Projekt ABC #D wie Dach

Für uns in unserem Wohlstandsleben so selbstverständlich, auf dieser Welt aber nicht für jeden Menschen: ein Dach über dem Kopf haben. Ein Zuhause haben. In Sicherheit sein.

Neben der Tür, die man hinter sich schließen kann, um sich zurückzuziehen, hat auch das Dach eine große Bedeutung. Egal aus was es besteht und in welcher Form es den obersten Abschluss eines Gebäudes bildet, ob es unser Eigentum oder gemietet ist, gibt es uns Schutz vor dem Wetter, hält Einflüsse draußen. Und es verhilft uns zu einem Privatleben, allein oder mit den Menschen, die wir dabeihaben wollen.

Wenn das Dach einen Schaden hat? Wird’s schnell ungemütlich … und schon muss ich an die Redewendung „der hat einen Dachschaden“ denken – ja, das hat auch was mit nicht ganz dicht sein zu tun 🙄

Danke für den schönen Schreibimpuls an den Wortmann .

Paula und der kranke Nachbar

Heute ist Paula nachdenklich. Auf der morgendlichen Gassirunde mit ihrem Herrchen Andi haben sie eine Nachbarin getroffen. Die war sehr traurig und hat Andi erzählt, dass ihr Mann jetzt Wochen im Krankenhaus war, weil er krank war. Zweimal sei er operiert worden. Jetzt sei er schon wieder eine ganze Woche daheim. Aber so schwach und immer müde. Und Appetit habe er auch nicht.

„Am schlimmsten ist aber, dass ihn keiner besuchen darf. Denn dadurch, dass er so schlapp ist, ist er jetzt auch noch Risikopatient für das Virus,“ hat sie Andi und Paula erklärt. Ja, das kann Paula verstehen. Das mit dem sich gegenseitig nicht besuchen können, das macht ja grad alle unglücklich. Ihr Herrchen Andi und Frauchen Karin bekommen kaum Besuch, die Nachbarsmädels sind immer allein zu Hause …

Doch über das Nachdenken hat Paula eine Idee. Schließlich sind die Nachbarsmädels für sie ja auch gerade sowas wie der Ersatz für die Enkelkinder von Andi und Karin, die gerade nicht oft da sein können. Da war doch das kleine Loch im Gartenzaun hinüber zu Nachbars Garten. Mit viel Mühe zwängt sie sich hindurch und pirscht sich an die Nachbarsterrasse heran. Tatsächlich, da sitzt der kranke Nachbar im Ohrensessel und blickt traurig hinaus.

Paula läuft schwanzwedelnd auf die Terrasse. Als er sie sieht, blickt er erst erstaunt, dann lächelt er. „Oh wie schön, ich hab Besuch. Das ist aber lieb von dir, ich freu mich, Paula.“ Und Paula zeigt, was sie kann, sie läuft hin und her, hüpft, rollt, macht alle Kunststückchen, für die sie normalerweise ein Leckerli bekommt. Und sie wird lange nicht müde. Mit einem Nasenstupser an die Glastür der Terrasse verabschiedet sie sich schließlich fix und fertig – und verspricht kläffend, recht oft wiederzukommen.

Auf dem Rückweg ruft sie den paar Vögeln, die sie trifft, zu: „Bitte, besucht den Nachbarsgarten, da sitzt ein kranker Mann, der keinen Menschenbesuch empfangen darf und ihm ist schrecklich langweilig. Wenn er uns sieht, dann kommt die Freude in sein Leben zurück …“ Gesagt, getan. In den kommenden Tagen ist vor dem großen Terrassenfenster beim Nachbarn immer etwas zu sehen, auch die Nachbarskatzen, ein paar Eichhörnchen und sogar die Igel machen mit vollem Einsatz mit.

Und am meisten freut sich Paula, als sie und Herrchen Andi bei der Gassirunde am Wochenende das Nachbarsehepaar treffen. Er geht noch langsam und mit Stöcken, aber er zwinkert Paula fröhlich zu.

Sonntagsfreude: Winterende?

Ich muss gestehen, dass ich ambivalent bin: einerseits hatte ich längst noch nicht genug vom Winter. Der dürfte für mich gern noch ein paar Wochen länger dauern. Klirrend kalt mit Sonne mag ich zu gern. Andererseits war das jetzt schon auch schön – draußen unterwegs mit leichter Jacke, Sonne bis zum Abend …

Ja mei – es geht nur entweder oder. Ich nehme das Wetter, wie es kommt 😉

Was mich beschäftigt und was ich meinen Patenkindern gerne erzählen würde

%d Bloggern gefällt das: