Musik am Mittwoch: I m gonna be

Soooo oft von The Proclaimers gehört, in der Version vollkommen anders, überraschend und einfach nur genial. Miss Sophy & The Groove – I’m gonna be (500 miles)

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Das mit dem Bildungssystem

… ein Absatz bringt mich ganz besonders zum Nachdenken:

„Du belohnst kleine Kinder mit Stempeln dafür stundenlang einfach ruhig zu sein, brav still zu sitzen, bloß nicht aufzufallen, nur zu reden, wenn man gefragt wird, auf Knopfdruck nur die richtigen Antworten auszuspucken ohne über Alternativen nachzudenken, nie über die Linien zu malen und statt individuell unbedingt angepasst zu sein. … Unter dem Deckmantel der Vergleichbarkeit presst du ungeachtet der Talente und Stärken des Kindes mit Hochdruck deine veralteten Lösungsansätze in die kleinen Köpfe und lässt dabei immer weniger Luft für etwas anderes. Aus Dingen die Spaß machen sollten werden so Zwänge, aus Kreativität wird Pflicht und aus Individualität Konformität.“

Finde ich nicht nur aus aktuellem Anlass teilenswert …

Familiengeschichten: Martinszug

Gestern Abend hab ich einen Schwung Bilder vom ersten Martinsumzug der Nichten im neuen Zuhause bekommen, war wohl spektakulär. Da sie schon seit Tagen am Singen üben waren, klang da bestimmt auch mal der ein der andere richtige Ton bei „Ich geh mit meiner Laterne, Rabimmel, Rabammel, Rabumm“ oder „Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne“ mit. Und Nichte 2.0 hatte selber eine Laterne – Teilen??? Phhhhh! Um im Anschluss was zu essen waren viel zu viele Leute da, es wurde zu spät – husch, husch, nach Hause. Und heute sind die zwei immer noch aufgedreht!

Ganz anders die Großeltern, die beim Umzug im heimischen Dorf mitzogen. Ohne Laterne. Und zum Mitsingen ist die Oma auch nicht gekommen, weil sie über die schiefen Töne der Musikanten und die schrägen Stimmen, die aus dem mitgeführten Verstärker direkt neben ihr ertönten, so ehrlich lachen musste. Aber die funkelnden Sterne hatte sie schon im Blick. Ganz anders der Opa, der eh nur mitging, um Würstlsemmeln und Punsch zu genießen. Und anschließend waren die zwei früh im Bett und haben selig geschlummert.

Ja, die Prioritäten wechseln mit den Lebensjahren 😉

Sonntagsfreude: #ResidenceWalk


Wenn ich an einem grauen Samstag frühmorgens im noch im Nebel versunkenen Herzen von München unterwegs bin, hat das ganz sicher einen besonderen Grund: vor einigen Wochen hatte das Social-Media-Team der Bayerischen Schlösserverwaltung auf Instagram auf einen Fotowalk in der Münchner Residenz hingewiesen.


Und ich Glückspilz durfte gestern bei der Premiere des #ResidenceWalk durchs jahrhundertealte Wittelsbacher Schloss dabeisein.


Tatsächlich strahlt die Farbenpracht im frisch renovierten Königsbau auch ohne Sonnenlicht.


… eigentlich sind Museums- und Schlossbesichtigungen genau das Richtige für die kalte, farblose Jahreszeit. (Man kann ja nie sicher sein, ob die Sonne noch rauskommt …)


Da ich ja gerade vor kurzem im Rahmen der Residenzwoche unterwegs war habe ich mich dieses Mal weniger auf die Räume, sondern eher auf die Details und Spielereien konzentriert und so viele kleine Überraschungen entdeckt.


Wie den bestickten Seidenschuh des Herrn König.


Oder diesen (un)heimlichen Beobachter.


Leider waren wir nicht auf der Baustelle der gelben Treppe, das hatte ich heimlich gehofft, denn davon habe ich so viel gehört. Und wenn man allein die rote Treppe der Königinmutter anschaut ist da doch einiges zu erwarten.

https://youtu.be/ncPTjd605TY

Auf mein Gejammer 😉😊 hin hab ich diesen Filmtipp bekommen, nicht ganz, wie mit eigenen Augen – ein bisserl neidisch bleib ich doch auf den Dackel, der da bestimmt öfter rumlaufen darf ….


Auch beim zweiten Mal bin ich von den Nibelungensälen schlicht überwältigt.


Im Auftrag von König Ludwig I. begann Julius Schnorr von Carolsfeld, die Wände mit einem Freskenzyklus mit Motiven aus dem hochmittelalterlichen Nibelungenlied zu bemalen.


Dabei hat er den fünf Sälen jeweils einen Akt eines klassischen Dramas zugedacht: Prolog, Saal der Hochzeit, Saal des Verrats, Saal der Rache, Saal der Klage bzw. Epilog. Meisterlich, wie farbenfroh die Geschichte von Liebe und Verrat, von Glück und Leid, von Leben und Tod hier im Bild transportiert wird … dazu Marmorböden und -türen. Eins meiner Highlights in der Residenz.


Im Kontrast dazu durften wir anschließend durch den Grottenhof hinüber in den verspielten Rokoko des Cuvilliés-Theater lustwandeln.


Ich staune jedes Mal, schließlich hat hier jemand einen Theaterraum in ein Gesamtkunstwerk gefasst.


Fotografisch habe ich mich dieses Mal auf die Stühle konzentriert, die wirklich sehr besonders sind.


Rot, Gold, Licht, …


Persönlich möchte ich der Bayerischen Schlösserverwaltung ein Danke aus ganzem Herzen für die Einladung sagen, es war eine wunderbare Idee, mit dem Fotowalk eine Gelegenheit zu schaffen, vor den offiziellen Öffnungszeiten in der noch besucherfreien Residenz unterwegs zu sein. Ja, ich mache das auch unabhängig von organisierten Walks, habe mir zu diesem Zweck extra eine Jahreskarte gekauft. Aber das gestern war besonders. Und wenn ich einen Wunsch frei hätte, würde ich gerne vorschlagen, gelegentlich ähnliche Möglichkeiten in anderen verwalteten Schlössern zu organisieren, es ist doch zu schade, dass das Fotografieren in so vielen Häusern nicht gestattet ist …

„Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind.“ Leider hat Rita das schöne Projekt Sonntagsfreude eingestellt, ich teile meine persönliche weiter mit euch, denn mir geht es um den ursprünglich von Maria ins Leben gerufenen Gedanken – sich liebevoll an die vergangene Woche erinnern, nicht immer gleich zur Tagesordnung übergehen, sondern die kleinen Glücksmomente einfangen, um sich auch später daran zu erinnern.

Was mich beschäftigt und was ich meinen Patenkindern gerne erzählen würde

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