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Sonntagsfreude: Wiedehopf

Ich hab beschlossen, dass es Grund zur Freude gibt – ach wenn da ein kleines bisschen Trauer mitschwingt. Ich hab gestern zum ersten Mal in meinem Leben einen Wiedehopf gesehen. Er saß auf der Straße in der Kurve, dank meiner Vollbremsung konnte er hochfliegen. Im Rückspiegel hab ich dann gesehen, dass er weiter über der Stelle flog – denn da hatte ein Straßenverkehrsteilnehmer vor mir nicht so viel Glück gehabt. Und seinen Kumpel überfahren …

Habe nachgelesen und in meinen Fotografenforen geforscht: tatsächlich gibt es weltweit wohl weniger als 10.000 Paare seiner Art, bei uns im Landkreis wurden sie in diesem Jahr schon öfter gesichtet. Deshalb nehm ich das als gutes Zeichen und bin dankbar. Und hoffe auf weitere, positivere Begegnungen – dann vielleicht auch mal mit einem Bildbeweis 😉

Sonntagsfreude: Ende gut …

Die letzten drei Wochen steckte irgendwie den Wurm drin. Es begann damit, dass ich Bilder bestellt habe. Auf Empfehlung eines bekannten Fotografen, der schon viel ausprobiert hat, habe ich mich für ein mir noch nicht bekanntes Portal entschieden. Ausschlaggebend unter anderem sein Tipp, dass bei ihm auch die Zeit zwischen Bestellung und Lieferung immer in weniger als den angekündigten Arbeitstagen funktioniert habe.

Da bei dem Portal ein paar Browser nicht so gut funktionierten hab ich Upload und Bestellung insgesamt dreimal gemacht, dann wurde aber der Eingang bestätigt. Positiv überrascht war ich zwei Tag darauf, als ich – wahrscheinlich standardisierte, automatisierte – Mails erhalten habe , in denen bereits die Produktion aller beauftragten Bilder bestätigt wurde. Wortlaut: „die unten aufgeführten Produkte deiner Bestellung sind fertig und verpackt.“

Irritierend nur, dass beim Klick auf den Bestellstatus der größte Teil der Bilder noch fehlte …?

Dennoch erhielt ich am selber Tag erneut 3 Mails mit dem Hinweis, dass sich die Ware in der Zustellung befinde. Erneut stimmte der im Bestellstatus angezeigte Status nicht mit der wohl automatisierten Mail überein. Hm.

Zum Wochenbeginn waren zwei Zusteller avisiert, ein kleines Pakte kam an. Zum Rest gab es unterschiedliche Aussagen, in jedem Fall war es eine Retoure, beim Paketzusteller mit dem Hinweis „Ware beschädigt“, vom Fotodienstleister eher so „konnte nicht zugestellt werden. Stellen Sie sicher, dass jemand die Lieferung annehmen kann.“ Hm.

Der Hinweis auf eine „korrekte und vollständige Lieferadresse“ hat mich dann veranlasst, mal anzurufen. Denn irgendwie sind so chaotische Aussagen nicht sehr vertrauensvoll? Und tatsächlich musste ich beim Service-Mitarbeiter noch mal sehr deutlich machen, dass das Paket wegen einer Beschädigung zurüchgeschickt worden war, wie ich der Dokumentation des von seinem Arbeitgeber beauftragten Anbieters entnehmen konnte. Dass seine Kulanz mir gegenüber zwar sehr freundlich, aber nicht angebracht sei. Und dass es mir jetzt vor allem darum gehe, was so insgesamt mit der gesamten Bestellung sei. Denn immer noch war – eine Woche nach Bestellung – der Großteil der bestellten Bilder laut Status noch nicht produziert?

Auf meine hartnäckige Nachfrage hin signalisierte er mir mündlich, sich persönlich um die (Neu-?)Produktion zu kümmern und einen Expressversand zu veranlassen. Und dann legt man als Kunde auf – und wartet. 24 Stunden später kamen Auftragsbestätigungen, aus der Produktion und vom Expresslieferdienst. Wo die Ware wohl auch am Abend auf eine Laderampe geladen wurde.

Dann passierte 4 Tage, 2 Arbeitstage (obwohl ich vermute, dass Transportunternehmen aktuell auch an Samstagen arbeiten…?) nichts. Lässt sich ja ganz gut einsehen. In dieser Zeit habe ich allerdings festgestellt, dass die Adressdaten mit fehlender Straße übermittelt wurden. Gut, könnte sein, dass das Paket also nicht eintreffen hätte können. Ich hab also sowohl dem Fotodienstleister wie auch dem Express-Lieferanten einen entsprechenden Hinweis zukommen lassen. Vermutlich hat das zur erneuten Verzögerung geführt? Ironiemodus aus. Egal, weitere 30 Stunden später wurde das Paket geliefert, die Adresse hat gepasst, Qualität ist gut – und ich bin ja immer schnell versöhnt. Positiv halt.

Und dann sehe ich Freitag Mittag, dass das Portal in einem Newsletter mit einem meiner Bilder wirbt – und jetzt bin ich richtig grantig. Nicht nur, dass ich das Gefühl habe, dass ich für mein gar nicht mal so wenig bezahltes Geld ordentlich mitarbeiten musste auf meiner Customer Journey, um die bestellte und übrigens bereits am Bestelltag der Kredikarte belastet, also bezahlten Ware auch wirklich zu erhalten …

Zu keinem Zeitpunkt im Bestellvorgang wird eine Möglichkeit eingeräumt, das Recht an der Verwendung abzuwählen. In den AGBs wird im Gegenteil sehr häufig verwiesen, dass der Übermittler für die Bildrechte Verantwortung übernimmt …

Ich ärgere mich. Hab aber beschlossen, es mir hier anonym von der Seele zu schreiben. Und warte die Reaktion auf meine Beschwerde ab, ehe ich entscheide, was ich tue. Immerhin ist das alles ja sehr klar geregelt, das Recht ist auf meiner Seite – zumindest für die Zukunft kann ich das unterbinden. Punkt.

Heute? Mach ich neue Bilder 🙂

Sonntagsfreude: Fokus

Ich übe. Zu fokussieren. In allen Bereichen. Und wenn es Bereiche gibt, in denen es mir noch nicht so gelingt, dann freue ich mich umso mehr, wenn es an anderer Stelle schon besser klappt. Natürlich bleibe ich ablenkbar. Und bin nun mal Beobachter allen Geschehens – aber ich freue mich, dass es mir doch gelingt, das ein oder andere auszublenden und anderes deutlich stärker wahrzunehmen.

Und eines verstehe ich immer deutlicher: jeder von uns hat seine ganz eigene Wahrnehmung, seinen eigenen Weg, sein eigenes Werden und seine eigene Entwicklung. Aufmerksamkeit füreinander könnte helfen, eine kleine Brücke zu schlagen. Damit das Miteinander einfacher wird – denn das kann doch mitunter ganz schön anstrengend sein?

In meinem Fokus für den heutigen Sonntag: heute früh das tägliche Froschkonzert vom nahegelegenen Tümpel. Eben die Stieglitzrasselbande, die uns am Hof mit ihrer Anwesenheit beehrt. Ich vermute stark, die wohnen sogar bei uns. Und sobald die Sonne am Nachmittag rauskommt eine kleine Runde drehen und mich an den Blühflächen auf meiner Runde erfreuen. Ist finde ich ein ziemlich gut reduzierter Fokus für heute …

Sonntagsfreude: Ganz vui Gfui

Dieses Wochenende ist randvoll von diesem ganz besonders guten „Gfui“ – viel Dankbarkeit, viel Freundschaft, viel in vielen Jahren „Gewohntes“ neu entdeckt, viel Genuss, viel strahlende Augen, viel Ruhe und vor allem ganz viel Glück. Das bisschen Normalität mit Menschen teilen zu können, die damit genauso wie ich umgehen – das macht rundrum ein einfach nur Wohlfühlgefühl.

Mein Herz ist übervoll, die beste Freundin, die so von innen heraus strahlt, der „Mo“, der zwar müde aussieht, aber nach 3 Wochen Urlaub auch viel ruhige Energie versprüht. Die beiden Neffen, die mit uns „Oldies“ abhängen, weil sie es gern tun. Der Wirt, der so viel hat, dass wir ihm gerne helfen, damit nix übrig bleibt … Und mit Abstand auch um uns so viele positive Vibes. Hui. Ich merke, dass ich es gar nicht schlimm finde, das alles mit einem neuen, veränderten Bewusstsein zu erleben. Punkt.

Achso, und dann war da natürlich auch noch der Moment, in dem ich die weltbeste Fischsuppe der ganzen weiten Welt vorgesetzt bekommen habe, obwohl sie nicht auf der Karte steht. Da fühl ich mich mindestens wie das Glückskind des Augenblicks … ❤