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„LIve-Schaltung“

Auch wenn wir uns alle nicht regelmäßig sehen können lässt meine Schwester die Familie in Bildern und per Video am Wachsen der Nichten zuschauen. So waren wir fast live dabei, als Nichte 3.0 „endlich“ zum ersten Mal selbst Brotwürfel gegessen hat. Nachdem sie seit Wochen jedem Haps, der im Mund der großen Schwestern verschwindet, sehnsüchtigst hinterher schielt. Obs geschmeckt hat? Ich vermute: sowwieso 🙂

Und Nichte 2.0 hat mir schon wieder zum Geburtstag gratuliert – ich bin eine doppelt glückliche Tante, denn sie würde mir am liebsten täglich gratulieren. Ich werde aber nicht täglich ein Jahr älter. Hach.

Frühstarterin

Ich bin nicht sicher, wann die beiden großen Nichten begonnen haben, mit mir zu telefonieren? Auf alle Fälle möchte ich hier festhalten, dass ich die Tage zum ersten Mal mit Nichte 3.0 (knapp 9 Monate) telefoniert habe. Indem sie mit lautem „Knurren“ und „Murren“ erst das Gespräch mit meiner Schwester, ihrer Frau Mama, unterbrochen hat. Dann beherzt zugegriffen und mit dem Telefon davon gerobbt ist. Ich bilde mir auch ein, dass sie auf meine Fragen mit Gurgeln und Murmeln geantwortet hat …

Eine echte Frühstarterin, wie ich finde? 😉

10 Jahre – da steckt so so so viel drin

Manchmal kann ich nicht glauben, dass es wirklich schon 10 Jahre sind, die wir zwei uns kennen dürfen. Dann wieder hab ich Millionen von Erinnerungen und denke: echt? So viel gemeinsam erlebt? In nur 10 Jahren? Wow. Die ersten sechseinhalb Jahre war ich „nur deine“ Tante, ganz exklusiv. Mittlerweile teilst du mich. Manchmal ganz gern, manchmal weniger. Das, was nur wir zwei miteinander erlebt haben und immer mal wieder „nur uns“ passiert, das kann uns keiner nehmen. Wir sind und bleiben ein Chaos-Team. Schön ist es, was wir haben. Deine Schwestern bereichern uns – nicht immer, aber immer öfter 😉

Jetzt bist du 10 geworden. Ein Meilenstein. Das Jahrzehnt mit dem Wachsen und in Siebenmeilenstiefeln groß werden liegt hinter dir. Was hast du alles gelernt, wie toll hast du dich entwickelt. Du bist noch so viel Kind, zur Hälfte aber bestimmt auch Teenager. Trotzphase und Pubertier sind schon sehr ausgeprägt, aber unwahrscheinlich oft darf ich dich vor allem so reif erleben. Und das macht mich glücklich.

Meine große bezaubernde Nichte, ich mag, dass du ganz oft ganz verkuschelt und Kind bist. Dass du dein Kuscheltiere zwar mit deiner kleinen Schwester teilst, es aber doch meistens bei dir im Bett liegt. Manchmal bist du ein richtiger Kindskopf – an wen mich das nur erinnert? Aber ich erkenne schon sehr viel von deinem möglichen erwachsenen Ich. Das sich das Kind erhalten darf und soll. Und darauf freu ich mich. Ja, ich freu mich, deine nächsten spannenden Jahre zu begleiten. Hoffe, dass ich weiterhin ein Stück weit mit dir Kind bleiben, öfter mal ein bisschen Teenager sein und auch in den erwachsenen Momenten begleitend dabei sein darf.

Es ist dein erster Geburtstag, den wir nicht zusammen verbringen. Um euch rum ist ein zu hohes Virusgeschehen. Auch wenn ihr gesund seid ist es mir durch die geltenden Bestimmungen nicht erlaubt, euch einfach nur zu besuchen … mir fällt das am schwersten. Aber ich kann nicht immer auf all diejenigen sauer sein, die sich an nichts halten und damit Infektionszahlen erhöhen. Um dann selbst gegen die geltenden Vorschriften zu agieren. Wir haben das besprochen, ich finde es trotzdem nicht schön. Aber ich hoffe auf Weihnachten. Und wir haben ein virtuelles Geburtstags-Treffen. Mal sehen, was wir da alles anstellen …?

Alles Liebe und eine riesengroße Geburtstags-Umarmung für dich, du große 10jährige, die doch grad noch als kleiner Stöpsel an meiner Tanten-Hand gelaufen ist – die Rolle dürfen jetzt die kleinen Schwestern übernehmen, die auch viel zu schnell sooooo groß werden ❤️

Erinnerungen festhalten

Diese Zeit bringt auch ein kleines bisschen mit sich, dass gemeinsame Erlebnisse innerhalb gefühlt ganz ganz ganz kurzer Zeit angesammelt werden müssen? So war zumindest mein Eindruck am Tanten-Nichten-Wochenende. Ganz viel Zeit im Freien – was sich bei dem schönen Wetter aber auch so was von angeboten hat.

Die Kids-Wunschliste war nach den vielen Wochen des Nicht-Sehens ellenlang: Demnach mussten Kürbisse und Kastanien für die herbstliche Deko vorbereitet, alle Tiere auf dem und um den Bauernhof herum besucht, die kleine Kapelle mit der Quelle aufgesucht, mit dem Leiterwagerl gefahren, Blumen für die Oma gepflückt, alle Lieblingsgerichte verzehrt, mit dem Opa Stroh für die Hasen verpackt, der Katze Unmengen an Leckerli und Futter gegeben, Chips beim Mädelsabend mit DVD verspeist und ausgiebigst gefrühstückt werden. Und und und …

Nicht geschafft haben wir tatsächlich den Besuch auf dem Heu- bzw. Strohboden. Aber das war auch gar nicht schlimm. Viel besser war, dass Nichte 2.0 als Premiere mit der Taaaante und ihrer großen Schwester eingeschlafen ist. Hurra. War zwar noch nicht die ganze Nacht ohne die Mama, aber immerhin knappe 3 Stunden. Hurra. Dank Zeitumstellung war das Endlich-Wiedersehen eh schon sehr sehr sehr früh 😉

Die bezaubernde Nichte? Fand die Zeit ganz ok. Nichte 3.0? Ist eh tiefenentspannt und gechillt. Außer wenn eine ihrer Schwestern schrille Töne von sich gibt. Wobei: manchmal erst recht dann, wenn das vertraute Geschrei der beiden Großen ertönt …