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Musik am Mittwoch: Cover me in sunshine

Dafür brauchts keine Worte: Sehnsucht nach Sonnentagen mit den Nichten, auf der Picknickdecke unter den Obstbäumen voller Blüten abhängen. Hoffen wir, dass es so himmlisch schön wie im letzten Jahr wird, Draußenzeit, Sonnenschein, Schaukeln – und niemals kann es uns langweilig werden 😉

Zur Sicherheit

Freitag Abend haben wir einen Anruf bekommen, der Papa und die beiden großen Nichten hatten eben die kleine Schwester samt Mama im Krankenhaus abgeladen. Das jüngste Familienmitglied hatte nämlich beim Abendessen plötzlich aus dem Mund geblutet. So genau war nichts zu sehen, was ursächlich hätte sein können. Geweint hat sie auch erst, als alle hektisch in ihren Mund schauen wollten. Da aber immer mehr Blut kam …

Und da war die Aufregung ganz schön groß. Etwas später dann aber vor allem die Erleichterung, denn im Krankenhaus haben sie die kleine Patientin zum Glück nur angeschaut und konnten Entwarnung geben. Sie hat sich mit den ja noch recht neuen Zähnen richtig doll gebissen. Erklärt hat uns das Nichte 2.0, unterstützt von 1.0. Und dann hättet ihr mal das Aufatmen durchs Telefon hören sollen. So richtig tief aus dem Herzen kam das …
So ist das nämlich bei Geschwistern, die gehen einem mächtig auf den Keks. Aber wehe, da wär was, nein, das geht gar gar gar nicht ❤️

Die bezaubernde Nichte hatte übrigens vorgeschlagen, diese Episode als Paula-Geschichte zu verpacken. Aber das ging jetzt bei mir nicht, wir können Paula ja nicht immer alle Sorgen und Nöte lösen lassen.

Paula und der kranke Nachbar

Heute ist Paula nachdenklich. Auf der morgendlichen Gassirunde mit ihrem Herrchen Andi haben sie eine Nachbarin getroffen. Die war sehr traurig und hat Andi erzählt, dass ihr Mann jetzt Wochen im Krankenhaus war, weil er krank war. Zweimal sei er operiert worden. Jetzt sei er schon wieder eine ganze Woche daheim. Aber so schwach und immer müde. Und Appetit habe er auch nicht.

„Am schlimmsten ist aber, dass ihn keiner besuchen darf. Denn dadurch, dass er so schlapp ist, ist er jetzt auch noch Risikopatient für das Virus,“ hat sie Andi und Paula erklärt. Ja, das kann Paula verstehen. Das mit dem sich gegenseitig nicht besuchen können, das macht ja grad alle unglücklich. Ihr Herrchen Andi und Frauchen Karin bekommen kaum Besuch, die Nachbarsmädels sind immer allein zu Hause …

Doch über das Nachdenken hat Paula eine Idee. Schließlich sind die Nachbarsmädels für sie ja auch gerade sowas wie der Ersatz für die Enkelkinder von Andi und Karin, die gerade nicht oft da sein können. Da war doch das kleine Loch im Gartenzaun hinüber zu Nachbars Garten. Mit viel Mühe zwängt sie sich hindurch und pirscht sich an die Nachbarsterrasse heran. Tatsächlich, da sitzt der kranke Nachbar im Ohrensessel und blickt traurig hinaus.

Paula läuft schwanzwedelnd auf die Terrasse. Als er sie sieht, blickt er erst erstaunt, dann lächelt er. „Oh wie schön, ich hab Besuch. Das ist aber lieb von dir, ich freu mich, Paula.“ Und Paula zeigt, was sie kann, sie läuft hin und her, hüpft, rollt, macht alle Kunststückchen, für die sie normalerweise ein Leckerli bekommt. Und sie wird lange nicht müde. Mit einem Nasenstupser an die Glastür der Terrasse verabschiedet sie sich schließlich fix und fertig – und verspricht kläffend, recht oft wiederzukommen.

Auf dem Rückweg ruft sie den paar Vögeln, die sie trifft, zu: „Bitte, besucht den Nachbarsgarten, da sitzt ein kranker Mann, der keinen Menschenbesuch empfangen darf und ihm ist schrecklich langweilig. Wenn er uns sieht, dann kommt die Freude in sein Leben zurück …“ Gesagt, getan. In den kommenden Tagen ist vor dem großen Terrassenfenster beim Nachbarn immer etwas zu sehen, auch die Nachbarskatzen, ein paar Eichhörnchen und sogar die Igel machen mit vollem Einsatz mit.

Und am meisten freut sich Paula, als sie und Herrchen Andi bei der Gassirunde am Wochenende das Nachbarsehepaar treffen. Er geht noch langsam und mit Stöcken, aber er zwinkert Paula fröhlich zu.

Sonntagsfreude: MIteinander lachen

Was mir aus den letzten Tagen besonders in Erinnerung bleiben wird ist hoffentlich, wie oft wir in der Familie gemeinsam herzlich lachen mussten – wenn mein Bruder die Serviette besonders kunstvoll faltet und sie dann in ein Glas steckt – in dem mindestens noch ein Zentimeter Wasser war … wenn mein kleiner Bruder mit meinem Geschenk jongliert und den Inhalt durchs ganze Zimmer verteilt, weil kein Deckel drauf war … wenn ich im Übereifer Namen verwechsle und so meinen Bruder zur Tante und meine Schwägerin zum Onkel mache … wenn es statt den erwarteten Spätzle Knödel gibt … Schön ist, wenn die Bäuche vom Lachen weh tun, statt vom zu viel Essen 😉

Es war eine schöne Familienzeit. Eigentlich nicht viel anders als sonst. Aber mit viel mehr Zeit im Freien. Und was sind wir froh, dass das große Elternhaus viele Möglichkeiten für Abstand bietet, das entzerrt auch das zu nah Zusammensein beim Essen.

Schade ist, dass das Freunde treffen komplett ausgefallen ist … aber ich versuche, konsequent zu sein. Mit viel Hoffnung !!!