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Das mit dem Anschreiben

2013 ist nicht sooo lang her, da meinte ein Bewerbercoach, man solle das Anschreiben kurz und knackig halten, sehr viel mehr als „ich bewerbe mich als…“ habe da gar nicht zu stehen. Davor war ich immer noch bestrebt, mit einem inhaltlich überzeugenden Anschreiben zu punkten …

Ich hab mich mit mir auf den Mittelweg geeinigt, und das scheint zumindest nicht zu 100 Prozent verkehrt zu sein. Schließlich hab ich einen ganz guten Schnitt, was Einladungen zu Gesprächen angeht.

Da kann aber immer noch viel schief laufen. Meine aktuellen Top3:

  • Mein Lebenslauf passt null zum Bewerberprofil (aus der Ausschreibung hatte das noch ganz anders geklungen).
  • Mein Gehaltswunsch wird komplett ignoriert und so unterboten, dass mir echt die Worte fehlen.
  • Die mir gestellten Fragen sind so weit weg von jeglicher Realität im Joballtag, dass ich sogar mit der mir durchaus zur Verfügung stehenden Kreativität nicht konkret und zielführend antworten kann.

Andersherum bewerbe ich mich ab sofort – versprochen! – nur noch, wenn ich mich mit Reinfühlen und Eindenken wirklich für die Themengebiete begeistern kann, ich hab kapiert, dass nicht jede Thematik „meine“ werden kann 😉

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Wiesn-Zelt-Runde


Wenn man durch die Wiesngrippe an einer weiteren Runde über die Theresienwiese gehindert wird, kann man zumindest in Bildern virtuell übers größte Volksfest der Welt spazieren. Was gab es schon für schöne Werbeplakate – zu sehen in der Ausstellung im Museumszelt auf der Oidn Wiesn.

Und dann wären da die unzähligen Zeltdachhimmel der Wiesn:


Rot-Orange-Grün im Marstall


Gelb und weiß-blaue Rauten in der Fischervroni


Weiß-grün und längs im Armbrustschützen-Zelt


Die Ochsenbraterei ist blau-weiß mit grünen Zwischentönen


Beim Hofbräu ist es vorwiegend weiß mit Mustern in Pastellfarben


Grün dominiert im Augustiner.


Das Hackerzelt nennt sich nicht umsonst „Himmel der Bayern“, am blauen Himmelszelt schweben weiße Wolken und goldene Sterne.


Die Bräurosl setzt auf gelb und auf der weißen Zwischenfahne Akzente durch Hopfen und Getreide.


Über dem Schottenhammel ist es weiß, an den Kränzen weiß-blaue und weiß-rote Schleifen.


Gelb und längs verlaufen die Bahnen im Löwenbräu.


Und auch im Winzerer Fähndl leuchtet der Himmel durch gelbe Stoffbahnen.


Gelb-grün-Orange die Schützenfesthalle.


Mit vielen „natürlichen“ Farbkomponenten ist die Erntekrone auf der Oidn Wiesn geschmückt.


Das Festzelt Tradition setzt auf weiß, dazu grüne Girlanden und unzählige Lichterketten.


Und da haben wir auch mal wieder gelernt, dass die Brauereien das Oktoberfestbier nicht nur zum Anstich in Fässern anliefern und sonst aus der praktischen Zapfanlage einschenken. Werden zwar nicht von den schönen Brauereipferdegespannen auf die Wiesn gebracht, aber ansonsten ist das doch sehr traditionell.


Beim Herzkasperl strahlen die Lichterketten unter einem weiß-blauen Zeltdach.


Ebenso im Museumszelt.


Und der Schönheitskönigin wurde ein sattgrünes Dach aufgesetzt.


Zum Abschluss der Runde noch ein Abendblick durchs große Panoramafenstern in den übermütig feiernden Herzkasperl …


… und ein paar Lichterkette, blau-weiß ☺️

Wir sind hoffentlich viel viel mehr

Ich habe in den letzten Tagen unter dem Hashtag #wirsindmehr sehr viele Gedanken gelesen, da wäre die Band Feine Sahne Fischfilet, die Journalistin Sophie Sumburane, die Bloggerin Anna Schmidt, und vereinzelt beginnen sogar Politiker, eindeutig Stellung gegen rechts zu beziehen. Meine Gedanken hätte ich nicht besser zu Papier bringen können als der Text „Die zweite Chance“ — den ihr hier nachlesen könnt: omadieschreibtante.wordpress.com/2018/09/02/die-zweite-chance/

Schweigend zusehen, das ist schon mal gründlich schiefgegangen. Es schützt nicht und hilft niemandem weiter. Ja, wir sind mehr. Leider auch viel zu viele, die Protestwahl als Ausrede für eine falsche Wahl verwenden … und ich hätte wirklich kotzen können bei den Bildern dieser arroganten rechten Rosenkavaliere, die sich tatsächlich ein Symbol der Weißen Rose anzustecken trauen …

#wirsindmehr – nicht nur heute in Chemnitz, sondern immer, überall.

Vergleich

Gestern Abend hab ich die Kälber auf der Weide dabei beobachtet, wie sie sowohl den neuen wie auch die bereits gewissenhaft und sorgfältig gestapelten Baumstämme genüsslich nutzen, um den gesamten Körper damit zu massieren. Das neue Baumstück und der Sauerkirschbaum sind am begehrtesten, da stehen sie sogar an …

Und warum auch immer, die Szene hat mich an die Massagedüsen in vielen Wohlfühlbädern und Thermen erinnert. Die massierenden Sprudel sind bei den Besuchern äußerst beliebt, manche Bäder lassen sogar einen Gong ertönen, der aktiv zum Wechsel auffordert. Und nicht nur einmal habe ich auch hier das Schlangestehen beobachtet. 😉