Episoden aus (m)einem Autofahrerleben (12)

Kürzlich wollten die bezaubernde Nichte und ich „schnell“ was aus dem Baumarkt holen. Und wurden beim Einfahren auf die Autobahn bis zum Stillstand ausgebremst. Der Skodafahrer im besten Alter hat sein Tempo verringert – so, dass ich tatsächlich auf dem Zubringer stehen bleiben musste, alle hinter ihm ebenfalls scharf abbremsen mussten. Und er von allen Seiten angehupt wurde … er wollte rücksichtsvoll sein, hat sich auf der zweispurigen Autobahn aber absolut falsch und vor allem alle anderen gefährdend verhalten. Da hat ihn die Nichte dann beim späteren Überholen aber wirklich böse angeschaut … 

Gestern das Ganze anders: beim Auffahren auf die zweispurige Autobahn mit Baustellenverengung bleibt die Passatfahrerin im besten Alter ohne Veranlassung stehen, die fünf folgenden Wagen, also auch ich, müssen auch. Stehenbleiben. Aus dem Stillstand ist Einfahren gefährlich, auch wir haben Hupen als Reaktion bekommen. Und ich habe immer noch nicht verstanden, auf welche Zeichen sie reagiert hat. War nämlich grad alles frei … dann nicht mehr. Beim Überholen hab ich sie kurz gemustert – wahrscheinlich wollte sie schlicht nicht Autobahn fahren? Gut, da gäbs alternative Wege …?

Nein, beim Autofahren ist keiner allein. Und an manchen Tagen ist es besonders schwer, umfassend für jeden anderen Verkehrsteilnehmer mitzudenken, alle einzelnen Reaktionen vorausschauend zu fahren. Und dabei ruhig und konzentriert bleiben, die Balance behalten. Tief durchatmen. Und weiter geht’s.

Was mich beschäftigt und was ich meinen Patenkindern gerne erzählen würde

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