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Ferienlangeweile

Im Radio habe ich einem Moderator gelauscht, der meinte, seinen Kindern sei es in den Ferien so sterbenslangweilig, dass er und seine Frau nun wirklich im Stress seien, um sie zu bespaßen … warum eigentlich? Ich kann mich nicht erinnern, dass Langeweile jemals geschadet hätte? Es hat entweder dafür gesorgt, dass ich mir etwas überlegen musste – oder ich hab irgendwann begonnen, die Langeweile zu genießen. Mich im Nichtstun gesuhlt … und das ist übrigens genau der Zustand, nach dem ich mich hin und wieder sehne. Ich kann mich schlicht gerade nicht daran erinnern, wann ich mich zum letzten Mal so richtig gelangweilt habe.

Übrigens sind auch die Profis von der Elterncouch der Meinung, dass Langeweile für Kids alles andere als schädlich ist – und ob es den Eltern gut tut, ihrem Nachwuchs immer Programm zu bieten sei in Frage gestellt?

Die Patenkinder sind ab heute alle unterwegs im Urlaub, und auf Reisen nach Cornwall und an die Havel kann es ja zum Glück gar nicht wirklich langweilig werden, weil man ja sogar beim Dummschauen was anderes sieht, als Zuhause 😉

Tante sein

Ein paar Gedanken oder Beobachtungen haben mich die letzten Wochen beschäftigt – lag einerseits daran, dass ich die bezaubernde Nichte so für meine Leidenschaft für die Laho begeistern konnte und so viel mit ihr unterwegs war. Lag andererseits daran, dass ich einmal mehr die beste Freundin mit ihren Neffen auf der Landshuter Hochzeit getroffen habe. Der Große und auch der Kleine haben sich Zeit für sie und für uns, Freunde und Familie, genommen.

Und da werden Erinnerungen wach: 2001 hat der große Neffe sein Debüt in der Kindergruppe gegeben. Und seine Tante so glücklich angestrahlt, als sie ihm applaudierte. 4 Jahre später und 2009 waren beide Jungs dabei – da hat das Tantenherz vor Freude doppelt geschlagen (und meins natürlich mit!). 2013 waren die zwei die beiden feschesten Standartenträger, an die ich mich jemals erinnern kann – 2017 war nur der Große dabei, der Herzensjunker … Und wer weiß, beim nächsten Mal als Tänzer oder gar Morisk? Ja, so ein bisserl träumen darf ich ja wohl 😉

Es ist so wunderbar, wie liebevoll die mittlerweile erwachsenen Jungs mit ihrer mittlerweile viel kleineren Tante umgehen. Sind tolle Jungs geworden, beide auf ihre ganz eigene spezielle Art. Da darf die Tante zu recht stolz sein, auch auf das innige Verhältnis, das sie zu beiden hat.

Und das inspiriert mich, lässt mich hoffen. Ich hab zwei wundervolle Nichten und zwei prächtige Patenkinder – manchmal haben wir engeren Kontakt, sehen uns viel. Dann wieder wenig. Und dennoch scheint es bislang, als ob es mit den 3 großen eine stabile Freundschaft ist. Für Nichte 2.0 setze ich das einfach mal als „so wird es auch bei uns laufen“ fest. Insofern hoffe ich sehr, dass auch mein Tantesein in den nächsten Jahrzehnten voll von Erinnerungen und Gegenwart ist. Und von zwei Seiten wertgeschätzt wird.

Rollentausch

Montag war ich zu Besuch bei den beiden Münchner Patenkindern. Die dann irgendwann ins Bett mussten – am nächsten Tag geht es früh raus, es ist Schule. Beim Gute-Nacht-Wünschen im Treppenhaus frage ich, ob sie sich auf den nächsten Tag und die Schule freuen. Niiiijjja.

Ich sage Mademoiselle, dass ich gerne mit ihr tauschen würde und noch mal in die erste Klasse gehen würde. So aus meinem heutigen Standpunkt. Sie würde auch gern tauschen, wobei „Nö, ich würd nicht in deine Arbeit gehen, weil: wenn man erwachsen ist, dann kann man ja tun und lassen, was man will. Also werd ich mal gar nicht arbeiten gehen, hihihi!“ …