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Anfang [*.txt]

Als meine Schwester starb haben wir in ihrem Jahresplaner Hermann Hesses Stufen gefunden – es wurde zum Gedicht auf ihrem Sterbebild.

„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.“

Nicht nur das Leben, auch Sterben bedeutet Anfang. Ein Mensch ist nicht mehr da, ein Platz bleibt leer. In jedem Ende steckt ein Neuanfang. Ohne den Menschen, der gegangen ist.

„Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!“

Was fehlt, darf betrauert werden. Was (als Erinnerung) bleibt, darf und soll bleiben.

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Schreiben – lesen – konTXTualisieren: das 1. Wort im kreativen Schreibprojekt Projekt.txt für 2018 lautet: Anfang.

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Musik am Mittwoch: Volksmusik

Vollblutmusiker schaffen es immer wieder, mir Momente zu bescheren, die ich in die Kategorie „unbeschreiblich schön“ einordnen möchte.

Wenn ich heute an den vergangenen Freitag denke, dann habe ich sofort Musik im Ohr, alle Stilrichtungen, die man sich denken kann. Von alpenländischer Volksmusik bis zu Pop, vom Zwiefachen bis zu Blues und Jazz. Weltmusik, inspiriert von allen Klängen von allen Kontinenten.

Den Rahmen auf der Bühne bilden die Harfe und der Bass, dazwischen die Gitarre und dazu kommen abwechselnd zwei Ziehharmonikas, Klarinette, Flügelhorn, Trompeten und Saxophon. Mittendrin ein fast unscheinbares Mischpult, das kontinuierlich bedient wird.

Schaut man Herbert Pixner zu, fragt man sich unwillkürlich, ob er bequem sitzt, kniet er doch beim Ziachspielen eher … fasst er zu einem Blasinstrument wirkt es eher, als nehme er eine ebenfalls nicht bequem aussehende Sessel-Liegeposition in. Ab dem ersten Ton ist es dem Zuhörer aber herzlich egal, ob ers bequem hat, Hauptsache, er und sein Projekt spielen weiter …

Der ganze Abend war einfach nur wunderbar, besonders gefreut hab ich mich aber über „meine“ Klassiker: