Projekt ABC – #G wie Gredhaus

Zum Buchstaben G ist mir spontan die Gred eingefallen, sehr typisch für die Bauweise meiner Heimatregion. Die Häuser wurden früher von einer Gred umrandet, laut Wikipedia diente die Gred als sauberer oder leicht zu kehrender Bereich zwischen dem Haus und der schmutzigen Straße bzw. dem Hofraum. Der Begriff und die Bauweise waren früher im bayerischen und österreichischen Sprachraum üblich, kommt vom lateinischen Wort gradus (Stufe) bzw. vom mittelhochdeutschen Wort „grêde“.

Auf meinem Bild ist ein erdgeschossiger Mittertennbau mit Satteldach und Gred zu sehen, erbaut in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts war er in meinen Kindheitstagen bereits sehr heruntergekommen. Trotzdem war er bis in die 90er Jahre bewohnt, dann stand das Anwesen einige Jahre leer, ehe ein Liebhaber dem alten Bauernhof unter strengen Auflagen des Denkmalschutzes sein heute wieder wunderschön restauriertes Aussehen geschenkt hat. In den warmen Monaten finden im schönen Hof oft Feste statt. Schön da.

Danke für den schönen Schreibimpuls an den Wortmann.

Kochen auf dem Holzofen: Spaghetti Bolo

Bildquelle: pixabay

Da ist mir neulich doch tatsächlich – nach dem Kochen einer Bolognese-Sauce auf dem heimischen Holzofen – aufgefallen, dass das hier tatsächlich noch gar nicht niedergeschrieben wurde. Geht natürlich gar nicht. Aus Gründen. Erstens kocht sich das auf dem Holzofen quasi nebenbei. Und dann ist Spaghetti Bolo definitiv ein Essen, das glücklich macht. Insofern – los gehts:

da der Holzofen in diesen Tagen früh noch mal ordentlich angeschürt wird, weil es tatsächlich etwas zapfig draußen ist, einfach weiter nachheizen. Dann eine Pfanne oder einen niedrigen Topf aufsetzen und etwas Öl zum Anbraten heiß werden lassen. Im ersten Schritt Zwiebel in Würfeln und Tomatenmark anschwitzen, dann miteinander verrühren und etwas auf die Seite schieben. Auf der anderen Seite Hackfleisch gut anbraten. Alles vermischen.

Mit Salz und Pfeffer würzen, klein geraspelte Karotte und Knollensellerie kurz mit anbraten, dann alles gut vermischen und mit Brühe ablöschen. Ich gebe jetzt auch schon geschmackgebende Kräuter dazu, da eignet sich beispielsweise Majoran, Oregano, Thymian, Petersilie oder Rosmarin – gleichermaßen frisch oder getrocknet. Das alles darf in aller Ruhe vor sich hin schmurgeln, gerne so 2 Stunden. Den Ofen regelmäßig nachheizen. Etwa 45 Minuten, bevor das Essen serviert werden soll, den Holzofen noch mal kräftig nachheizen und einen Topf mit heißem Wasser zum Kochen bringen, dann die Spaghetti al dente kochen.

Während die Nudeln fertig werden rühre ich noch ein im letzten Herbst eingekochtes Tomatensugo unter und würze die Bolo bei Bedarf nach. Spaghetti unter die Sauce ziehen und portionsweise in einem tiefen Teller anrichten. Mit frisch geriebenem Parmesan servieren – guten Appetit.

PS: im Idealfall reicht eine Gabel zum Aufdrehen. Für meinen Papa muss man Messer und Löffel reichen, ihn „nervt das Getue mit den langen Nudeln“. 😉

Was mich beschäftigt und was ich meinen Patenkindern gerne erzählen würde

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