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Sonntagsfreude: Geburtstagsvorfeierei


Feste soll man bekanntlich feiern, wie sie fallen – auch wenn man dadurch vor dem eigentlichen Anlass zusammenkommt.

Und ein neues Lebensjahr ist immer ein Fest wert.

Man kann auch schon vorher Kerzen auspusten und sich was wünschen!

Wenn dann noch ein toller letzter Novembertag ist, mit Sonnenschein und fast mythischem Licht.

Und ein Platz, der schon an und für sich besonders schön ist. Auch so drumrum, Berghänge, Buchenwälder, Wasserfälle – hach!

Der passende Name ist „Märchenmühle“

Und zum Glück haben die Betreiber da alles, was Pferdemädels brauchen, um rundrum glücklich zu sein:

Pferde –

… Pferde,

… Pferde,

… Pferde,

… Pferde,

… Pferde,

und noch mal Pferde, soweit das Auge reicht!

Und ein bisserl Gezank und Stutenbissigkeit gibts unter den Pferdemädels –

ob Mensch, ob Tier 🙂

Schön war er, der Nichtengeburtstag in der Märchenmühle.

Und noch eine kleine Anekdote, weil ja heut der 1. Advent ist: ich hab den beiden Nichten auch einen Adventskalender mitgebracht. Einen für zwei, weil im Kalender sind 24 kleine Bücher mit Geschichten. Die Kleine darf auspacken, die Große liest vor – so weit der Plan. Hat heute schon geklappt – wobei die 2einhalbjährige schon mal „ein paar mehr“ auspacken wollte und jetzt bockt, weil die Mama die  sogar mit Tesa-Film wieder in den Kalender gesichert hat 😉

Schönen 1. Advent!

Und jährlich grüßt das Murmeltier

Tatsächlich feiert die bezaubernde Nichte kommendes Wochenende eine vorgezogene Party. Auch wenn das vor ihrem eigentlichen Jubeltag ist. Aber das günstige Eventpersonal (also die Tante, also ich) hat am 2. Adventswochenende ein anderes Engagement. Deshalb finden die Feierlichkeiten einfach vorab statt. Und den Mädels ist der konkrete Anlass eh nicht soooo wichtig, hauptsache Geschenke. Und feiern.

Die Vorfreude steigt 😊

1994

Heute vor 25 Jahren ist meine Oma väterlicherseits gestorben. An ihrem Geburtstag, sodass wir uns bis heute nur einen Erinnerungstag merken müssen. Meine Erinnerungen an ihre alljährlichen Geburtstagsfeierlchkeiten sind eng mit der Hopfenzupf verbunden, in manchen Jahren war der Hopfen früher reif, dann ging die Ernte durchaus schon Ende August, Anfang September los. Wir waren also so oder so „zu Besuch“. Ich vermute, dass sie nie jemanden eingeladen hat, sondern dass, wie es in katholisch Bayern früher üblich war, all die lieben Verwandten zu Geburtstags- und Namenstag so oder so vorbeikamen. Auf alle Fälle gabs immer Kuchen für den Fall der Fälle. Wenn sie schon reif waren einen Zwetschgendatschi. Mit Sahne. Und später wurde, auch wenn alle gar nicht so lang bleiben wollten, eine Brotzeitplatte auf den Tisch gestellt. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir eines der letzten Jahre, in dem ihre Schwestern und ein paar Nachbarinnen zu Besuch waren. Alle hatten reichlich Zeit mitgebracht, weil zu Hause keiner mehr gewartet hat …

Mit ihrem Tod hat das Jahr 1994 für mich und unsere gesamte Familie eine wesentliche Veränderung hervorgebracht: vorher war das Haus meiner Großeltern fast so etwas wie mein zweites Zuhause. Mein Vater hat den Hof mit bewirtschaftet, wir waren viel dabei, zum Spielen, bei den Großeltern, mit der Oma im Garten, mit dem Opa „unterwegs“. Zu Geburtstagen und an Feiertagen traf sich die ganze Großfamilie, Onkel, Tanten, Cousinen, Cousins. Nicht alle, aber schon der feste Kern sind mehr als 25 Personen …

Seitdem gibt es dieses rituelle Treffen nicht mehr. Das Haus und der Ort haben sich verändert. Auch wenn alles anders geworden ist hab ich mir die letzten Tage fest vorgenommen, mal wieder an diesen Ort meiner Kindheit zurückzukehren. Mir die schönen Bilder nicht nur im Kopf zu erhalten, sondern die Erinnerung auffrischen. Ich vermute, das ist so was wie Heimweh?

August-Geburtstagsgruß

Liebe Mademoiselle,

Es ist der erste Geburtstag, den du „alleine“ feierst. Dein Opa, der den Geburtstagstag ja seit deiner Geburt mit dir teilen durfte, feiert vom Himmel aus mit. Bestimmt hat er neugierig nach unten geschaut, was sein Mädel den Tag über erlebt. Wahrscheinlich hat er dir einen kitzelnden Sonnenstrahl geschickt, als ihr gestern an seinem Grab wart. Vielleicht hat er ein paar bunte Schmetterlinge zum Tanzen gebracht?

Ganz bestimmt war er um euch herum und hat sich gefreut, dass seine Familie das Löwen-Geburtstagskind gemeinsam gefeiert hat. Vielleicht hast du hin und wieder an deinen Kettenanhänger gefasst, den er dir kurz vor seinem Tod vererbt hat? Das hat ihm ganz bestimmt ein Strahlen ins Gesicht gezaubert …

Und vielleicht hat euch gestern auf der Heimfahrt ein Stern oder ein paar mehr den Weg geleitet? Ja, ich denke, auch dafür hat er Sorge getragen. Vielleicht hat er dir sogar eine Sternschnuppe geschickt? Auch das würd ich ihm durchaus zutrauen.

Schön, dass er diesen Tag weiterhin in so „lebendigen Gedanken“ mit dir feiern darf …

Alles Liebe zum Geburtstag wünscht dir deine wahrscheinlich nicht mehr lang „große“ Patentante