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Ausflugswoche

Auch wenn man noch so lang voraus plant, die Woche hat mal alle Pläne über den Haufen geworfen. Erst war die bezaubernde Nichte nach den Reiterferien bei der Papa-Oma, die ihr spontan eine ungeplante und verlockende Verlängerung angeboten hat. Doof, denn dadurch hätte uns Zeit gefehlt … dann kam kalter Regen, also wieder spontan alles anders. Gut, dass es Hallenbäder gibt, und Schwimmen geht ja immer. Warum haben aber Bitteschön in der Hochsaison sämtliche Dönerläden zu, ohne das auf ihrer Website oder bei Google anzugeben? Puh, der erste Ausflugstag endete mit einem „Passt schon, Coco …“ – schlimmer geht immer?

Der zweite Tag startete sonnig, wir haben Beeren und Kriacherl für die kranke, kleine Schwester gesammelt, ehe wir den frisch operierten Opa quasi in Watte verpackt ins Auto verfrachtet haben, um mit ihm auf einem sehr gerade verlaufenden Wanderweg zu laufen – und die dort angesiedelten Gelbbauchunken zu suchen. Keine, ich betone keine einzige weit und breit. Wenn man sich aber auch auf gar nix verlassen kann, zefix! Wenigstens der Schweinsbraten der Oma war mehr als gelungen, und man kann dem abwesenden Onkel sogar die ganze Knusperkruste wegfuttern, endlich: der erste glückselige Punktsieg.

Im kleinen Tierpark war es nett, vor allem, weil sooooo viele Ponies nur darauf gewartet haben, ihr aus der Hand zu fressen. Und die Ziegen auch, hach … danach chinesisches Essen und die Welt ist halbwegs in Ordnung. Dass die kleine Schwester richtig schlimm krank und der zweite – zumindest von ihr fest eingeplante – Schwimmbadausflug am nächsten Tag zu einem vielstündigen Krankenhausaufenthalt wurde? Laaaaangweilig. Nur für sie natürlich, wir Erwachsenen und die fiebernde Nichte 2.0 hatten voll viel Spaß …

Gestern waren wir zwei dann ein paar Stunden allein unterwegs – schwerstvermisst vom jüngsten Familienmitglied „Nini-Gigi-Glei!“ Und als Happy-End gabs sogar einen Döner für den Heimweg, Glückspilz-Tante (auch wenn der echt nach nichts geschmeckt hat, wenigstens dem Namen nach alle Programmpunkte erfüllt!)

Nichte 2.0 ist hoffentlich auf dem Weg der Besserung, zumindest tagsüber wieder ganz fit (und nachts kümmert sich ja die Mami, da stört es die bezaubernde Nichte nicht soooooo). Und: die Tante hat die Hasen mit ins Sommerferienlager bei den Großeltern genommen. Praktisch, da die bezaubernde Nichte ihre kleinen Lieblinge jetzt 3 Wochen gut versorgt weiß (ohne sich selbst kümmern zu müssen). Und wir sind heil angekommen und die zwei Sommerfrischler fühlen sich auf dem Bauernhof wieder mal pudelwohl – happy End.

Und noch ein typischer Schwesterkommentar: bevor ich mich auf den Heimweg gemacht habe, erlebten wir noch mal eine schwesterliche Zickenaktion (eine von vielen in den letzten Tagen, zum Glück war meist nur eine von zweien zickig). Auf das doppelte Gemotze meinte die Mutter der liebreizenden Nichten: „Und nach ein paar Tagen mit uns weiß die Coco wieder ganz genau, wieso sie keine Kinder hat …“ Ja, quasi. Familie heißt, dass man nie mehr allein ist, an guten wie an weniger guten Tagen.

Sonntagsfreude: Kindheitstraum

Heut hab ich mir einen Kindheitstraum erfüllt: einmal im Leben mit dem Holledauer Bockerl fahren. Wie anno dazumal. Zwar nicht mit der uralten Dampflok, aber mit einem Schienenbus, wie er in den 1960er Jahren durch die Holledau unterwegs war. Und keine Frage – das ist Kult. Und Punkt.

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Hummelparadies

Vor knapp 2 Jahren war ich stolzer Landschaftsarchitekt, knapp 5 Quadratmeter neuer Vorgarten, ein Rosenbeet mit etwas Lavendel sollte es sein. Heute muss man „sollte“ sagen, denn es ist ein Lavendeldschungel mit ein paar hervorlugenden Rosentrieben. Aber: die Hummeln, Bienen und Schmetterlinge lieben das Lavendelparadies. Am Wochenende hab ich in wenigen Minuten mehr als 100 Hummeln gezählt, hach 🐝

Wie ist das mit der Toleranz

Unfassbar, wie böse, abgrundtief böse, die Kommentare auf Menschen in der Anonymität des www sein können. In den letzten Wochen meide ich Nachrichten auf allen Kanälen, vor allem, um nicht über die hasstriefenden Reaktionen von Mitmenschen nachdenken zu müssen, die einer Person des öffentlichen Lebens aufgrund einer unkontrollierbaren körperliche Reaktion alles andere als mitmenschliche Wünsche schicken … Das beschäftigt mich besonders, da in diesen Tagen Pride Week in München ist und ein Zeichen für Toleranz und gegen Ausgrenzung setzt. Für mich ganzheitlich. Ich wünsche mir Frieden. Beginnt im Kleinen. Hat große Auswirkungen.

Passend dazu:

Und ich fürchte, sehr viele würden sich selbst ganz anders „einschätzen“, als ihre unfreiwilligen Mitleser 😡