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Umgelegt

Bei meiner Wochenendheimfahrt gestern hab ich die Schneisen des Sturms gesehen. Auch wenn schon fleißig aufgeräumt ist, der Blick fällt links und rechts der Straßen auf zahlreiche Sturmopfer. Während wir in München nur kräftig durchgeschüttelt worden sind hat es die umliegenden Landkreise durchaus empfindlich erwischt. In den Wäldern hat es unzählige Bäume geworfen, geköpft, entwurzelt … ich weiß, das passiert. Und ja, „niemand“ ist verletzt worden. Aber ein kleines bisschen bin ich traurig.

Vor allem, weil eines der Sturmopfer ein alter Freund ist. Eine Lärche, durchaus in die Jahre gekommen. Schließlich kenn ich den Baum seit frühester Kindheit. Er gehörte für mich „immer“ fest zum Weg zu den Großeltern. Von ferne konnte ich ihn sehen. Er war immer da. Noch letzten Sonntag bin ich beim Wochenendspaziergang vorbeigegangen, hab dem Gassifreund von ihm erzählt, sogar ein Bild gemacht. Da stand er noch an der Wegkreuzung – nur 24 Stunden später ist er verschwunden.

Sonntagsfreude: Flow

Heute statt vielen Worten ein Bild, das alles aussagt – ich bin im „Flow“. Hach.

Schönen Muttertag, genießt den Nachmittag, ob mit oder ohne Familie, wie es für euch passt. Grüße von meinem schattigen Sonnendeck 🌞

„Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind.“ Leider hat Rita das schöne Projekt Sonntagsfreude eingestellt, ich teile meine persönliche weiter mit euch, denn mir geht es um den ursprünglich von Maria ins Leben gerufenen Gedanken – sich liebevoll an die vergangene Woche erinnern, nicht immer gleich zur Tagesordnung übergehen, sondern die kleinen Glücksmomente einfangen, um sich auch später daran zu erinnern.“

Spruch zum Wochenende: Wald

„Der Kalender voller Termine, Hetzjagd von einer Verabredung zur anderen? Lebensmüde und eingeschlossen in einer engen Welt von Dingen, die übertrieben oder überflüssig sind? 
Geh in den Wald! Da ist es Frühling. Da warten die Bäume auf dich. Herrliche Bäume, die schweigend von der Stille zehren und von dem Saft, der bis in die letzten Zweigspitzen steigt. Da singen die Vögel für dich. Geh in den Wald! Leg dich unter einen Baum, steck einen Grashalm in den Mund und genieße seliges Nichtstun. Dann kommen die besten Gedanken und die schönsten Träume über dich. Dann verschwinden die Probleme, die du hinter deinen Wänden hast.“ 
(Phil Bosmans)

Allen einen schönen Sonnenfreitag – wer frei hat: genießt das süße Nichtstun, wer wie ich arbeitet, genießt das entspannte Abarbeiten an diesem ruhigen Brückentag 🌞

Die Bank auf dem Dorfplatz

Als ich ein Kind war saßen die alten Männer des Dorfes gerne zusammen auf dem Dorfplatz, auf einer alten, schon ein wenig morschen Bank, die direkten Anwohner haben sich einen Stuhl nach draußen getragen. Im Schatten saßen sie, redeten, rauchten, schauten. Irgendwann haben ihnen die damals jungen Männer eine schöne massive Bank und einen stabilen Tisch gestiftet. Kaum waren die neuen komfortablen „Sitzgelegenheiten“ da, sind die Alten von damals innerhalb von kurzer Zeit gestorben. Einer nach dem anderen. Irgendwann saß keiner mehr da, außer den Teenagern des Dorfes. Immer wieder fühlten sich die aber zu sehr auf dem Präsentierteller und suchten sich andere, geheimere Orte. Hin und wieder hat sich in den letzten 20 Jahren schon mal einer hin und ein anderer dazugesetzt. Aber so wirklich früh gekümmert hat sich keiner mehr, erst wurde der verwitterte Tisch entfernt, letztes Jahr dann das Bankerl … Vor ein paar Monaten haben die Jung-Feuerwehrler eine neue Sitzgruppe aufgestellt, ein schöner Tisch, zwei bequeme Holzbänke. Und so sitzen neuerdings immer öfter wieder ein paar alte Männer zusammen auf dem Dorfplatz, ratschen, schauen und sind einfach da. Aber nicht nur die, auch ein paar Damen haben das Platzerl für sich entdeckt und verweilen. Und wenn die Alten aufstehen und gehen trifft sich die Dorfjugend, die cool findet, dass sie gesehen wird. Schön, so ein gut frequentierter Platz mitten im Ort.