Schlagwort-Archive: liebe

Zur Sicherheit

Freitag Abend haben wir einen Anruf bekommen, der Papa und die beiden großen Nichten hatten eben die kleine Schwester samt Mama im Krankenhaus abgeladen. Das jüngste Familienmitglied hatte nämlich beim Abendessen plötzlich aus dem Mund geblutet. So genau war nichts zu sehen, was ursächlich hätte sein können. Geweint hat sie auch erst, als alle hektisch in ihren Mund schauen wollten. Da aber immer mehr Blut kam …

Und da war die Aufregung ganz schön groß. Etwas später dann aber vor allem die Erleichterung, denn im Krankenhaus haben sie die kleine Patientin zum Glück nur angeschaut und konnten Entwarnung geben. Sie hat sich mit den ja noch recht neuen Zähnen richtig doll gebissen. Erklärt hat uns das Nichte 2.0, unterstützt von 1.0. Und dann hättet ihr mal das Aufatmen durchs Telefon hören sollen. So richtig tief aus dem Herzen kam das …
So ist das nämlich bei Geschwistern, die gehen einem mächtig auf den Keks. Aber wehe, da wär was, nein, das geht gar gar gar nicht ❤️

Die bezaubernde Nichte hatte übrigens vorgeschlagen, diese Episode als Paula-Geschichte zu verpacken. Aber das ging jetzt bei mir nicht, wir können Paula ja nicht immer alle Sorgen und Nöte lösen lassen.

Musik am Mittwoch: Snowman

Für heute hab ich „nette“ Musik gefunden – die ich per se nicht unbedingt empfehlen würde. Passt aber thematisch grad zu gut. Denn Sia besingt die große Liebe zu Schneemännern.

In einem Winter wie diesem bauen wir sie mit viel Liebe zum Detail und großer Leidenschaft. So viele außergewöhnliche und ganz normale wie zum Jahresbeginn 2021 hab ich selten bewundern dürfen. Und doch musste ich schon als Kind lernen: eines Tages müssen sie schmelzen, auch wenn wir noch so kreativ sind, sie in die Kühlbox packen, etc. …

Wir freuen uns auf die Sonne – auch wenn sie unsere geliebten Schneegebilde zum Schmelzen bringt ⛄️❄️🌞

Spruch zum Wochenende: Hauptsumme Glück & Liebe

„Wir wollen mit dem, was nun einmal sein muss, rechnen, nicht mit dem, was gewesen ist und womit wir denn nun abschließen müssen. Ist nicht die Hauptsumme dieses Jahres Glück und Liebe gewesen, und das bleibt uns ja und außerdem Arbeit füreinander und an uns. ( Franziska „Fanny“ Gräfin zu Reventlow)

Ich hab mich diese Woche – inspiriert durch die Blogparade der Monacensia – gedanklich viel im Schwabing der letzten Jahrhundertwende herumgetrieben und einige Sprüche der beeindruckenden Frauen dieser Zeit gelesen – die wilde Gräfin hat mich schon damals fasziniert. Und dieser Spruch von ihr stammt zwar aus einer vollkommen anderen Zeit, aber irgendwie trifft er sowas von zu?

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende, an dem wir uns füreinander und deshalb mit uns selbst beschäftigen.

Wertschätzung

Wer selbst keine Kinder hat gilt in Sachen Erziehung und Familiendinge ja oft als Außenseiter. Dabei sind „Nicht-Beteiligte“ manchmal auch gar nicht so schlecht, um die Situation von außen klarer und mit Abstand zu sehen. Und eben nicht aus einer dauerhaft angespannten Gesamtsituation heraus kleiner oder größer zu machen, als sie eigentlich ist?

Eines kann ich – auch aus meiner selbsterlebten Kindheit heraus – klar sagen: ein Kind muss spüren, dass die Eltern es kompromisslos gern haben. Egal, was passiert. Immer. Und auch dann hinter mir stehen, wenn ich nicht dem entspreche, was von mir erwartet wird. Mich begleiten, an meiner Seite, vor oder hinter mir. Aber auf alle Fälle bei mir – mit mir.

Ich mag es, wenn alle Familienmitglieder einander wertschätzen. Auch oder eigentlich sogar gerade, wenn Anspannung da ist. Wenn etwas nicht so gut klappt. Wenn das Miteinander schwierig wird. Genau dann darf groß und klein auch mal sagen: „Ich mag nicht oder finde nicht ok, wie das war. Beim nächsten Mal würde ich mir wünschen, dass es anders/besser/ … wird.“ Öfter mal Danke sagen und nichts als selbstverständlich nehmen find ich auch wichtig, Ebenso wie ich glaube, dass Kinder und Eltern sich immer wieder sagen sollten, wie gern sie sich haben.

Du bist mir wichtig. Ich bin stolz auf dich. Du bist Besonders. Für mich.  Ich bin froh, dich zu haben. Ich hab dich gerne um mich und mag unser Leben als Familie.

Ich finde nichts schlimmer, als von einem Kind die Vermutung zu hören, dass die Eltern es nicht oder nicht mehr lieb haben. Vor allem, weil es ja niemals nicht stimmt.  Im Gegenteil. Aber die, die wir am meisten lieben, können wir auch am meisten verletzen …