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Spruch zum Wochenende: Osterspaziergang

„Vom Eise befreit sind Strom und Bäche, durch des Frühlings holden, belebenden Blick, im Tale grünet Hoffnungs-Glück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche, zog sich in rauhe Berge zurück.
Von dorther sendet er, fliehend, nur ohnmächtige Schauer körnigen Eises in Streifen über die grünende Flur;
Aber die Sonne duldet kein Weisses, überall regt sich Bildung und Streben, alles will sie mit Farben beleben;
Doch an Blumen fehlts im Revier, sie nimmt geputzte Menschen dafür.
Kehre dich um, von diesen Höhen nach der Stadt zurück zu sehen. Aus dem hohlen finstern Tor dring ein buntes Gewimmel hervor.
Jeder sonnt sich heute so gern.
Sie feiern die Auferstehung des Herrn, denn sie sind selber auferstanden, aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern, aus Handwerks- und Gewerbes Banden, aus dem Druck von Giebeln und Dächern, aus Strassen quetschender Enge, aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht sind sie alle ans Licht gebracht.
Sieh nur sieh! wie behend sich die Menge durch die Gärten und Felder zerschlägt, wie der Fluss, in Breit‘ und Länge, so manchen lustigen Nachen bewegt, und, bis zum Sinken überladen entfernt sich dieser letzte Kahn.
Selbst von des Berges fernen Pfaden blinken uns farbige Kleider an.
Ich höre schon des Dorfs Getümmel, hier ist des Volkes wahrer Himmel, zufrieden jauchzet gross und klein:
Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein.

(Johann Wolfgang von Goethe, aus Faust I)

Scheint auch schon zu Herrn Goethes Zeiten Osterwochenenden wie 2019 gegeben zu haben, zumindest treffen seine Worte perfekt zu meinen Beobachtungen des heutigen Tages. Und darf gern so weitergehen, mit dem Frühsommer an diesen freuen Tagen.

Ich wünsch euch allen ein schönes langes Wochenende und einen braven Osterhasen

Sonntagsfreude: Familientradition 2.0

Es gibt so familiäre Traditionen bei uns, die sind besonders. Da gestern 4 neue Kälber als Sommergäste auf die Weide eingezogen sind mussten heute natürlich die Nichten zum Beschnuppern vorbeikommen. Keine Frage, die Neugierde ist auf beiden Seiten riesengroß. Die Jüngste ist, wie einst die große Schwester, ein Schisser … noch 😊

Witzig auch die Wiederholungen beim familiären Mittagessen. Es gibt wie von den Enkeltöchtern bestellt Spätzle mit einer guten Soße – die Oma bekommt großes Lob. Und beide langen kräftig zu. Aber wie schon vor etwa 6 Jahren, die Jüngste konzentriert sich für den Geschmack ihrer Mutter viel zu sehr auf die anderen Teller und vergisst vor lauter Gschaftln immer wieder das selber essen. Und schon ein Stück weit urkomisch, wenn die große Schwester dann den Kopf über die kleine schüttelt und weiter Spätzle in sich rein schaufelt. Sie ist wirklich das beste Beispiel dafür, dass sich das Essverhalten der Jüngsten am großen Familienmittagstisch mit den Jahren ganz von selbst ändert …

Und was für ein perfekter Nichten-Tanten-Tag: Frühlingswetter, Kälber und Hühner inspizieren, schaukeln, den neuen Traktor von Onkel und Tante in Augenschein nehmen, zu den Ponys und Hirschen spazieren, am Teich nach dem Herrn Reiher Ausschau halten, Steine mit echten Kristallen gefunden – und ziemlich lang über das glibberige Etwas diskutiert, das wir am Feldrand gesehen haben. Viele Themen, immer was zu quatschen. Groß und klein fix und fertig, aber mit roten Backen und einem strahlenden Lächeln. Hach!

„Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind.“ Leider hat Rita das schöne Projekt Sonntagsfreude eingestellt, ich teile meine persönliche weiter mit euch, denn mir geht es um den ursprünglich von Maria ins Leben gerufenen Gedanken – sich liebevoll an die vergangene Woche erinnern, nicht immer gleich zur Tagesordnung übergehen, sondern die kleinen Glücksmomente einfangen, um sich auch später daran zu erinnern.

Spruch zum Wochenende: Pause

„Gib dir selbst die Erlaubnis, innezuhalten. Es liegt Heilung und Schönheit in der Pause.“ (Michelle Marros)

Es ist nicht ganz ein Jahr Auszeit geworden, aber ich habe mir die letzten Monate ein Geschenk gemacht, Zeit. Für mich. Um mich aufzutanken. Gut, ganz ruhig war’s nicht, und langweilig ist es mir auch nicht geworden. Aber ich bin wieder bei mir gelandet, habe mich nach zu viel Stress wieder gefunden. Meine Balance ist da, ich habe den Bodenkontakt. Und habe mir beruflich etwas Neues gesucht, was mich mehr erdet. Ich wechsle nicht die Aufgabe, aber die Umgebung. Mit der ausdrücklichen Erlaubnis, in Zukunft weniger Druck zu spüren … ich bin neugierig und freu mich drauf.

Mir gönne ich für die ersten Wochen die volle Konzentration auf die neuen Aufgaben, deshalb geht der Blog in Pause. Und ich melde mich dann wieder gesammelt, sobald ich angekommen bin und es was zu berichten gibt. Euch wünsch ich eine gute Zeit, mit öfter mal einem Moment des Innehaltens, einer Pause, ob notwendig oder nicht, tut immer gut 😊

Spruch zum Wochenende: 2. Advent

„Stell dir vor, dass alle Menschen ihr Leben in Frieden leben. Du wirst sagen ich bin ein Träumer, aber ich bin nicht der Einzige. Ich hoffe, dass du dich uns eines Tages anschließt und die Welt wird Eins sein.“ (John Lennon)

Euch allen einen schönen 2. Advent