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Sonntagsfreude: Kurzurlaubsfeeling

In diesen heißen Sommertagen mach ich meine Wochenenden zum Kurzurlaub – Samstag vor 8 alles erledigen, was ansteht und dann den lieben langen Tag „Urlaub machen“.

Gestartet bin ich vormittags mit einem Streifzug durch den Lavendel, der mich mit seinen Farben und dem betörenden Duft in die Provence versetzt hat. Den Nachmittag hab ich mit einem Buch an der englischen Küste verbracht. Die Nacht waren wie in einem Sommerhaus in Spanien üblich alle Türen und Fenster für etwas kühlere Luft geöffnet und ich habe, gut mit einem Netz vor den Mücken geschützt, himmlisch geschlafen.

Und heute früh ging’s mit dem Sonnenaufgang durch die Felder und Wälder der heimatlichen bayerischen Toskana – jetzt lüfte ich mich, wie in der Holledau üblich, im Schatten des für den heimischen Biergarten so typischen Kastanienbaums aus. Mal sehen, wohin mich der Nachmittag bringt …?

Spruch zum Wochenende: Sternschnuppengeburtstage

Sterne

… jedes Mal, wenn Mademoiselle Geburtstag feiert, müssen wir Großen an den Abend vor ein paar Jahren denken, an dem sie als Augustkind vollkommen beseelt ihre erste Sternschnuppe bewundert hat. Und seit dem Besuch auf den Mineralientagen hatte ich da ja eine ganz besondere Überraschung für sie. Jetzt hat sie ihre ganz eigene Sternschnuppe, immer, nicht nur im Sternschnuppenmonat August. Und kann die immer hervorzaubern, wenn sie einen Sternschnuppenmoment braucht.
In diesem Sinne der Spruch zum Wochenende – auf dass wir alle viel Sternenlicht zu sehen bekommen und damit viel Friede herrschen möge –

„Wo ein Herz die kühlen Strahlen der Sterne in sich aufgesogen hat, weichen alle irdischen Gespenster, denn im Licht ist Frieden; im Anblick der Unendlichkeit offenbart sich uns die Ahnung der Ewigkeit, und wesenlos verschwindet davor jedes zeitliche Weh.“ (Wilhelmine von Hillern)

Feierliches Wiedersehen

Das Verständnis war groß, wenn nur das mit der wachsenden Sehnsucht nicht wär … und dann wurde inmitten des totalen Herunterfahrens ja auch noch eine neue Enkeltochter geboren. Ein runder Geburtstag und die Lockerungen waren jetzt auf jeden Fall dann mehr als genug gute Gründe für ein familiäres Wiedersehen. Beim Zusammenkommen bleibt die Runde zwar klein, aber alle Herzensmenschen auf einem Fleck. Und beim Aufeinandertreffen hat man an allen Ecken und Enden so was von gespürt, wie sehr das mit dem Vermissen und das Videotelefonieren jetzt auch mal langsam nervt? Und wie schön sich „in echt“ anfühlt.

Strahlende Kinder- und Großelternaugen sind schon was echt Besonderes. Und kreativ macht es auch, die Nichten haben selbst gebastelte, sogar selbst geschriebene Geschenke und Glückwunschkarten mitgebracht. Und spontan eine Einlage zu Besten gebracht: mit einigen wenigen Utensilien und sich verstellen haben sie jeden einzelnen so gelungen interpretiert, dass alle vor lauter Lachen gar nicht mehr raten konnten, wer da gerade parodiert wurde 😉

Das jetzt jüngste Familienmitglied ist einfach so im Pulk mitgelaufen … also leider ja noch nicht in echt. Aber jeder musste sie mal rumtragen. Und dabei bewundern. Und vergleichen. Und feststellen, wie groß sie schon ist. Und und und. Zum Glück ist Nichte 3.0 von zu Hause schon eine laute Kulisse gewöhnt, denn mit zwei lauten großen Schwestern …

Das Geburtstagskind? Hat alles sehr genossen. Die Familie. Das beim Wirtshaus geholte Essen. Sogar das Wetter. Und die Erholungsphase zwischendrin, denn typischerweise bleibt sie lieber daheim, wenn wir eine Runde Frischluft erlaufen. Auch da also alles beim Alten und „in Balance“.

Achso, ja: mein Geldbeutel mit allen Ausweisen und Karten und so ist dummerweise mit den Nichten nach Hause gefahren … da muss er jetzt mal ein paar Tage bleiben. Obwohl Nicht 2.0 ja gestern beim Abschied schon vorgeschlagen hat, dass ich heute gleich zu Ihnen kommen soll. „Ich muss doch arbeiten.“ „Warum?“ …

Sonntagsfreude: Tantenmomente 2.0

Als ich zum zweiten Mal Tante geworden bin hab ich gedacht, dass ich so als Tanten-Nichten-Chaos-Team schon so ziemlich alles erlebt hab – und mich auf viele zweite Male gefreut. Tatsächlich ist es so, dass wir jetzt ein 3er-Team sind. Also meistens, außer wenn eine bockt … aber davon wollte ich jetzt gar nicht berichten. Sondern über alles, was mit Nichte 2.0 so ganz neu und anders und sehr aufregend ist: zum Beispiel hat mir meine zweite Nichte heute früh die Zähne geputzt. Und die Haare gekämmt. Zweiteres machen wir schon etwas länger, das Zähneputzen kam heute neu dazu. Zuckersüß.

Gestern waren alle Mädels zu einem Termin unterwegs, weil Nichte 3.0 und ihre Mama sind von der Geburt noch etwas „verrenkt“. Und wenn die zwei einen Wohlfühltermin haben kommen einfach alle mit. Beim Warten hatte 2.0 Durst, außer einer Thermoskanne in der Wickeltasche war nix da … also testet die Tante, Nichte 1.0 weiß auch nicht, ob das Tee sein könnte, schwups, trinkt 2.0 – ja, liebe Mütter, ich weiß. Da saß ich auf der Leitung. Zum Glück war zwar das Gebrüll groß, aber das Wasser war nicht brühend heiß … und sie hat es auch nicht wirklich getrunken. Glück gehabt. Aber schon BLut und Wasser geschwitzt …

Keine Frage, dass auch die bezaubernde Nichte weiterhin für erste Male gut ist: aus Langeweile hat sie Bilder auf meinem Handy geschaut. Und dabei den Notruf angerufen … Das waren zugegeben wie immer aufregende 24 Stunden Tanten-Nichten-Besuch. Aber immerhin haben wir uns endlich wieder gesehen. Und wie 2.0 so schön gesagt hat: „Tante Coco, bleib doch einfach, für immer und ewig.“ ❤