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Sonntagsfreude: Feste feiern

Meine Freundin hatte zum runden Geburtstag eingeladen und ankündigt, ein großes Fest mit vielen Menschen zu machen. Ich muss gestehen, dass ich vorsichtig mit meiner Erwartung war. Man kennt das ja, große Kreise bedeuten auch manchmal wenig Berührungspunkte untereinander…

Große Freude hatte ich im Vorfeld beim Geschenk, denn ich hab ihr unsere musikalische Vergangenheit, die noch auf alten VHS-Kassetten existiert, aber nicht mehr abspielbereit ist, digitalisieren lassen. Weiß also, dass wir schon bald einen zweisamen DVD-Abend mit viel Glückseligkeit und Schwelgen in Erinnerungen vor uns haben. Und hab ihre Vorfreude durch ein paar Vorab-Bilder angestachelt.

Dann wurde der gestrige Abend ganz unkompliziert ein Abend randvoll mit Musik. Wer aus einer Musikerfamilie stammt und sein Leben lang in Chören und Gruppen aktiv ist bekommt zum Geburtstag Programm, ihr Bruder hat mit 4 Musikerkollegen ein Rahmenprogramm zum Tanzen geboten, ihre Chorkollegen haben ihr ein Medley mit eigens gedichteten Passagen und Choreographie gewidmet – kurz vor Mitternacht bekam sie eine eigens für sie angefertigte und aus Südtirol geholte Teufelsgeige, mit der sie in ihr neues Lebensjahrzehnt feierte und tanzte. 

Ich durfte den Abend fotografisch festhalten und weiß, wie viel herzliche, lachende Augenblicke es waren (die erste Speicherkarte war nach einer Stunde voll…). Und hab mich so sehr mit ihr gefreut. Auch wenn es zu viele Memschen waren und sie sicher nicht mit jedem ihrer Gäste sprechen konnte, sie war der strahlende Mittelpunkt. Genau so soll es sein, und ob es jetzt jedem Gast gefallen hat, so alles und insgesamt? Egal, es war ihr Fest, so wie sie es sich gewünscht hat … und wie sehr die Feier durch ihre Familie getragen wurde, von den Vorbereitungen bis zum Tische abwischen zum Schluss. Ja, ich erkenne da ganz viel meine eigene Familie und wie wir miteinander leben, uns unterstützen, zusammenhelfen. Ich mag das – und bin heute trotz viel zu wenig Schlaf lächelnd aufgewacht, weil mir so viel schöne Momente in Bildern durch den Kopf gehen. 

„Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind.“ Leider hat Rita das schöne Projekt Sonntagsfreude eingestellt, ich teile meine persönliche weiter mit euch, denn mir geht es um den ursprünglich von Maria ins Leben gerufenen Gedanken – sich liebevoll an die vergangene Woche erinnern, nicht immer gleich zur Tagesordnung übergehen, sondern die kleinen Glücksmomente einfangen, um sich auch später daran zu erinnern.

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Der 5. Monat

Unfassbar, aber wahr: Nichte 2.0 ist bereits beinahe ein halbes Jahr.

  • Das jüngste Familienmitglied hat die erste Fortbildung absolviert. Ja wirklich, mit Mama und Oma besuchte sie ein altes Kloster, während die Mama stundenweise mit anderen Erwachsenen zusammensaß durfte sie sich von der Oma bespaßen lassen, sie hat es sehr genossen und viel gelacht.
  • Auch in diesem Monat wurde sie viel getragen und schläft am besten auf dem Arm ein, allerdings nicht, wenn der Opa seinen Mittagsschlaf mit ihr auf dem Bauch hält – wär ja auch noch schöner, da kann man ihm gar nicht beim Schnorcheln zuschauen …
  • Toll ist es, auf der großen Spieldecke unterm Mobile zu liegen und dabei zu quatschen und strampeln
  • Auf der gleichen Decke hat auch die große Schwester noch gut Platz, und die soll gefälligst stundenlang kuscheln, schmusen, vorlesen und vorsingen – und von vorn
  • Es gab zum ersten Mal Kürbis, schmeckt, nur die Verdauung hinkt noch ein bisserl hinterher – bedeutet: der Bauch zwickt und dann muss man arg weinen
  • Am Tisch hat die bezaubernde Nichte die Seiten gewechselt und sitzt jetzt als die Große auf der Bank
  • Nichte 2.0 beobachtet das Familienessen aktuell sehr genau von ihrer Wippe in der Ecke aus, neidvoll verfolgt sie jeden Bissen, der in den anderen Mündern verschwindet – vermutlich dauert es nicht mehr lang, bis sie ihren Platz am Kinderstuhl an der Stirnseite einnimmt
  • Beim ersten Mädelswochenende war sie schon dabei, und zeitweise auch „quietschig“ gut gelaunt – wie schon ihre große Schwester liebt sie eine quietschende Giraffendame aus Frankreich
  • Alle Großeltern kommen grad im Wochenrhythmus, den Luxus genießen beide Nichten doch sehr
  • So insgesamt ist das Familienleben anders geworden, aber mit Ausnahmen haben sich doch alle vier ans zu viert sein gewöhnt und sind im Miteinander angekommen
  • Zum Glück verläuft die Gewichtszunahme kontinuierlich (trotz viel wieder Ausspucken) – aber nicht rasant, denn der Papa hat neuerdings einen Leistenbruch, und das wär schön doof, wenn die kleine Dame jetzt für ihn zu schwer zum Rumtragen wär …