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Projekt ABC – #G wie Gredhaus

Zum Buchstaben G ist mir spontan die Gred eingefallen, sehr typisch für die Bauweise meiner Heimatregion. Die Häuser wurden früher von einer Gred umrandet, laut Wikipedia diente die Gred als sauberer oder leicht zu kehrender Bereich zwischen dem Haus und der schmutzigen Straße bzw. dem Hofraum. Der Begriff und die Bauweise waren früher im bayerischen und österreichischen Sprachraum üblich, kommt vom lateinischen Wort gradus (Stufe) bzw. vom mittelhochdeutschen Wort „grêde“.

Auf meinem Bild ist ein erdgeschossiger Mittertennbau mit Satteldach und Gred zu sehen, erbaut in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts war er in meinen Kindheitstagen bereits sehr heruntergekommen. Trotzdem war er bis in die 90er Jahre bewohnt, dann stand das Anwesen einige Jahre leer, ehe ein Liebhaber dem alten Bauernhof unter strengen Auflagen des Denkmalschutzes sein heute wieder wunderschön restauriertes Aussehen geschenkt hat. In den warmen Monaten finden im schönen Hof oft Feste statt. Schön da.

Danke für den schönen Schreibimpuls an den Wortmann.

Momentaufnahmen #6

Im Schreibprojekt „Momentaufnahmen“ stellt Aequitas et Veritas die 6. Frage: Handelst du häufiger aus Pflichtgefühl oder aus Überzeugung?

Ich habe darüber vor fast 10 Jahren – wow, ich hätte nie für möglich gehalten, dass ich mein Blogprojekt so lange aktiv betreibe … krass – im Kontext mit meiner Oma, was ich von ihr gelernt habe, wie ich es aber für mich anders umsetze, mal sehr ausführlich reflektiert.

Von meiner heutigen Position aus möchte ich noch eines hinzufügen: ich habe 2018 geschafft, aus Überzeugung gegen jegliches Pflichtgefühl zu handeln. Mich und meine Gesundheit ganz in den Mittelpunkt gestellt, bin aus dem Stress ausgestiegen, habe es tatsächlich fast ein Jahr durchgezogen. Das war entgegen allem, was ich vorher für mich definiert hätte. Da war definitiv immer wieder der Gedanke an das Pflichtgefühl, aber eine ganz starke Überzeugung in mir hat mich angetrieben.

Davon profitiere ich seitdem häufig, denn meine Erkenntnis im Nachhinein war: So vieles, was wir heute als elementar für uns und unsere Existenz definieren, spielt schon sehr bald überhaupt keine Rolle mehr.

Und ich möchte das auch gerne auf meine Sicht der aktuellen Dinge übertragen: aktuell halten sich viele aus Pflichtgefühl und Verantwortungsbewusstsein an die geltenden Regeln, durch die langsam keiner mehr durchblickt. Ich tue es aus Überzeugung. Sicher durch meine Lebensgeschichte. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, wieso ist so schlecht mit anderen Überzeugungen klarkomme, weil ich tatsächlich – aus meiner Überzeugung und dem, was ich als gesunden Menschenverstand definiere – nicht fassen kann, dass es Menschen gibt, die all dieses Schwurbeln für bare Münze nehmen, daran mehr glauben, als an die potentiell tödliche Konsequenz eines Virus. Und immer wieder mit der Grippe argumentieren, die ich einmal hatte und wenn es nach mir geht nie wieder …

Mehr zum Schreibprojekt hier nachlesen.

Projekt ABC #E wie Esel

Woher kommt es eigentlich, dass der Esel gerne herhalten muss, wenn man jemanden als dumm oder stur bezeichnen möchte? „Sei kein Esel…“ wird schon bei kleinen, bockigen Kindern eingesetzt. Tatsächlich gibt man damit ein falsches Signal, denn: ein Esel tut nicht einfach, was ihm befohlen wird. Er hält inne, scheint nachzudenken und wirkt dadurch eigensinnig, findet aber meist einen eigenen, sicheren Weg zum Ziel.

Dass sie sehr lernfähig sind merkt man spätestens, wenn sie einem etwas stibitzen, das eigentlich sicher verpackt und vermeintlich nicht zugänglich ist. Mit der Kamera steh ich gern an der Eselsweide auf meiner typischen Spazierengehstrecke seit Kindertagen und beobachte, wie sie mich beobachten 😉

In den vergangenen Jahren treffe ich oft Wanderer mit Eseln – wer weiß, vielleicht hab ich irgendwann auch einen Eigenen?

Danke für den schönen Schreibimpuls an den Wortmann .

Projekt ABC #D wie Dach

Für uns in unserem Wohlstandsleben so selbstverständlich, auf dieser Welt aber nicht für jeden Menschen: ein Dach über dem Kopf haben. Ein Zuhause haben. In Sicherheit sein.

Neben der Tür, die man hinter sich schließen kann, um sich zurückzuziehen, hat auch das Dach eine große Bedeutung. Egal aus was es besteht und in welcher Form es den obersten Abschluss eines Gebäudes bildet, ob es unser Eigentum oder gemietet ist, gibt es uns Schutz vor dem Wetter, hält Einflüsse draußen. Und es verhilft uns zu einem Privatleben, allein oder mit den Menschen, die wir dabeihaben wollen.

Wenn das Dach einen Schaden hat? Wird’s schnell ungemütlich … und schon muss ich an die Redewendung „der hat einen Dachschaden“ denken – ja, das hat auch was mit nicht ganz dicht sein zu tun 🙄

Danke für den schönen Schreibimpuls an den Wortmann .