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Sommerduft

Es scheint, als ob sich meine Geruchs-und Geschmacksnerven im letzten Jahr weiterentwickelt hätten? In jedem Fall nehme ich Düfte, Gerüche und Geschmäcker noch intensiver wahr, als das immer schon der Fall war. Besonders positiv ist das in diesen Wochen, denn ich kann an keiner noch so kleinen Blüte vorbeigehen, ohne ihren Duft ganz deutlich zu riechen. Manchmal fast zu viel in dieser Zeit, in der sich Regen und Sonnentage abwechseln. Das macht die unterschiedlichen Gerüche ja noch um ein zigfaches intensiver … Diesen Aspekt genieße ich aber unwahrscheinlich und wandle etwas langsamer auf meinen Wegen, weil es ja überall etwas zu erschnuppern gibt … Wald, Wiesen, Sträucher, Blüten, Gärten, gibt fast nichts, wo ich nicht so was von intensiv Geruchsknospen entdecke.

Und ja, wer fragen wollte: auch in die andere Richtung ist das Extrem deutlicher ausgeprägt Also auch die eher unangenehmen Geruchsentwicklungen nehme ich mehr wahr, also gewisse körperliche Absonderungen oder ähnliches. Aber: da ich ja nicht so übermäßig viel unter Leute gehe lässt sich das zum Glück etwas begrenzen 😉

Umgelegt

Bei meiner Wochenendheimfahrt gestern hab ich die Schneisen des Sturms gesehen. Auch wenn schon fleißig aufgeräumt ist, der Blick fällt links und rechts der Straßen auf zahlreiche Sturmopfer. Während wir in München nur kräftig durchgeschüttelt worden sind hat es die umliegenden Landkreise durchaus empfindlich erwischt. In den Wäldern hat es unzählige Bäume geworfen, geköpft, entwurzelt … ich weiß, das passiert. Und ja, „niemand“ ist verletzt worden. Aber ein kleines bisschen bin ich traurig.

Vor allem, weil eines der Sturmopfer ein alter Freund ist. Eine Lärche, durchaus in die Jahre gekommen. Schließlich kenn ich den Baum seit frühester Kindheit. Er gehörte für mich „immer“ fest zum Weg zu den Großeltern. Von ferne konnte ich ihn sehen. Er war immer da. Noch letzten Sonntag bin ich beim Wochenendspaziergang vorbeigegangen, hab dem Gassifreund von ihm erzählt, sogar ein Bild gemacht. Da stand er noch an der Wegkreuzung – nur 24 Stunden später ist er verschwunden.

Spruch zum Wochenende: 4. Advent

„Glück ist, wenn Gelegenheit auf Bereitschaft trifft“ (Fred Endrikat)

Seit gestern genieße ich meine freien Tage vor Weihnachten, es gibt auch einiges zu tun. Das wichtigste auf meiner Liste „zu erledigen“ lautet aber: jeden Tag etwas Bewegung an der frischen Luft. So hab ich heute die Gelegenheit für einen ausgedehnten Spaziergang durch die heimischen Wälder genutzt: was für ein einziger Glücksmoment 🌲🌞🌲