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Berufstätige Tante, gefühlt Anfang 30 - leider nicht von Beruf Tante. Und deshalb "viel zu wenig" Zeit für meine mittlerweile 4 "Patenkinder". Ich denk mir oft: das müsstest du jetzt in einem Brief schreiben, das hätte ich gerne mit euch erlebt. Und es bleibt beim Vorsatz ... Ich habe mir vorgenommen, hier regelmäßig zu schreiben - wenn ich etwas erlebe, das wert ist, notiert und geteilt zu werden! Das ist die Idee - alles weitere ergibt sich.

Sonntagsfreude: Frühaufsteher im Frühnebel

Für den heutigen Morgen dürfen die Bilder sprechen – nur so viel: der Nebel hat sich doch nicht so gelichtet, wie es der Sonnenaufgang versprochen hat. Aber auch das hatte für mein Fotografenherz ein paar ganz besondere Momente parat. Nicht alle konnte ich mit der Kamera einfangen, Specht, Habicht, Maus, viele Hasen, viele Rehe und auch ein Radfahrer sind nicht im Bild eingefangen worden. Aber es war ein perfekter Start in dieses „cosy, lazy Sunday“ – heute wird gechillt.

Das Leben ist ein Boomerang …

Das ist eigentlich eine Episode aus (m)einem Autofahrerleben … aber ich fand den Titel treffender: gestern wollte ich an der Ampel nicht noch länger warten, bis das Wohnmobil auch noch die 3. Grünphase nicht losfährt. Beim Spurwechsel habe ich trotz intensiver Beobachtung des Verkehrs mit Spiegel und Schulterblick einen Motorradfahrer zum Langsamerfahren genötigt – das fand er zurecht nicht lustig und hat mich sehr geschimpft. Es tut mir leid, vermutlich hat meine Geschwindigkeit nicht zu seiner gepasst, meine war zu langsam, seine zu schnell … zum Glück hat er es gebremst. Punkt.

30 Minuten später. Ich fahre auf der Landstraße mit normaler Geschwindigkeit. In der unübersichtlichen Kurve mit aktuell sogar noch mehr Unübersichtlichkeit wegen einem Maisfeld fährt der LKW auf meiner Spur, weil er einen Radfahrer überholen muss. Logisch. Für mich kam dieser Gegenverkehr mehr als unerwartet. Die Kurve gestaltet sich so, dass es neben dem Gegenverkehr eine Böschung hochgeht, der Radfahrer könnte also nicht mal in den Graben ausweichen oder so – neben meiner Spur geht’s eine Böschung steil runter … ich hab es irgendwie gebremst und wir sind ohne Kratzer aneinander vorbeigeschramt. Ich stand dann aber doch erst mal für einen luftleeren Zeitraum zitternd und schnaufend mit Warnblinkanlage (das macht der Herr Peugeot dankenswerterweise bei Vollbremsungen so …) – während der Gegenverkehr ungerührt an mir vorbeigezogen ist …

ach ja, ich hab gebremst. Also erneut nicht derjenige, der die brenzlige Situation verursacht hat. Das nur, damit der Motorradfahrer weiß, dass das Leben ein gerechter Boomerang ist – und sein Schrecken ist durch meinen ja jetzt quasi gesühnt. Punkt.

Kreativ mit Kindern

Dass das Nichten-Tanten-Gespann äußerst chaotisch ist, hat auch sein Gutes, wenn es um Kreativität geht. Von den Paula-Geschichten habe ich ja schon berichtet bzw. sie sind hier reichlich nachzulesen. Ebenfalls in diese Zeit fiel auch das Kinderlieder singen und einzelne Sequenzen umdichten. Wenn es nämlich zum Beispiel einen Onkel gibt, der Jäger ist – dann kann man wunderbar eine persönliche Note einbringen:

„Fuchs du hast die Gans gestohlen, gib sie wieder her, gib sie wieder her –
sonst wird dich der Klaus holen, mit dem Schießgewehr, sonst wird dich der Klaus holen – mit dem Schießgewehr.“

Da singt Nichte 2.0 mit und juchzt ab der ersten Nennung von Onkel Klaus mit so einem glückseligen Lachen … Klar, dass wir da noch ein paar andere Varianten eingebaut haben. Aber eigentlich reicht das schon voll aus.

Dummerweise haben die anderen Verwandten keine ähnlich zu verwertenden Hobbies oder Berufe, sonst hätten wir bestimmt schon viel mehr kreativ umgedichtet 😉