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Vor dem Urlaub

Eine kleine Anekdote: wie immer vor einem Urlaub sind meine Tage sehr voll und sehr lang. Ich versuche, kaum Arbeit zu hinterlassen – wohl wissend, dass genug auf mich warten wird, wenn ich in zwei Wochen wiederkomme … Das bedeutet, dass ich Überstunden schiebe, viel zu lang in der Arbeit sitze. Und zu viel Kaffee trinke, weil ich mir einbilde, dass er mich wachhält. Irgendwann treffe ich an der Kaffeemaschine auf meine Chefin, und es entwickelt sich ungefähr der folgende Gesprächsverlauf:

„Du trinkst heute aber viel Kaffee …“

„Ja, würde fast Sinn machen, ihn intravenös zuzuführen …“

„Bist du sehr müde?“

„Na ja, viel zu tun und kurze Nächte ..“

„Ja gerade sind xyz Nächte, wer esoterisch oder besser spirituell empfänglich ist spürt das …“

„Ach, dann hat das schlechte Schlafen und die wilden Träume gar nichts mit dem Stress hier zu tun?“

„Nein, garnicht – das ist doch auch gar kein Stress, du hast ja jetzt Urlaub.“

… , die Welt kann ganz schön einfach sein, wenn man sie sich so zurechtlegt, wie es grad passt.

Und ich vermute mal, dass mein kleiner Albtraum, dass ich am Hochzeitstag des kleinen Bruders nicht in die Puschen komme, viel zu spät in der Kirche stehe und noch mal laufen muss, weil ich alle Noten vergessen habe, möglicherweise auch nur mit dieser esoterischen Strömung zu tun hat und gar nicht die übliche Grundnervosität vor einem für mich großen und wichtigen Ereignis spiegelt?

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Der dritte Monat

  • Nichte 2.0 hat weiterhin oft Blähungen, die Kindsmutter oder andere Familienmitglieder müssen sie deshalb permanent auf dem Arm halten, da geht’s scheinbar besser mit dem Verdauen 😉
  • An die viel zu dünnen Beinchen sind ordentlich Speckröllchen rangewachsen, das 5. Kilo ist „in Arbeit“.
  • Sonst läuft es gut, alles hat sich auch hinsichtlich der blähungsbedingten Weinphasen eingespielt, sie hat zwischenzeitlich ein tolles Mobile mit Spieluhr, mit dem sie sich bewegt, viel Spaß hat, lächelt (und quatscht).
  • Zudem ist sie, wie in der Familue üblich, schon weitgereist: erst zur Hochzeit von Onkel Holger auf mehr als 2000 Meter in den österreichischen Alpen, in den sicheren Armen der Mama in einem njjjjia-nicht-ganz-neuen Sessellift … 
  • Aktuell macht die ganze Familie Urlaub am Wasser, dieses Mal kein Hausboot, sondern Ferienhaus an der Havel, die Urlaubspost kommt aus Berlin und Weimar – in der WhatsApp-Familiengruppe gibt’s täglich Baby-Bilder, was Onkel und Tanten veranlasst, uns langsam Sorgen um die bezaubernde Nichte zu machen. Gut, dass der Schwager wenigstens ein Video von einer Bootstour auf der Havel mit der Großen geschickt hat 😉
  • Der Schwager hat schließlich Elternzeit, damit alle 4 Zeit zusammen verbringen können und es sind ja noch eineinhalb Wochen große Ferien.
  • Demnächst dann die Hochzeit vom echten Onkel, da darf Nichte 2.0 ganz entspannt einfach nur Gast sein, während die große Schwester einen Job als Trägerin des Trauringkissens oder Blumenmädchen oder oder oder hat. Und sie ist schon sehr ungeduldig, so ungeduldig, dass sie unbedingt exklusiv und vorab die Hochzeitszeitung lesen darf …
  • Ich hab mir – ebenfalls für Hochzeitsvorbereitungen – 3 Packungen neue Stifte gekauft, die ich auf „meinem“ Arbeitstisch liegenlassen habe. Als die Schwesterfamilie die Hasen in den Urlaub auf den elterlichen Hof gebracht hat, wurden die Stifte benutzt, vollkommen erlaubt. Nur dummerweise wurde dabei die Farbe Lila „weggezaubert“ … die fehlt wirklich sehr.
  • Ich habe schöne Bilder aus dem Urlaub bekommen, quasi virtuelle Urlaubspost, „geborgte Erinnerungen.“ Von der Havel.

  • Auch der Urlaub von Monsieur und Mademoiselle scheint großen Spaß zu machen, sie sind zum zweiten Mal in Cornwall, ebenfalls „geborgte Erinnerungen“.