Mutterseelenallein

Vollkommen entspannen kann ich mich nur allein. Ich bin gerne „Einsam“. Dazu hab ich kürzlich diesen Artikel gelesen. Und merke einmal mehr: ich bin nicht allein. Auch wenn mein Alleinsein anders ist.

Aktuell kommt mein allein sein zu kurz. Und ich denke viel darüber nach, wie, wo, wann sich das ändern lässt …

Kleine Freuden

Wisst ihr, was wirklich unfassbar ist? Fast 7 Jahre lang hatte ich von meinem ehemaligen Job-Büro aus einen gigantischen Ausblick auf die Zugspitze, aus dem Münchner Westend. Dann bin ich knapp 4,5 Jahre an den Ammersee gependelt, da hatte ich hin und wieder schon auch diesen besonderen Bergblick – nicht soooo oft, weil (wie ich schon diverse Male nicht müde werde zu betonen) das Dorf Diessen seinen Namen meiner Meinung nach aufgrund der fast durchgehend diesigen Aussicht hat. Jetzt bin ich noch nicht mal 10 Monate im Münchner Osten. Und sehe fast täglich Bergpanorama. Und freue mich schon wie ein Schnitzel. Schon schön so ein Blick aus dem Fenster, über die komplette Alpenkette. Und auf den höchsten Berg Deutschlands. Unbezahlbar. Hach.

Episoden aus (m)einem Autofahrerleben (22)

Zusammenfassend muss ich über die vergangenen Wochen vor allem eines schreiben: Gott sei Dank. Außer „Blechschaden“ nix passiert … Für meine Nerven waren die letzten Wochen aber viel zu oft eine Herausforderung. Gar nicht mal der Berufsverkehr – der auch. Aber ein paar Deppen gibts ja immer, die mutterseelenallein zwischen den tausenden anderen unterwegs sind.

Was mich echt fertigmacht sind zum Beispiel Traktorfahrer, die mir im Kreisverkehr die Vorfahrt nehmen. Wohlwissend, dass ich im Zweifel in sie reinfahre – und ich also, weil ich damit ja nicht rechne und vorher durchaus beschleunigt habe, eine Vollbremsung machen muss. Weil der Stärkere gewinnt.

Oder Sonntagsfahrer. Die auf der Autobahn so lange mit 80 km/h auf der rechten Spur fahren. Bis ich mit so 120 km/h links überhole. Und dann ziehen sie – natürlich ohne Blinker – seelenruhig auch nach links. Logisch. Weil ich ihnen und mir das Leben rette.

Am aller-allerliebsten hab ich aber Fahrradfahrer. Die bei rot noch „schnell und in Eile“ über die Ampel rattern. An der ich als Rechtsabbieger zuvor geduldig abgewartet habe. Am besten im Dämmerlicht ohne Beleuchtung am Rad. Lebensmüde? Was auch immer. Weil ich will nicht über mich in den Newsfeeds lesen.

Mein Lieblingserlebnis hatte ich gestern Abend zu Fuß. An einer Kreuzung, an der sich Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer treffen. Etwa 200 Meter nach der Kreuzung ist die Unterführung und damit die Weiterfahrt gesperrt. Darauf weisen entlang der Strecke ziemlich viele Hinweis- und Umleitungsschilder hin. Trotzdem hat es gestern ein Autofahrer geschafft, bei dunkelorange über die Ampel zu heizen, um gefühlt eine Sekunde später eine Vollbremsung hinzulegen – und dann, man könnte schon fast sagen, filmreif, zu wenden. Und über die mittlerweile dunkelrote Ampel zurückzufahren. Logisch. Da waren Radfahrer und Fußgänger (die hatten schließlich grün). Egal, hat nur noch gefehlt, dass er uns weggehupt hätte …

Da kann der Peugeot nix für, dennoch macht ihm dann auch noch seine Fahrerin das Leben schwer. Und „frisiert“ beim Einparken mit dem Unterboden eine etwas zu hohe Randsteinkante … netterweise hat ihm der ADAC aus der Patsche geholfen und ihn fahrbereit hinbekommen. Und seine Fahrerin ist brav in die Werkstatt seines Vertrauens gefahren, damit er wieder heil wird.

Ja, ich schreib auch meine eigenen Pannen durchaus für die Nachwelt auf. Trägt ja jeder auf die ein oder andere Art und Weise immer mal wieder zu de3n Episoden (m)eines Autofahrerlebens bei 😉

 

 

Was mich beschäftigt und was ich meinen Patenkindern gerne erzählen würde

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