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Spruch zum Wochenende: Ansteckend

„Kreativität ist angeblich ansteckend. Aber nur wenige wissen, dass sie auch anstrengend ist.“ (Wolfgang J. Reus)

Unglaublich anstrengend sogar … Ich vermute, der Autor hat sich beim Aufschreiben der Worte ähnlich erschöpft gefühlt, wie ich das gerade tue? Die letzten Wochen waren randvoll: Inspiration, Entscheidungen, Auswahl, Organisation, Verwunderung, Unglauben, … da war alles dabei, was man für das sogenannte kreative Chaos wahrscheinlich braucht. Aber dieses Auf und Ab der Emotionen macht auch müde … ich freu mich, denn irgendwann heut Abend lass ich es laufen und habe Wochenende. Punkt.

Wenn schon mal ein Känguru ausbüchst …

Besondere Geschichten üben auf Erwachsene und Kinder eine unterschiedliche Magie aus und befeuern die Fantasie:

Ich habe mich in den vergangenen Wochen köstlich über Meldungen amüsiert, dass ein Känguru gar nicht mal so weit von meinem Zuhause im Holledauer Hügelland gesichtet wurde. Habe mir bildhaft ausgemalt, wie sich das Tier beim Einsatz von Feuerwehr und Polizei in einem Rapsfeld erst versteckt hat und dann mit großen Sprüngen in die Einsamkeit gehüpft ist. Futter gibts genug und zum Glück ist es ja auch nicht mehr so kühl … Und mir hat dieses Kopfkino komplett gereicht, um immer wieder zu lächeln.

Bei Nichte 2.0 habe ich mit der Erzählung den tiefen Wunsch geweckt, „da hin zu fahren“. Sie ist ja sehr gewieft. Samstag haben wir uns nämlich gar nicht mal so weit weg vom gesichteten Känguru bei der Osteophatin getroffen. Und da wurde ich ganz lieb gefragt, ob sie denn bei mir im Auto mitfahren könne, weil ich ja anschließend zu Besuch kommen würde. Dann wurde ich ganz heimlich noch viel lieber gefragt, ob wir nicht einen kleinen Umweg fahren könnten, „um mal nachzusehen, ob das Känguru noch da sei.“ Ich bin sehr fasziniert, dass sie sich sogar den „Wohnort Wildenberg“ gemerkt hat …

Tja, was soll ich sagen: wir haben natürlich einen kleinen Umweg in Kauf genommen und überall „rund um Wildenberg“ die Augen aufgehalten, ob „unser“ Känguru nicht doch vor uns über die Straße hoppelt, auf dem Spielplatz spielt oder sich ein Eis holt … Hat es aber nicht. Stattdessen haben wir uns ein Eis geholt und dabei ganz pragmatisch Pläne geschmiedet. Schließlich kann das Känguru nicht für immer in der Natur bleiben. Sobald wir also wissen, wann es in welchen Tierpark zieht, gibts den nächsten Nichten-Tanten-Ausflug – und beim Besuch werden wir ihm einfach erzählen, dass wir es auch „in Freiheit“ schon beinahe getroffen hätten 😉

Kreativ mit Kindern

Dass das Nichten-Tanten-Gespann äußerst chaotisch ist, hat auch sein Gutes, wenn es um Kreativität geht. Von den Paula-Geschichten habe ich ja schon berichtet bzw. sie sind hier reichlich nachzulesen. Ebenfalls in diese Zeit fiel auch das Kinderlieder singen und einzelne Sequenzen umdichten. Wenn es nämlich zum Beispiel einen Onkel gibt, der Jäger ist – dann kann man wunderbar eine persönliche Note einbringen:

„Fuchs du hast die Gans gestohlen, gib sie wieder her, gib sie wieder her –
sonst wird dich der Klaus holen, mit dem Schießgewehr, sonst wird dich der Klaus holen – mit dem Schießgewehr.“

Da singt Nichte 2.0 mit und juchzt ab der ersten Nennung von Onkel Klaus mit so einem glückseligen Lachen … Klar, dass wir da noch ein paar andere Varianten eingebaut haben. Aber eigentlich reicht das schon voll aus.

Dummerweise haben die anderen Verwandten keine ähnlich zu verwertenden Hobbies oder Berufe, sonst hätten wir bestimmt schon viel mehr kreativ umgedichtet 😉

Spruch zum Wochenende: Kunst

„Jedes Kind ist ein Künstler. Das Problem ist nur, wie man ein Künstler bleibt, wenn man größer wird.“ (Pablo Picasso)

Weil es manchmal an der Zeit ist, den kleinen Künstler in sich wieder zu entdecken. Weil gerade die Sommerwochen eine Zeit sind, in denen viele von uns so herrlich gechillt und kreativ sind. Und weil in der Kunst nichts verkehrt ist – alles eine Frage des eigenen Blickwinkels. Ich wünsch euch ein schönes langes Pfingstwochenende, mit viel Sonnenkunstwerken