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Sonntagsfreude: „Wie es im Buche steht“

Kennt ihr diesen Ausdruck „heute war ein Sonntag, wie er im Buche steht“? Heute war GENAU SO ein Sonntag: Frühling, Sonne, gut gelaunte Menschen in den Gärten und am Spazierengehen, Unterhaltungen über den Gartenzaun, kreativ spielende Kids … so, wie es sein soll eben. Dazu Ferienbeginn, die Aussicht auf warme Tage, für viele arbeitsfrei, mit der Möglichkeit, sich draußen zu bewegen … hebt die Stimmung?

Ich hatte heute so viele schöne Augenblicke. Am meisten hab ich mich gefreut, das Starenpaar zu beobachten, das sein Nest im Kirschbaum bezogen hat. Und sogar die Amsel, die ungefähr eine Armlänge entfernt lautstark in mein Ohr geschimpft hat, hab ich nach einem Schreckmoment angelächelt. So viel Lebenslust, so viel Freude, so viele Frühlingsgefühle, hach.

Und – Trommelwirbel – der Hopfen spitzt aus dem Boden. Lassen wir die Hopfenzeit beginnen 💚

Sonntagsfreude: Reduktion

Bis vor einem Jahr hatten wir alles im Überfluss, aber kaum Zeit. Aktuell haben wir Zeit im Überfluss – und müssen lernen, uns und alles, was so selbstverständlich schien, zu reduzieren. Das fällt mal schwerer, mal leichter. Aber viele von uns schaffen, den Fokus anders zu setzen. Ich beispielsweise habe aktuell nur nicht vermeidbare Kontakte. Um Gelegenheiten ergreifen zu können.

Mit Nichte 3.0 ihren ersten Geburtstag feiern. Das ist nämlich „meine“ Familientradition. Den ersten Geburtstag der Nichten fotografisch begleiten. Eine Einjährige darf man noch beim Mampfen fotografieren, da dürfen Bilder vom Klecksen, Kleckern und dem „in kindgerecht zerteile Stücke von der Oma mit Liebe gemachten Apfelkuchen“ existieren, der mit so viel Freude und Genuss im kleinen Mund und drum rum landet.

Strahlende Kinderaugen, stolz wie Bolle Schwestern, Eltern, die das erste Video des jüngsten Familienmitglieds anschauen, worauf die Kindesmutter bemerkt, dass sie das noch nie gesehen hat … und eine Tante, die dankbar ist, dass das reduziert trotzdem alles so gut funktioniert. Punkt.

Sonntagsfreude: Aprilwetter im März

Ich schaue dem Wetter heute „ganz gechillt“ durchs Fenster zu – auch von der Couch kann ich klar erkennen, dass das ein turbulentes Sammelsurium ist. Von blauem Himmel, ein paar Wölkchen bis hin zu Wolkengebirgen war da schon alles dabei. Von einem lauen Lüftchen bis zum stürmischen Sturm. Dazwischen war es mal trocken, sogar mit Sonne, dann hatten wir Regenschauer und ein paar mal große tanzende Schneeflocken …

Für mich grad nicht so gut, die Nichten haben das ganz gut zusammengefasst: bei so einem Wetter muss man immer eine Mütze aufsetzen, Tante Coco. Sonst bekommt man eine Ohrenentzündung. Ich meine, dass ich meistens eine aufhatte, hab dummerweise doppelseitig trotzdem wohl Zug und vor allem zu viel davon erwischt?

In jedem Fall hab ich mir die letzten Tage zweimal viel Heilsalbe ins Ohr streichen lassen und viel geruht. Mittlerweile bin ich nach so viel nichts tun unruhig – aber vernünftig. Man verpasst grad nicht so viel – und mit meinen Ohren ist nicht zu spaßen, die merken sich jedes zu früh. Da halte ich gerne noch etwas durch …

Sonntagsfreude: Aufregung

Wenn auf dem Dorf am Wochenende zwei Mal die Feuerwehr aus- bzw. anrücken muss. Gestern und heute heulte jeweils gegen halb 12 die Sirene. Gestern hat ein Neubau zum Glück nicht gebrannt, aber so ein Schmorbrand ist auch nicht schön. Heute war ich eben von der Morgenrunde zurück und dabei, die dreckigen Schuhe auszuziehen. Auf der Straße schiebt eine junge Mutter ihr Baby im Kinderwagen vorbei und sagt ihrem vorausradelnden großen etwa 3jährigen, er soll aufpassen. Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern. Ein paar Sekunden später, ich höre ein Auto, dann einen lauten Knall – und dann Schreie …

Glück für mein Seelenheil: der junge Autofahrer hat „nur“ sich selbst und sein Auto an den betonierten Gartenzaun gesetzt. Das aber gründlich. Ich bin irgendwann auch – dann wieder mit Schuhen – los, da war aber schon Hilfe aus der Nachbarschaft da. Dann kam schnell Feuerwehr, Notarzt, Polizei … was für eine Aufregung. Und irgendwas ist im Dorf mit Unfällen im Gartenzaun, das waren ein paar zu viele für innerorts in den letzten 5 Jahren.

Ich mach dann mal sehr ruhig, heute Nachmittag, so viel los, zu viel für ein-mein Wochenende.