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Hinterlassen

Wer rechnet damit, dass er die Welt zu früh verlassen muss – keiner von uns tut das. Wir leben, als ob es immer ein Morgen gibt. Und dennoch gibt es diese Momente, in denen die Welt still steht, weil einer geht. Zu früh. Mitten aus dem Leben gerissen.

Und wenn es dann noch dazu einer ist, der meine langjährige Freundin die Hälfte ihres Lebens sehr glücklich gemacht hat, dann bin ich zweigeteilt: froh, dass er wohl schnell und schmerzfrei seinen Frieden gefunden hat, traurig, weil ich so gut weiß, was für ein langer steiniger Weg jetzt vor ihr liegt. Bis sie wieder in liebevoller Erinnerung an ihn lächeln können wird.

Seine beiden Jungs hatten ihn gerade mal die ersten 20 Jahre ihres Lebens. Auch wenn sie so viel von ihm haben, Aussehen, Blick, Aufmerksamkeit, Humor, Interessen … sie hätten ihn zu gerne noch ganz lang gehabt, um Fragen zu stellen, von ihm zu lernen. Einfach als Papa in so vielen Lebenssituationen …

Und ein bisschen kommt in unseren Gesprächen immer wieder dieser Begriff auf, was er hinterlassen hat. Dabei gehts nie um Geld oder irdische Güter. Sondern um Lebenseinstellung, um das Wissen um die eigenen Wurzeln, um das Bewusstsein für Werte, ums Miteinander, um Positives und Schönes.

„Das Schönste, was ein Mensch hinterlassen kann, ist ein Lächeln im Gesicht derjenigen, die an ihn denken.“ Ich wünsch allen so sehr, dass wir uns bald mit einem Lächeln an ihn erinnern können …

Spruch zum Wochenende: Test

Passt grad irgendwie zu gut zu so vielem – und aus Patenkinderblickwinkel vielleicht auch ein ganz klitzekleines bisschen zum ersten Tag der großen Ferien

„Manchmal fühlt sich mein Leben wie ein Test an, für den ich nicht gelernt habe …“

bzw.

„Das Leben wird dir solange denselben Test geben, bis du ihn. bestanden hast …“

Beide Texte stammen ohne Urheberangaben aus den unendlichen Weiten des www.

Spruch zum Wochenende: Der MOment

„Durch den Schmerz und die Freude, die ich auf meiner Reise erlebt habe, habe ich die wichtigste Lektion gelernt, die uns das Leben schenken kann: Der Moment ist alles, was wir haben.“ (Lucinda Riley)

In den vergangenen Jahren haben mich die Bücher von Lucinda Riley begleitet – irgendwann bin ich eher zufällig beim Zyklus der 7 Schwestern gelandet, habe nach dem ersten Buch sofort die beiden Nachfolger gekauft, mich auf die jeweils folgenden sehr gefreut und erst letzte Woche den 7. Band gelesen. Ich für meinen Teil fand gut, dass die Auflösung noch nicht geschrieben wurde und noch ein Band kommen sollte, dass es weitergeht …

Montag habe ich erfahren, dass die Autorin an Krebs verstorben ist. Und bewundere, dass sie dennoch weiter geschrieben hat. Auch wenn sich das Rätsel jetzt vielleicht nie auflösen wird? Ich hab im Kopf aber meine eigene Idee, wer Pa Salt ist und warum er sich bei der Wahl seiner 7 Adoptivtöchter am Sternbild der Plejaden orientiert hat. Und ich hab auch eine vage Vermutung, wer der ihnen hinterherjagende Orion aus der griechischen Mythologie sein könnte … In jedem Fall ein kleines Dankeschön von Herzen in den Himmel für alles das, was als geschriebenes Wort bleibt ❤