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Nichten-Tanten-Logik

Bei der großen Gartenverschönerungsaktion rund ums neue Haus haben wir Großen für den Geschmack der bezaubernden Nichte viel zu viel vom liebgewordenen Wildwuchs entfernt, vor allem von ihrem Geheimgang … als wir uns kürzlich auf den Weg zum Mirabellenbaum machten, meinte ich zu ihr, dass wir da noch einiges rausschneiden sollten, denn wenn sie in Zukunft Besuch von Freunden bekommt und die hinter ihr durch den Garten rennen, wäre ja schon toll, wenn denen nicht die Zweige und Äste um die Ohren klatschen. Oder?

„Quatsch Coco, die sind ja nicht so groß wie du …“ – Thema erledigt. Njjjjja, nicht ganz. Weil sie ja vorausgeht und die Zweige wegschiebt, damit schnalzen die auf die kleineren Menschen wahrscheinlich eher noch mehr drauf. Oder so.

Meine wahrhaft schlaue Antwort lautete aber „Du weißt doch noch gar nicht, wie groß deine zukünftigen Freunde sind.“ Ja, Logik können wir zwei.

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Langeweile? Ha!

Nicht, dass irgendjemand denken würde, ich würde jemals schaffen, mich in meiner Auszeit mal einfach nur von Herzen zu langweilen …

Dafür sorgt einerseits meine Familie, schließlich wollen arbeitslose Schwestern-Tanten-Schwägerinnen doch sinnvoll beschäftigt werden? Also hab ich mittlerweile gerne und mit großer Begeisterung meinen zweiten großen Baustelleneinsatz hinter mir, der Muskelkater hält schön vor 🙂 Und ganz ehrlich: wenns mir keinen Spaß machen würde, würd ich es nicht anbieten …

Statt Erholung hab ich mich heute aber einem leidigen Thema gewidmet. Denn nach Monaten hab ich immer noch kein Arbeitszeugnis. Ist wohl von einem ehemaligen Mitarbeiter, der ohnehin schon Überstunden für mehrere Monate angesammelt hat, nicht zu viel verlangt, sich sein Zeugnis selbst zu schreiben. Nachdem er bzw. sie ja sonst nix zu tun hat. Oder vielleicht doch eher, weil man als Chef gar nicht so ganz arg genau weiß, was der alles so gemacht, geleistet, geschafft hat? Sorry, aber manchmal muss so ein bisschen lästern schon sein – und einmal mehr freu ich mich auf den Tag, wenn das wirklich abgeschlossen hinter mir liegt. Ganz ehrlich. Und Punkt.

Spruch zum Wochenende: Das erste Lebensjahr

Vor einem Jahr war die Anspannung groß, die letzten Stunden, ehe Nichte 2.0 endlich „da“ war. Ich kann mich so gut erinnern, wie der kleine Neuling Teil unserer Familie wurde. Die letzten 12 Monate waren so intensiv, jeder Entwicklungsschritt dieses ersten Lebensjahres so unglaublich spannend. Liebe und Urvertrauen, das ist, was die Zeit vor allem geprägt hat. Und was unserem jüngsten Familienmitglied definitiv von allen Seiten, vor allem von ihrer großen Schwester und ihren Eltern, entgegengebracht wird. Es bleibt spannend, aber erst mal wird am Wochenende Geburtstag gefeiert, ich hoffe, das kleine Geburtstagskind freut sich genauso drauf wie wir „Großen“. Und wir sind alle so gespannt darauf, wie sich dieser kleine Mensch weiterentwickeln wird:
„Der Anfang der Entwicklung ist der wichtigste Teil, besonders wenn es sich um ein junges und zartes Geschöpf handelt; denn dies ist die Zeit, in der der Charakter geformt wird.“ (Platon)

Tantenpflichten

Die große Nichte macht in den Pfingstferien einen Reitkurs. Blöd nur, dass sie grad bezüglich Motzen und doofem Verhalten eine nennen wir es mal Attitüde hat, die ihre Eltern ihrer 7jährigen nicht durchgehen lassen. Und ihre Mama deshalb nicht wie vermutet nur gedroht hat, sondern sie tatsächlich konsequent nicht zum Reitkurs fährt.

Praktisch ist es dann aus Nichtenblickwinkel durchaus, wenn die Tante Zeitressourcen hat, über die sie zur Ferienzeit quasi frei verfügen kann. Also mit einer tatsächlich netten Bitte und vielen vielen Liebesschwüren. Mir gegenüber passt ihr Verhalten, insofern mach ich gern Fahrdienst. Und in dem üppigen Zeitfenster dazwischen unternehmen Nichte 2.0 und wir zwei erwachseneren Mädels was miteinander. Tolles Ferienprogramm für klein und groß. Und das bei tollem Sommerwetter, Herz, was willst du mehr?