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Sommertage

Sommer in der Stadt – Werksviertel München

Sommer in der Stadt ist ganz anders als Sommer auf dem Land – also zumindest für mich. In der Stadt bedeutet Sommer, dass man gefühlt nie allein ist. Von früh bis spät sind die Menschen in der Stadt unterwegs – schon sehr früh Jogger und Sportler, später bevölkern unzählige Fahrrad- und Vespa-Fahrer die Straßen der Stadt. jeder lechzt nach draußen sein, die einen knallen sich in die Sonne, aber auch auf den Schattenplätzen sitzt man dicht an dicht – und zwar bis in die kühleren Abend- und Nachtstunden.

In diesem Jahr merke ich noch mehr als sonst, dass mir diese Wochen draußen auf dem Land lieber sind. Da bin ich „alleiner“. Und kann das Sommergefühl genießen, ohne mich ständig in meinen „Sicherheitsabstand“ bringen zu müssen …

Deshalb nutze ich Tage wie diese. Es ist etwas kühler mit Regenschauern. Da bleibt der städtische Sommerfrischler lieber drin. Und ich kann sogar mal durch den „Sommer in der Stadt“ schlendern …

Musik am Mittwoch: Beethoven’s Breakdown

Von meiner musikalischen Einstimmung aufs neue Jahr hab ich schon berichtet, heute ein kleiner Nachklang. Beethoven’s Mondscheinsonate. Aufgenommen beim wohl legendären Konzert in der Münchner Philharmonie – gibt die Stimmung gut wieder. Auch wenn wir als Zuhörer im Freisinger Lindenkeller noch viel näher dran waren. Und irgendwann möcht ich gern im Bandwohnzimmer Harry Klein erleben, was die Resident Bigband mit einem Technoclub macht

Zwischen den Jahren

Meine Familie ist ja bekannt dafür, dass es bei uns eher nie langweilig wird, deshalb haben mein kleiner Bruder und seine Frau ihren Umzug auf die ruhige Zeit zwischen den Jahren gelegt. Sie ziehen von der Stadt zurück aufs Land. Das eingespielte geschwisterliche Umzugsteam wurde zeitweise durch ein befreundetstes Paar und weiteren Familienzuwachs ausgebaut. Weil, auch wenn die Wohnung nicht riesengroß ist und im Vorfeld viiiel ausgemistet wurde … ihr kennt das Thema 😉

Zur Stadtwohnung im wunderschönen Stadtteil Giesing geht es einige Stockwerke hoch, Altbau, niedrige, knarzende Treppenstufen. Die sind wir in den letzten beiden Tagen unzählige Male mit mehr oder weniger Ballast runter und wieder rauf. Und von vorn. Die halbe Wohnung haben wir gestern bereits zu viert umgezogen, den Rest heute zeitweise zu acht. Witzig war, dass der Cousin, der auch zum schwer mit anpacken eingeplant war, genau in dem Moment in den Hof reinfuhr, als wir gerade alles in der neuen Wohnung (Übergangslösung für die Bauzeit des eigenen Heims) oben hatten …

Gestern war Nieselregen und bäh, heute hatten wir es zwar kalt, aber sogar sonnig. Mit sehr besonderen Lichtspielen. Die Fahrt raus aufs Land war ziemlich toll, begleitet von Turmfalken, Reihern und sogar einem Bussard, der mich, seelenruhig auf einem Ortsschild sitzend, gemustert hat. Und solche Momente entschädigen mich bekanntermaßen für die jetzt schmerzenden Wadl. Meine anscheinend festsitzende Halsentzündung hab ich dazu ganz gut im Griff, Thymian und Salbei gurgeln, inhalieren und dazu Unmassen von Tee – jetzt wieder eine Mütze voll Schlaf.

Und morgen? Morgen hab ich frei. Frei. Bin sehr neugierig, ob mir morgen langweilig wird …?

Unterschiedliche Intention

Gestern hatte ich ein „interessantes“ Gespräch mit einer Kollegin. Auf die Frage, was „wir“ am Wochenende vorhaben, meine sie „Nicht viel, wir sind auf dem Christkindlmarkt in Sendling verabredet.“ Meiner begeisterten Ausführung, dass sie da ja wunderbar einmal über alle Christkindlmarktplätze in der Altstadt bis zum Chinesischen Turm und Schwabing laufen können, lauschte sie mit immer mehr Irritation. „Nein, wir treffen uns am Stand und trinken Glühwein.“ „Und dann?“ „Trinken wir Glühwein.“ …

Ich ja bekanntermaßen nicht. Für mich bedeutet „auf den Christkindlmarkt gehen“, rumgehen, schauen, was essen, weitergehen, weiterschauen, gerne mehr als ein Markt. Grad in der Innenstadt kann man wunderbar alle Märkte erlaufen und bestaunen … ja, so unterschiedlich sind die Intentionen 😉