens kompetente Ansprechpartnerin und Stütze sein kann.

Im Vorfeld des Firmtages gab es einige Enttäuschungen, die Firmgruppe entpuppte sich als (zu) anstrengend für ihn, die Uninteressiertheit der Gleichaltrigen hat es für ihn zunehmend schwierig gemacht. Zudem hat ein Freund sich von ihm abgewendet, ohne Erklärung. Das war verletztend und enttäuschend. Dennoch hat er sich seinen Firmtag so gemacht, wie er es sich gewünscht hatte. Von den eingeladenen Gästen über die Wahl der Gaststätte zum anschließenden Feier bis hin zur Menüwahl.

In der rappelvollen Kirche wurde mir bewusst, dass auch für mich ein dritter wichtiger Tag im jetzt fast 13jährigen Leben von Monsieur ist. Ich hab mich über seine Einladung riesig gefreut. Dafür steh ich auch gerne 2 Stunden in der zugig kalten Kirche und lausche den diversen Ansprachen des Bischofs, der versucht, Gebet und Vertrauen auf Gott in unserem digitalen Zeitalter zu positionieren. Schön gesprochen, doch wohl für viele der Anwesenden zu abstrakt. Sie werfen lieber einen Blick auf ihre Smartphone-Timeline …

Ich lasse mich zugegebenermaßen ein Stück weit fasziniert von der Unruhe um mich herum ablenken, darf zum Glück trotzdem den unserem Firmling so wichtigen Moment miterleben. Er tritt vor den Bischof, auf die Namensnennung folgen persönliche Worte. Auch für die Patin, die als Zeichen der Unterstützung ihre rechte Hand auf seiner rechten Schulter ruhen lässt. Der Bischof legt ihm die Hände auf den Kopf, salbt ihm mit Chrisam ein Kreuzzeichen auf die Stirn und spricht dazu die Worte: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.“ Der Firmling antwortet mit einem vernehmlichen „Amen“.

Richtig stolz waren wir alle, dass er sich am Ende des Gottesdienstes mit klar gesprochenen, von Herzen kommenden Worten im Namen aller beim Bischof bedankte.

Noch mehr, dass er beim anschließenden Abendessen alle seine Gäste in einer kurzen Ansprache begrüßte. „Ich wollte euch einfach nur sagen, dass es schön ist, dass ihr da seid.“ Finden wir auch. Und wir freuen uns, zu sehen, wie „erwachsen“ er seine Feier geplant hat. Sicher mit Unterstützung der Eltern. Aber die kulinarische Menüfolge war seine Wahl.

  • Maroni-Creme-Suppe mit Feigen
  • Lachs auf Kürbisgemüse mit Kartoffelstampf (mit frischem Meerrettich und Kräutern, das war „mehr lecker als ich hätte satt sein können“ …), dazu eine helle Sauce
  • Kalbsbraten auf Schwarzwurzelgemüse mit angeschmelztem Semmelknödel, dazu eine Pilzrahmsauce
  • Arme Ritter mit Apfelmus und Vanillesahne
Alles wurde in großen Schüsseln und Reinen, wie bei Familienessen üblich, auf dem Tisch platziert, so dass jeder sich selbst auftun und nachtun konnte. Und nein, das war alles andere als leichtes Essen 😉

Nicht nur für mich wird deutlich: es beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Das Baby, der kleine Junge, der Heranwachsende ist längst Teenager in bester Pubertiermanier, am Firmtag hat er aber mehr als deutlich gezeigt, dass er sich auf einem richtig guten Lebensweg befindet. Schön, dass wir engen Freunde der Familie auch diese Schritte mit begleiten dürfen.

„Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind.“ Leider hat Rita das schöne Projekt Sonntagsfreude eingestellt, ich teile meine persönliche weiter mit euch, denn mir geht es um den ursprünglich von Maria ins Leben gerufenen Gedanken – sich liebevoll an die vergangene Woche erinnern, nicht immer gleich zur Tagesordnung übergehen, sondern die kleinen Glücksmomente einfangen, um sich auch später daran zu erinnern.

Das mit der Musik, dem Alter – und den Studien

Irgendwann mal hatte ich im Jetzt-Magazin der SZ gelesen, dass Menschen mit zunehmendem Alter auch eher „altbackene“ Musik hören. Also zumindest nicht wie in unserer Jugend nur die krass angesagten Künstler. Stimmt, trifft auf mich zu. Ich höre heute viel, ob in oder nicht, und stehe auch dazu, dass ich Radio höre. Und nicht nur die „hippen“ Sender, sondern immer öfter auch mal die, die ich früher mega-uncool fand.

Kürzlich hat eine wissenschaftliche Studie der Londoner Goldsmith University herausgefunden, dass regelmäßige Live-Musik das Leben verlängert. Den Wissenschaftlern zufolge steigern bereits 20 Minuten auf einem Konzert das persönliche Wohlgefühl um 21 Prozent, dieses Plus an „Sich-sehr-Wohlfühlen“ erhöhe sogar die Lebenserwartung. Ab sofort hab ich also sogar einen wissenschaftlichen Beweis, dass meine musikalische Leidenschaft mein Leben verlängert.

Die Zielvorgabe lautet: alle 14 Tage Livemusik. Und sollte ich das mal nicht schaffen, dann höre ich eben ganz viel meine Lieblings-Musik, das ist ja vor allem beim Autofahren fast das gleiche Glücksgefühl. Das nenn ich mal MEIN Gesundheitsrezept 😜🎶✔️