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Projekt ABC #B wie Baum

Der aktuelle Buchstabe im Fotoprojekt vom Wortman lautet #B – dazu ist mir einiges eingefallen, ich hab mich beim Blättern in meinem virtuellen Fotoalbum aber für B wie Baum entschieden:

Einmal mag ich Bäume in jeder Form sehr gerne, sie sind eines meiner liebsten Bildmotive. Als Objekt oder als Bestandteil. Bäume, Wald, ein Ast, ein Hintergrund … Dann fasziniert mich dieser Apfelbaum aber in den letzten Jahren besonders. Er steht in meiner Nachbarschaft in einer Wiese, die jetzt seit vielen Jahren von einer Kuhherde bevölkert wird. Im Frühjahr treibt er, obwohl er so knorrig ist, meist eine schöne Blüten- und Blätterpracht aus, so dass die Tiere in den späteren heißen Monaten tatsächlich seinen Schatten suchen. Viele Menschen bleiben beim Spazierengehen oder Radfahren stehen und bewundern die Kühe und Kälber. Den Apfelbaum dagegen beachtet kaum jemand – außer, wenn die Kühe sich zur Mittagsruhe drum herum gruppieren … Ob er viele Äpfel trägt kann ich nicht sagen – aber er lebt, Jahr für Jahr. Und wenn ich ihn so ansehe, dann macht er die Bilder besonders.

Regenschutz kann er auch …

Projekt ABC #A wie Ast

Für die kommenden Wochen hab ich mir vorgenommen, am Fotoprojekt vom Wortman teilzunehmen. Hier ist #A wie Ast:

Fotografiert hab ich die Äste wegen der fast schon bizarren Eisformation. Kein Wunder: das Bäumchen steht unter einer Regenrinne – bei den bitterkalten Nächten dürfen wir uns an schönen Eisgebilden erfreuen.

Ab nach draußen – auch bei Kälte und Regen

Andrea sammelt Gedanken, warum es auch bei Kälte und Regen gut tut, draußen zu sein. Und da denke ich zurück an mein Leben mit Hund. Da gab es schlicht keine Option, drin zu bleiben. Der Herr musste raus. Und ich mit. Ja, da gehört manchmal etwas mehr Überwindung dazu, vor allem, wenn es sehr regnet, sehr stürmt. Wenn es grau ist, man ins Schneetreiben muss …

Aber immer – ungelogen – gibt es den Moment, in dem es sich einfach nur gut angefühlt hat. Das Wetter tritt in diesem Augenblick in den Hintergrund, der Körper konzentriert sich auf Atmen und Bewegung, gelangt dadurch ins Gleichgewicht von Körper und Seele. Und das Weiterlaufen befreit. Tut gut. Macht alles leicht. Zufrieden.

Ich denke an meine Gespräche mit dem Herrn Hund. Der musste sich bei solchen Wetterlagen einiges anhören, vor allem im Shietwetter. Wenn ich dann leise und glückselig wurde gabs öfter mal das Hundezwinkern, „Siehst du, und deshalb musst du mit mir raus!“

So in der Art agiert übrigens auch der menschliche Gassifreund …

PS: meine Lieblingserinnerung sind die bitterkalten Wintertage mit Tiefschnee. Was hab ich verflucht, dass der Herr Hund immer die tiefsten Schneeverwehungen durchpflügen wollte – er irgendwo, ich bis zu den Hüften mittendrin. Dann hat er mich rausgezogen, wir sind weiter durchs Winterwunderland gestromert. Und Stunden später kam das Menschenkind mit roten Backen rundherum zufrieden lächelnd nach Hause, mein tierischer Begleiter auch, aber bei dem hat’s keiner gesehen 😉

#wortesindmagisch

Worte SIND magisch, oder wen haben nicht schon als Kind die Worte „Es war einmal …“ in ihren Bann gezogen? Wir lieben die Geschichten, die sich in den Worten verstecken, sie wecken Gefühle, lassen uns mitfühlen, miterleben. Worte sind magisch.

Noch magischer wird ein Text durch die Klangfarbe, die ihm eine Stimme verleiht. Ein Vorleser kann uns in seinen Bann ziehen, mal leise, mal laut. Langsam und getragen oder schnell und schrill. Ja, das lässt uns mitfiebern.

Für mich werden Worte mit Tönen perfekt. Ich liebe gute Liedtexte, fühle das Gesungene ganz tief drin. Ein Songpoet beschert mir Gänsehaut, treibt mir Tränen in die Augen und lässt mich glückselig lachen. Lebe, liebe, lache – trifft auf mich so was von zu, wenn ich Worte von klingenden Tönen untermalt hören darf. Vor einigen Wochen hab ich eine neue Lieblings-Songpoesie gehört, verfasst von der wundervollen Madeline Juno n ihrem Titel „Automatisch“:

“ … Und wenn ich dich immer am wenigsten brauch‘, ich mich im Griff und dich vergessen hab, dann tauchst du auf. Genau dann tauchst du auf.

Wenn wir kollidieren und du in mir zirkulierst, vergess‘ ich, wie man atmet. Lieg‘ ich in deinen Armen verlern ich, wie es war, als es mich ohne dich gab.

Denn es passiert automatisch – ich kann nichts dafür, nein, das bin nicht ich. Ich steh unter deinem Bann, ich ergeb‘ mich und dann passiert es ganz automatisch …“

https://youtu.be/Jv3TJT8LTGw


Ein Beitrag zur Blogparade von Sandra Wickert zu #wortesindmagisch, mir fallen sogar noch eine Reihe anderer Songpoeten ein, die magische Worte singen …