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Sonntagsfreude: Abkühlung

84c306fe-f082-43ec-93cc-781052302548-566-00000066d3459480_fileNachdem sich die hochsommerlichen Temperaturen ja seit Wochen immer auf über 30 Grad bewegt haben ist die Abkühlung der letzten Tage mehr als hochwillkommen. Hier in Bayern hat es geregnet, sicher längst nicht genug, die Natur ist nach der Dürre immer noch durstig. Aber es „normalisiert“ sich. Und gegen die Hitze-Trägheit helfen niedrigere Temperaturen – sehr.

Mit etwas Wolken-Schatten macht ein weiterer Arbeitstag im Garten bei der jetzt fränkischen Nichtenfamilie durchaus Sinn, aus dem Schwimmausflug mit Fragezeichen ist wetterbedingt nichts geworden, … immerhin sind wir – also das jetzt 2xNichten-1xTante-Gespann – losgeschickt worden, etwas durchs neue Viertel zu tigern. Bevor wir den Tag mit einer kleinen Familien-Geburtstagsfeier für meinen Schwager ausklingen lassen haben. Sogar Oma und Opa saßen an der – mit der von der bezaubernden Nichte zum Abendessen üppig georderten Pizza – reich gedeckten Tafel (Nichte 2.0 hat sich etwas mehr Pizza gegönnt, weil der Opa ja keine mag … gut wenn sich das so einfach für alle Seiten erledigt).

P1270010Die letzten Tage war ich auf den Spuren des bayerischen Märchenkönigs unterwegs, hab es endlich nach Schloss Linderhof und ins Kloster Ettal geschafft, und das quasi zum 173. Geburtstag von Ludwig II. Gut, also eigentlich hab ich den Geburtstag meiner Garmischer Freundin genutzt, zu dem wir eingeladen waren, um mit ihr im schon wieder umgebauten Zuhause zu feiern. Passt auch, der König hat damals ja auch viele viele Bauprojekte angestoßen und gefühlt war das Land eine Endlosbaustelle. Und irgendwie wars trotz Wolken angenehm warm für einen ausgiebigen Spaziergang in der wunderschönen Parkanlage vom Schloss in den Ammergauer Alpen. Ich habe dieses Mal auch eine Schlossführung mitgemacht und das Knipserherz blutet schon sehr, dass Fotografieren innendrin verboten ist …

Den Regen am späten Nachmittag hab ich verpasst, da ich mir die Bayerische Landesausstellung 2018 angesehen habe, war schon sehr neugierig, was sich hinter dem „Mythos Bayern“ versteckt. Und wie der Besucher so durch Wald und Berge, die Entwicklung des bairischen Lebensgefühls, Tracht, Monarchie, Sommerfrische und Brauchtum geführt wird hat was. Ich habe mir den Luxus eines Audioguides geleistet, auf bairisch versteht sich. Und das war dann genau die Information die sonst schon stellenweise gefehlt hätte, um das Sammelsurium von Ausstellungsstücken zu verstehen.

P1270115Am meisten beeindruckt hat mich die Installation im Klostergarten, auf einer riesengroßen Schneekugel findet sich außen ein riesengroßes Porträt des sagenumwobenen Kini vor seinem Märchenschloss Neuschwanstein mit einem Schwan, im Inneren werden einführende Worte gesprochen, ehe die Visionen und Zeichnungen des Träumers erscheinen, neben dem königlichen Schachenschloss, Linderhof und Neuschwanstein träumte er von weiteren Burgen und Schlössern in den Alpen.Versailles wollte er eigentlich in Linderhof erbauen, das wurde auf die Insel Herrenchiemsee verlagert und zu seinen Lebzeiten zumindest begonnen – aber aus dem chinesischen Sommerpalast, der Burg auf der Ruine Falkenstein und dem byzantinischen Palast sind teilweise außer unkonkreten Zeichnungen nichts geworden … Gut, auch ohne seinen Tod wäre ihm schlicht das Geld ausgegangen.

Er war schon ein Visionär, schließlich hab ich auch schon mal ein Modell „seiner“ Schwebebahn gesehen, die seine Schlösser über dieAlpengipfel hinweg verbinden sollte: ein Luftwagen in Pfauenform sollte ihn, einer Gondel gleich, getragen von einem Ballon oder durch eine andere technische Lösung, über den Alpsee fliegen. Ja, eine schöne Vorstellung ist es schon – fast wie im Märchen. Heute schwelge ich ein kleines bisschen in Bildern und freu mich über einen sonnigen Sommertag um die 20 Grad.

„Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind.“ Leider hat Rita das schöne Projekt Sonntagsfreude eingestellt, ich teile meine persönliche weiter mit euch, denn mir geht es um den ursprünglich von Maria ins Leben gerufenen Gedanken – sich liebevoll an die vergangene Woche erinnern, nicht immer gleich zur Tagesordnung übergehen, sondern die kleinen Glücksmomente einfangen, um sich auch später daran zu erinnern.“

Sonntagsfreude: Zum Beispiel Regen

  • Ich habe mich durch eine Buchrezension an ein Buch erinnert, das ich gerade genüsslich an den Abenden auf dem Balkon wiederlese
  • Geschafft, Donnerstag pünktlich aus dem Büro zu kommen, um die beste Freundin zum Flughafen zu bringen – natürlich vollkommen uneigennützig, so hatten wir fast eine Stunde miteinander, Zeit zusammen ist Luxus!
  • Auch wenn es immer noch ein riesengroßes Chaos ist und immer wieder Dreck anfällt, wir kommen auf der Baustelle voran. Der Verputzer hat sich als Glücksgriff erwiesen, er ist Renovierungsspezialist, steht uns immer freundlich und kompetent mit vielen Tipps zur Seite, achtet mit auf Kosten, hat auch den restlichen Estrich gegossen – hätte ernsthaft schlimmer kommen können.
  • Es hat abgekühlt und heute Nacht kam auch etwas mehr Regen. Mehr als willkommen, die Natur verdurstet nämlich sonst … 
  • Gestern kam mein alter Sängerfreund nebst Sohn zu Besuch – mit Baby-News-Ankündigung: schon bald sind die 3 zu viert, ich freu mich.
  • Ich bleibe Optimist und gehe davon aus, dass unser Elektriker nur vergessen hat, uns von seinem Urlaub zu informieren, weil er morgen wieder am Start ist und die dringend notwendigen Installationen macht. An das sonst denk ich einfach mal nicht – und auf so einer Baustelle ist ja zum Glück immer was zu tun, auch wenn nicht eins nach dem anderen geht …

Habt einen schönen Sonntag – mehr Sonntagsfreude hier nachlesen 🙂

Musik am Mittwoch: Sommerregen

Am Wochenende hab ich einen herrlich angenehmen Sommerregen erlebt, nach dem hitzigen Tag. Erst kamen ein paar vereinzelte dicke Tropfen, dann Gewittergrollen. Und dann hat es geregnet – nicht viel, aber genug, dass die Schwüle etwas abgekühlt ist. Ich fands herrlich. Und musste an den wundervollen Max Mutzke denken, warum nur?

Sommergefühle

Lange heiße Tage und warme Nächte sind nicht zum Schreiben gemacht. Ich bin zur Zeit Erleber statt Dokumentierer. Auch wenn so viele Impressionen da sind, die eigentlich verarbeitet werden müssen?

In Stichpunkten:

    • Sommer-Momente: die Hitze tut gut, der Sommer tut gut, das sommerliche Leben tut gut – es ist herrlich!
    • Robbie-Momente I: Mr. Williams, ich hab Ihnen gestern abend gerne zugehört, hab vieles erkannt, was Sie schon so oft gespielt haben und war sehr froh, dass Sie zum Altbewährten gegriffen haben. Das ist einfach besser, es macht Spaß und beweist, was für ein grandioser Entertainer Sie sind? Und wenn Sie ein paar Töne nicht treffen, das nimmt keiner übel 😉
    • Robbie-Momente II: die Steffi und ihr Robbie, hat der doch wirklich alles gespielt, was sie sich von ihm gewünscht hat? Das war fast, als ob die zwei eine innere Verbindung Bühne-Balkon gehabt hätten – Steffis Wunschliste, Robbies Playlist – äh, Moment, also fast, also hört sich dann ja doch am Ende vieles ähnlich an…? (Sorry, Insider, war gestern abend trotzdem einer der vielen herzlichen Lachmomente bei unserem so herrlich entspannten Mädels-Konzertabend auf dem Balkon)
    • Stadt-Momente: München, du bist eine herrliche Sommerstadt. In dir wirds zwar auch heiß, aber du bietest genug schattige Plätzchen, hast wunderbare Schwimmbäder und Seen, du bietest Abkühlung. Und du siehst im Sommer einfach so fesch aus – ob bei blauem oder weiß-blauem Himmel: München, du bist eine schöne, sogar wunderschöne Sommer-Stadt!
    • Sommernacht-Momente: wir hatten Gewitter, wir hatten sternenklare Nächte, wir hatten ganz schön heiße Nächte. Und trotzdem: mehr davon, ich finds klasse!

Sommer, du darfst gerne noch ganz lange bleiben, ruhig noch die nächsten paar Monate!