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Spruch zum Wochenende: Wenig

Was war ich stolz, wie gut ich dieses Mal den Koffer gepackt hatte? Alles, auch Gastgeschenke und Mitbringsel für die Freunde, hat reingepasst – grad gäbe ich was drum, wenn ich nicht alles untergebracht hätte … denn ich vermisse das meiste. Jetzt schon knapp 48 Stunden so ohne alles, was liebevoll geplant und sorgfältig durchdacht mitmusste, steht fest, dass wenig doch nicht genug ist. Weil man unterwegs auf Reisen mal die Kleidung wechseln möchte, zum Beispiel. Und dann muss man für gar nicht mal wenig Geld Einkaufen gehen, weil man so das ein oder andere schlicht braucht. Ja, so schnell ändert sich als Betroffener die Perspektive, am folgenden Spruch ist was dran: „Arm ist nicht, wer wenig hat, sondern wer viel braucht.“ (Peter Rosegger)

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Spruch zum Wochenende: Ursache und Wirkung

Ich vermute, dass der Junge auf seinem BMX-Rad einfach nur lustig sein wollte, als er gestern, entgegen der Fahrtrichtung kommend, beim Passieren auf dem viel zu engen Radweg einen Schwenker machte, als wolle er in mich reinfahren? Ja, mag man jetzt anbringen, dass pubertierende Teenager das für Spaß halten – mir hat es einen richtigen Schrecken verpasst. Und ich hab in unmittelbarer Folge eine rote Ampel übersehen und einer Autofahrerin einen Riesenschreck eingejagt … Ist zum Glück für alle Beteiligten gut ausgegangen, aber ich frag mich immer noch ernsthaft, ob ihm bewusst ist, dass das kein harmloser Jungenstreich hätte sein können, sondern die Ursache eines Unfalls …?

Peter Hohl sagt: „Die wenigsten Menschen verstehen sich darauf, Ursachen zu beeinflussen. Die meisten vergeuden ihre Zeit mit dem aussichtslosen Versuch, Wirkungen zu verändern.“ Da ich weder den jungen Herrn noch andere unreife Verkehrsteilnehmer beeinflussen kann werde ich wohl irgendwie versuchen, mich innerlich auf solche doofen Streiche einzustellen, um mich selbst und andere nicht durch meine unvorherzusehende Reaktion zu gefährden? Oder so.

Spruch zum Wochenende: Schöne Menschen

Diesen Spruch hat mir eine Bekannte geschickt, weil wir kürzlich darüber philosophiert haben, dass es nicht selbstverständlich ist, verstanden“ bzw. angenommen zu werden. Wir hatten über besondere Begegnungen gesprochen. Wer selbst noch keine Wende in seinem Leben erlebt hat, ob selbst gewählt oder durch äußere Umstände, der kann meist auch durch großes Bemühen nicht wirklich verstehen:

„Die schönsten Menschen, die ich kennen gelernt habe, sind die, die Niederlagen einstecken mussten, die Leid, Schicksalsschläge und Verlust erfahren haben, und die es dennoch schafften, immer wieder ihren Weg aus der Tiefe heraus zu finden.
Ihre Erfahrungen gaben ihnen eine Wertschätzung, eine Empfindsamkeit und ein  Verständnis vom Leben, die sie in Mitgefühl, Sanftheit und in tiefer Liebe auf andere
Menschen zugehen lassen. Ein schöner Mensch wird nicht geboren. Ein Mensch wird schön durch die Kraft, sich über seine Tiefschläge zu erheben und daran zu reifen.“ (Elisabeth Kübler-Ross)

Spruch zum Wochenende: Ostertage

„All die Eier, all die Hasen, die aus Schokolade sind, liegen gut versteckt im Rasen. Und das nur damit ein Kind all die schönen Sachen find.“ (Berthold Brunnputz)

… oder viele Kinder. Auch erwachsene Kinder. Ostern ist dieses Mal noch um einiges aufregender als Weihnachten, so scheint es?

Die bezaubernde Nichte und ich verbringen gerade Mädelstage, Gründonnerstag, Karfreitag UND Ostersamstag. Und bislang klappt alles ganz gut. Also mit etwas Kompromiss auf jeder Seite 😉 heute waren wir sogar zum vorgezogenen Ostergeschenk im Kino: Peter Rabbit. Inspiriert von Beatrix Potter. Wir überlegen noch, wie uns der Film gefallen hat, gut gemacht ist er zweifellos.

Ein Thema hat uns seit gestern begleitet: Früher wohl ganz traditionell, dass man in der Hallertau zum Gründonnerstag eine Kräutersuppe gegessen hat. also eine grüne Suppe mit Kräutern. Meine Mutter erinnert sich aus ihrer Kindheit, dass es die Kerbelsuppe am Karfreitag gab, ich kann mich an einen Gründonnerstag zu Chorzeiten mit einer Vesper und anschließend Kräutlsuppal erinnern.

Warum es das bei uns nicht gegeben hat? Da schauen sich der Opa und seine Enkeltochter nur wissend an, weil sie das beide niemals nicht gegessen hätten. Kräuter? Suppe? „Bäh …“

Ich dagegen mag ja Kerbelsuppe gern, mein Rezept: Gut 2 Bund Kerbel (je eine gute Hand voll) waschen und kleingeschnitten in Butter andünsten. 4 gekochte Kartoffeln pellen, kleinschneiden und dazugeben. Alles mit Gemüsebrühe aufgießen und noch kurz köcheln lassen. Nach Geschmack pürieren, Sahne oder Schmand unterrühren. Fertig.

… oder meine Variante einer kräftigen Kräutlsuppe. Kartoffeln, Karotten, Sellerie, Lauch, Zwiebeln und was sonst an Gemüse da ist, sehr fein schneiden und zu einer Brühe kochen. Dazu kommen jede Menge frische Frühlingskräuter wie Bärlauch, Brennnessel, Brunnenkresse, Gänseblümchen, Giersch, Gundermann, Kerbel, Löwenzahn, Sauerampfer, Schaftgarbe, Schnittlauch oder Spitzwegerich, die entweder fein geschnitten kurz mit durchziehen. Wer mag kann auch pürieren.