Kleine Beobachtung

Hat wahrscheinlich jeder schon mal beobachtet – gestern bin ich mittags mit einem Kollegen essen gegangen. „Abwechslung“ zu unserem Covid-Mittagspausenalltag. Ziel war das besondere Ambiente eines Biergartens in der Nähe. Wunderschön, im Hof einer ehemaligen Flugwerft, der Blick ins Grüne bzw. auf ein historisches Backsteingebäude. Wir haben uns über unsere Beobachtungen ausgetauscht. Und die komplette Stunde durchgeredet. Nicht nur über den Job. Schön.

Am Nebentisch ein Paar, sehr gepflegt. Sie kamen aus einer Richtung, setzten sich, nahmen die Speisekarten. Nach der Bestellung Schweigen, ihr Blick nach links, seiner auch, aber in die andere Richtung … Schweigen. Aber kein inniges Schweigen. Zwei Menschen, die sich schlicht eine Stunde lang nichts zu sagen hatten. Sie war aber eher auf Kontakt aus. Hat sich dann intensiv mit unseren Gesprächen und mit dem Vertreiben von Wespen beschäftigt …

Spruch zum Wochenende: Gerangel

Was ich mir in diesen Tagen wieder mal aus ganzem Herzen wünschen würde? Menschen, die sich nicht auf Kosten von anderen Fehlern zu profilieren versuchen. Die nicht nach Macht gieren. Die nicht andere kleinmachen. Nicht geringschätzig und prestigeträchtig Schwächen aufdecken. Sich nicht größer, besser, … machen. Sondern ihre Mitmenschen achten und sich für gemeinsame Ziele stark machen, von denen jeder profitiert. In diesem Sinne hab ich einen Spruch fürs Wochenende gewählt – und etwas angepasst:

„Wir brauchen Anführer, die nicht in Geld und Macht verliebt sind, sondern Gerechtigkeit. Nicht in Ruhm verliebt sind, sondern in Menschlichkeit.“ (Martin Luther King Jr.)

Miteinander statt gegeneinander

Dass ganz Deutschland, nicht nur Bayern, in der Digitalisierung hinterherhinkt, das wissen jetzt mal langsam alle. Und so richtig tut keiner etwas, außer darüber zu sprechen. Dass es dann durch nach wie vor manuelle Arbeit zu einer Verzögerung, Panne oder einem Fehler kommen kann? Ist vorhersehbar. Jetzt würd ich mir nur wünschen, dass alle, die schon wieder nach einem Schuldigen – am liebsten ist ja so manchem der, der bislang in der Krise recht gut abgeliefert hat – suchen, einfach mal die Hemdsärmel hochkrempeln und mit echter Mithilfe einsteigen. Statt mit dem Finger zu zeigen. Ich möchte gar nicht wissen, wie viele Menschen, die durchaus in der Lage wären, eine Notiz zu schreiben oder etwas auszuzählen, einen Übertrag zu machen etc. pp. grad mit Statements unser aller Zeit verschwenden … Wie schön war dieser kurze Moment in diesem Jahr, als alle an ein Miteinander gedacht haben und zusammengehalten haben. So. Und jetzt hab ich auch ein für den ein oder anderen überflüssiges Statement abgegeben. Musste aber raus. Habe fertig …

Was mich beschäftigt und was ich meinen Patenkindern gerne erzählen würde

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