Archiv der Kategorie: sonst vergess ichs

Das erste Quartal

Auch für Nichte 3.0 möchte ich kleine Beobachtungen festhalten, dummerweise sehen wir uns durch die besonderen Umstände ihres Zur-Welt-Kommens nicht so häufig, deshalb wird das nicht ganz so ausführlich, aber eben meine Beobachtungen:

  • in den ersten Lebenswochen war die Geräuschkulisse daheim mit allen permanent daheim immer extrem laut – sie ist mittendrin erstaunlich ruhig geblieben und wirkt insgesamt sehr unaufgeregt, nur wenn sie Hunger hat meldet sie sich, vehement und wie sie es gelernt hat: laut und ausdauernd 😇
  • das strahlendste Lächeln bekommt die Mama, der Rest wird viel und gern an Papa und die Schwestern verteilt
  • manchmal fällt sie auf ähnliche Stimmlagen rein, dann wird auch die Tante bezaubernd angestrahlt, aber wehe, wenn sie den Schwindel merkt, dann bekomme ich aber auch ein empörtes Protestschreien ab
  • beim Stillen wird sie manchmal nicht so recht satt, weil es sie nämlich so beruhigt, dass sie dabei fast immer einschläft – danach muss sie dann über die Hungergefühle sehr weinen, bislang konnte aber immer geholfen werden
  • tagsüber darf sie viel an sonnigen Plätzchen schlummern, mittlerweile liegt sie aber am liebsten in der Wiege und „spielt“ begeistert glucksend mit dem Mobile
  • anders als ihre Schwestern gabs noch keine großen Events wie Hochzeiten oder Urlaube – Besuche bei der Familie oder die Ausflüge zum Kinderarzt und zur Osteopatin steckt sie gut weg, selbst bei großer Hitze ist sie bislang ausgeglichen
  • morgens kommt die große Schwester gerne mit einem Buch ins Bett gekrabbelt, das ist dann Schwesternzeit de Luxe: die Jüngste schlummert, die Größte liest – eine glückselige Symbiose
  • die mittlere Schwester will ihre kleine Schwester auch immer gerne halten, das klappt mit Stillkissen-Unterstützung ziemlich gut – nur wird 2.0 recht schnell unruhig (und mit ihr die Kindsmutter)
  • aktuell sind nicht mehr alle 5 Familienmitglieder „immer“ daheim – der Papa ist zwar noch im Homeoffice, die bezaubernde Nichte geht jede 2. Woche „ganz normal“ in die Schule, 2.0 ist wieder in der Kita – Nichte 3.0 genießt die ruhigen Vormittage so sehr, der Unterschied fällt ihr also offensichtlich auf 😊
  • Wie schon bei den beiden Großen „unterhält“ sich meine Schwester in gutturalen Lauten mit ihrem Nesthäkchen – die versteht anscheinend alles und reagiert mit viiiiiiel aufgeregter Begeisterung

Nachklapper: Familienfeierei

Weil immer so viel vergessen wird, noch ein paar kleine Erinnerungsmomente an den runden Geburtstag meiner Mutter, der im kleinen Familienkreis gefeiert wurde:

  • beim spontanen Ausflug gegen Schlechtwetter-Lagerkoller zu Onkel und Tante haben wir zwar den Biber nicht persönlich kennengelernt, aber wir wissen jetzt ganz genau, wo er seine beiden Dämme baut und wo er sich eine Rutsche in den Bachlauf gebaut hat … und wie er die Bäume (alt oder jung ist ihm dabei ziemlich egal) gaaaanz spitz anknabbert haben wir auch gesehen 😉 – jetzt müssen Onkel und Tante aber bald mal ein Beweisbild liefern, dass das wirklich der Herr Biber ist.!.
  • die beiden Nichten haben ihre Oma professionell gestylt, mit verschiedenen Kämmen, Bürsten und Föns und vor allem reichlich Haarspray bewaffnet – das Ergebnis war toll (und sogar die glatte Kopfhaut vom Opa erstrahlte in neuem Glanz)
  • am Tisch haben immer noch alle Platz, mal sehen, wie das so klappen wird, wenn Nichte 3.0 auch bei den Großen sitzen will 😉
  • die bezaubernde Nichte ist auf der Heimfahrt immer sooo erleichtert, denn schon kurz nach dem Losfahren fallen ihre beiden kleinen Quälgeist-Schwestern hoffentlich in einen erholsamen Schlaf – und das ist auch für die Große so was wie eine Oase der Ruhe 🙂
  • nicht nur mein Geldbeutel war nach der Feierei erst mal verschwunden und ist im Bus der Nichten aufgetaucht, auch der Schlüssel meines Schwagers ist dem Familienkobold ins Netz gegangen – und konnte erst nach vielen Suchmanövern wiedergefunden werden …

Das mit dem Gedicht

Für ihren 70. Geburtstag hatte meine Mutter erst keine, dann immer wechselnde Pläne. Aus denen jetzt auch nichts wird. Dafür darf sie sich auf die vielen Pläne ihrer Enkeltöchter freuen: Nichte 2.0 wird ihr gaaaaanz viele Geburtstagslieder singen. Sie übt fast ununterbrochen. Die bezaubernde Nichte hat gereimt, ein Gedicht – es ist schon mal notiert, jetzt muss es noch in Schönschrift auf eine Karte gebracht werden. Ob das klappt? Die Kids haben schon viiiiiel Stress, weil sie ja auch noch Geschenke basteln müssen, Bilder malen …

Ich meine, dass das Gedicht eine süße Überraschung wäre und vor allem besonders. Hoffen wir mal, dass es nicht in Vergessenheit gerät 🙏

Zweitgeborenen-Schamassel

Es ist ja so, dass Nichte 2.0 ihre große Schwester abgöttisch lebt. Wenn die nicht da ist, ist da ein sehr großes Vermissen. Und oft, wenn die zwei zusammen sind, dann ist da einfach nur sehr viel Zuneigung. Trotzdem ist die 2einhalbjährige aber eben auch eine typische 2einhalbjährige, also 1000 Prozent „ich will“.

Das haben, was die Große hat. Damit spielen, womit die Große spielt. Das Essen hapsen, das auf dem Teller der Großen als Leckerbissen den Abschluss des Menüs bilden sollte. Mit den geliebten Büchern der Großen spielen oder sogar reinmalen … und da hilft dummerweise in beide Richtungen nicht, zu warnen. Die Große passt trotzdem nicht auf, die Kleine greift zu, auch wenn es verboten wird …

Knatsch. Streit. Zickenalarm. Geschwister sein ist nicht immer einfach 🙏