Archiv der Kategorie: [kinderkram]

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Während ich meinen 5. Kontinent besucht habe, hat sich Nichte 2.0 in ihr zweites Lebensjahr entwickelt, der erste Monat im zweiten Jahr bzw. der 13. Monat in der Zusammenfassung:

  • Sie läuft, noch etwas wacklig und kurze Distanzen, aber es klappt von Tag zu Tag besser
  • Gegessen wird alles, gerne auch gewürzt – auch so manches, was sie lieber nicht essen sollte. Nur wenn ein anderer was hat will sie das partout auch kosten. Füttern wird notgedrungen akzeptiert, eigentlich ist selber essen angesagt, da dabei aber so viel daneben geht praktizieren alle einvernehmlich eine Symbiose.
  • Schlafen ist unverändert nicht ihr Hobby, weder tagsüber noch nachts, sie wehrt sich regelrecht mit Händen und Füßen gegen das Einschlafen. Ach, wenn wir zwei doch nur tauschen könnten – ein Vormittags- und ein Nachmittagsschläfchen, für mich klingt das zu verlockend … wahrscheinlich wird sie später mal über diese Schilderung schmunzeln 😉
  • Zähne bekommen ist großer Mist, „zum Glück“ kommen anscheinend 4 Schneidezähne auf einmal, das ist besonders toll – bedeutet gerade eine Menge Drücken und blöde Schmerzen, und damit einhergehend viel Geschrei
  • Noch sind die Worte unverständlich, aber sie „spricht“ mittlerweile fast so viel und vor allem laut wie ihre Umgebung. Und versteht jedes Wort, bei Fragen nickt sie oder schüttelt energisch den Kopf.
  • Trinken ist überlebensnotwendig, toll, dass sie Durst ganz deutlich zeigt und von sich aus wirklich reichlich Flüssigkeit fordert, auch darin ähnelt sie ihrer großen Schwester.
  • In der Babyschaukel darf man sie gerne ganz wild und hoch schubsen, sie lacht und findet es großartig. In der großen Schaukel auf dem Spielplatz muss sie auch unbedingt bei jedem Besuch sitzen, allerdings hält sie sich da alleine gut fest und es darf nur ganz sacht geschaukelt werden – oder sie lässt sich von der großen Schwester guuuut festhalten.
  • Wenn die an einem Sommerbiathlon teilnimmt kann man sie übrigens mit lauten Rufen und Klatschen prima anfeuern. Also wenn man nicht zu sehr vom Geschehen rundrum abgelenkt ist. Zum Glück haben Tante Keks und Tante Coco gut aufgepasst, und rechtzeitig angefeuert …
  • Wir zwei genießen zwischenzeitlich unsere Ausflüge mit dem Kinderwagen und entdecken unterwegs ganz schön viel: Störche, Enten, Gänse, Hühner, Puten, Tauben, ein Reh, einen Hasen und ganz viele Küken. Und Hunde. Und Kühe. Eigentlich werden wir ja losgeschickt, damit sie schläft – da brauche ich aber Ausdauer. Also insgesamt muss ich mindestens 2 Stunden schieben, weil meist schläft sie frühestens so nach eineinhalb Stunden ein – wer dann stehenbleibt hat verloren: mit stehendem Gefährt werden direkt die neugierigen Äuglein geöffnet … für mich nicht schlecht, ich bewege mich und darf meine Gedanken frei laufen lassen. Also für uns beide ein perfekter „Deal“.
  • Lieblingsspiel ist gerade putzen, also einen Lappen nehmen und den Tisch abwischen, oder ihren Kindersitz, oder den Boden drunter. Praktisch, wenn man da noch „essen für später“ findet, das wird dann weggehapst.
  • Das Haar wächst, die Mama hofft, dass die Locken der großen Schwester auch bei ihr durchkommen. Egal, so oder so trägt die modebewusste kleine Dame jetzt immer eine Spange, um den Pony aus dem Gesicht zu haben.
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[kinderkram] 15 – #Beruf

Der Urmensch hatte keinen Beruf, sondern ein Ziel: Überleben. Manche konnten besser jagen, andere sammeln, weitere mussten kochen und haltbar machen … Daraus haben sich Aufgabenfelder in der Gemeinschaft entwickelt. Später konnten nur wenige frei wählen, was sie werden wollten. Ob König oder Diener, man wurde in seine Familie und damit seinen Beruf hineingeboren.

Unsere Zeit erlaubt, dass wir wählen, einer Berufung folgen. Wir haben unzählige Möglichkeiten, müssen uns entscheiden. Viele vergessen, dass das Leben nicht nur aus Arbeit besteht, orientieren sich an Verdienst, Einfluss oder weiteren recht oberflächlichen Kriterien. Man sollte aber nicht vergessen, dass man sehr viel Lebenszeit mit Arbeiten verbringt, deshalb ist es wichtig, nicht nur irgendeinen Job zu finden, sondern eine Aufgabe, die erfüllt und Spaß macht.

Das ist für jeden anders, deshalb ist es gut, dass wir heute so viele unterschiedliche Berufsfelder haben. Der zu einem passende Beruf bietet eine gute Grundlage für ein zufriedenes Leben.


Kurz und knapp ein Auszug meiner Gedanken rund um den Beruf. Den Job. Die Berufung … Der Blickwinkel einer Erwachsenen, die gerade einen Job gekündigt hat, der zu viel Lebenszeit gekostet, das aber finanziell nicht aufgewogen hat. Und die darüber den Spaß an der Arbeit verloren hatte. An Kinder. Für später. Wer Lust und Zeit hat, ist herzlich zum Gedankenaustausch eingeladen: wie wichtig ist euch der Aspekt der Berufung? Wie zufrieden seid ihr in eurem Job? Wieviel Spaß macht euch eure Arbeit? …

Der 11. Monat

Die letzten 4 Wochen sind verflogen, das jüngste Familienmitglied ist „kurz“ vor allem:

  • Die Zähne drücken, bislang ist aber noch keiner wirklich hilfreich beim Knabbern. Für ohne Zähne funktioniert das Zerkleinern von Nahrung aber zum Glück zufriedenstellend.
  • Stehen klappt, theoretisch, wahrscheinlich würde auch laufen, rennen, sausen gehen – nur die Koordination klappt noch nicht. Deshalb gibt’s viele kleine Unfälle, die mit lautem Gebrüll kommentiert werden. Hoffentlich geht das bald vorbei, um die Nerven aller Beteiligten zu schonen.
  • Ungeduld ist generell bei allem hinderlich, das gilt für Hunger (der geschwind und in Eile gestillt werden muss, gefälligst) wie für alles, was sie haben will: jetzt heißt sofort, nicht „gleich“ 😉
  • Gegessen wird alles, was sie erwischt, bedeutet erhöhte Aufmerksamkeit für die Umgebung – und sie ist viel schneller als man denkt 🤗
  • Im Stuhl sitzen und selber essen ist der Hit, allerdings nur, wenn der Fütterer gut funktioniert, vor lauter Ungeduld landet das meiste, was sie sich selbst in den Mund steckt, irgendwo rundrum, nur nicht im Magen …
  • Ansonsten ist das Leben bei Sonnenschein ziemlich prima, man kann Garten rumalbern, Hasen, Vögel und die Nachbarn beim Garteln beobachten – und mit der Mama in der Trage arbeiten, Rasen mähen oder Unkraut jäten
  • Toll ist es, durch die große Fensterscheibe im Wohnzimmer das Treiben im Garten zu beobachten, wenn dann noch einer hochwinkt wird mit mindestens einem Arm reagiert
  • Schlafen ist noch nicht das Lieblingshobby der kleinen Nichte, klappt oft nicht, aber manchmal doch besser als befürchtet
  • Singen ist super, aber lieber ohne Anleitung und Freestyle
  • Tanzen ist toll, auf Mamas Arm oder zwischenzeitlich auch mit der Tante, dem Träger muss nur klar sein, dass sie nicht ruhig sitzen bleibt, sondern mit vollem Körpereinsatz mitmacht
  • Das Krabbeln gleicht mehr einem Sprint, obwohl immer nur ein Fuß zum Einsatz kommt, saust sie mittlerweile sooooo schnell, dass man kaum mit Schauen hinterher kommt
  • Wäre ohne die Mama noch vor kurzem unmöglich gewesen hat es diesen Monat mehrfach gut funktioniert – was meiner Schwester doch etwas Freiraum verschafft
  • Der Schelm sitzt wie auch schon bei der großen Schwester fest verankert, insofern kann sie über ihre kleinen gelungenen Streiche soooo herzerfrischend lachen, hach
  • „Ma-Ma“ kann man zu allem sagen, zum Papa, zu Oma, Opa, Schwester, Hasen, Essen … praktisch
  • Es gibt keine „sicheren“ Plätze mehr, das muss vor allem die große Schwester lernen, die das manchmal unterschätzt 😊

Ihr seht: Es bleibt spannend – heute fährt die ganze Mädelstruppe den Papa zum Vatertag besuchen. Hoffentlich klappts bei dem schönen Wetter mit einer lustigen Autofahrt für alle 3 Mitreisenden 🙈🙉🙊

[kinderkram] 14 – #Frühling

Im Winter, der gefühlt im November beginnt, sprechen alle von der Sehnsucht nach dem Frühling. Nach Wärme. Nach bunten Farben. Nach Licht. Nach Frischluft. Das ist auch der Grund, warum es an den ersten warmen Tagen draußen nur so „wimmelt“. Spaziergänger und Sonnenanbeter, wo man nur hinsieht. Auf der Suche nach den endlich blühenden Fotomotiven, Schneeglöckchen, Märzenbecher, Krokusse … alles, was Farben hat, wird mit Begeisterung wahrgenommen. Und als Deko für zu Hause gekauft. Jugendliche sitzen bei weniger als 20 Grad zum Sonnen am See. Wer ein Rad hat, egal ob Fahrrad, E-Bike, Roller oder Motorrad, dreht die erste Runde. Man sitzt in Decken eingehüllt im Straßencafé, die einen schon im T-Shirt, die anderen in Übergangsmode. Wer einen Garten hat macht ihn sich schön. Und kauft im Gartencenter alles mögliche. Dann kommt der Frühlingsputz, Ostern, Kräuter sprießen, Aprilwetter. Und schon verlangt das erwachsene Herz nach Sommer.


Kurz und knapp ein Auszug meiner Gedanken rund um das Phänomen Frühling. Statt den Wechsel der Jahreszeiten einfach hinzunehmen tendiert doch so der ein oder andere Erwachsene in meinem Umfeld dazu, diese Jahreszeit vorab etwas zu verklären, sobald dann mal Aprilwetter herrscht wird schon wieder gemotzt …? Der Blickwinkel einer vielleicht manchmal nicht ganz so Erwachsenen. An Kinder. Für später. Wer Lust und Zeit hat, ist herzlich zum Gedankenaustausch eingeladen: wie haltet ihr es an den ersten Frühlingstagen? Wieviele Fotos schießt ihr so beim Aufblühen? Wann steht der Frühlingsputz an? …