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Sonntagsfreude: #ResidenceWalk


Wenn ich an einem grauen Samstag frühmorgens im noch im Nebel versunkenen Herzen von München unterwegs bin, hat das ganz sicher einen besonderen Grund: vor einigen Wochen hatte das Social-Media-Team der Bayerischen Schlösserverwaltung auf Instagram auf einen Fotowalk in der Münchner Residenz hingewiesen.


Und ich Glückspilz durfte gestern bei der Premiere des #ResidenceWalk durchs jahrhundertealte Wittelsbacher Schloss dabeisein.


Tatsächlich strahlt die Farbenpracht im frisch renovierten Königsbau auch ohne Sonnenlicht.


… eigentlich sind Museums- und Schlossbesichtigungen genau das Richtige für die kalte, farblose Jahreszeit. (Man kann ja nie sicher sein, ob die Sonne noch rauskommt …)


Da ich ja gerade vor kurzem im Rahmen der Residenzwoche unterwegs war habe ich mich dieses Mal weniger auf die Räume, sondern eher auf die Details und Spielereien konzentriert und so viele kleine Überraschungen entdeckt.


Wie den bestickten Seidenschuh des Herrn König.


Oder diesen (un)heimlichen Beobachter.


Leider waren wir nicht auf der Baustelle der gelben Treppe, das hatte ich heimlich gehofft, denn davon habe ich so viel gehört. Und wenn man allein die rote Treppe der Königinmutter anschaut ist da doch einiges zu erwarten.

https://youtu.be/ncPTjd605TY

Auf mein Gejammer 😉😊 hin hab ich diesen Filmtipp bekommen, nicht ganz, wie mit eigenen Augen – ein bisserl neidisch bleib ich doch auf den Dackel, der da bestimmt öfter rumlaufen darf ….


Auch beim zweiten Mal bin ich von den Nibelungensälen schlicht überwältigt.


Im Auftrag von König Ludwig I. begann Julius Schnorr von Carolsfeld, die Wände mit einem Freskenzyklus mit Motiven aus dem hochmittelalterlichen Nibelungenlied zu bemalen.


Dabei hat er den fünf Sälen jeweils einen Akt eines klassischen Dramas zugedacht: Prolog, Saal der Hochzeit, Saal des Verrats, Saal der Rache, Saal der Klage bzw. Epilog. Meisterlich, wie farbenfroh die Geschichte von Liebe und Verrat, von Glück und Leid, von Leben und Tod hier im Bild transportiert wird … dazu Marmorböden und -türen. Eins meiner Highlights in der Residenz.


Im Kontrast dazu durften wir anschließend durch den Grottenhof hinüber in den verspielten Rokoko des Cuvilliés-Theater lustwandeln.


Ich staune jedes Mal, schließlich hat hier jemand einen Theaterraum in ein Gesamtkunstwerk gefasst.


Fotografisch habe ich mich dieses Mal auf die Stühle konzentriert, die wirklich sehr besonders sind.


Rot, Gold, Licht, …


Persönlich möchte ich der Bayerischen Schlösserverwaltung ein Danke aus ganzem Herzen für die Einladung sagen, es war eine wunderbare Idee, mit dem Fotowalk eine Gelegenheit zu schaffen, vor den offiziellen Öffnungszeiten in der noch besucherfreien Residenz unterwegs zu sein. Ja, ich mache das auch unabhängig von organisierten Walks, habe mir zu diesem Zweck extra eine Jahreskarte gekauft. Aber das gestern war besonders. Und wenn ich einen Wunsch frei hätte, würde ich gerne vorschlagen, gelegentlich ähnliche Möglichkeiten in anderen verwalteten Schlössern zu organisieren, es ist doch zu schade, dass das Fotografieren in so vielen Häusern nicht gestattet ist …

„Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind.“ Leider hat Rita das schöne Projekt Sonntagsfreude eingestellt, ich teile meine persönliche weiter mit euch, denn mir geht es um den ursprünglich von Maria ins Leben gerufenen Gedanken – sich liebevoll an die vergangene Woche erinnern, nicht immer gleich zur Tagesordnung übergehen, sondern die kleinen Glücksmomente einfangen, um sich auch später daran zu erinnern.

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#Heimatverliebt: Typisch Hallertau

Über die Frage, was typisch für meine Heimat ist, hab ich länger gegrübelt, will ich schon wieder über Hopfen schreiben? Na ja, aber es ist eben so, dass die Hallertau ja DAS Hopfenland ist. Das größte zusammenhängende Hopfenanbaugebiet der Welt. Voll Stolz auf diese Tatsache. Und manche bezeichnen die Holledau sogar als Heimat des Biers, weil es hier sprichwörtlich wächst – mag an der Zeile aus dem Holledauer Lied liegen:

„Und wer no nia an Hopfa g’sehgn, ja, der begreift des nia, was des bloß fir a Arbeit macht bis fertig is des Bier. Da stehst du da, mei liaba Mo, da stehst du da und schaugst, den schönsten Hopfa, s’beste Bier, hat doch de Holledau.“

In Deutschland gibt das Reinheitsgebot vor, dass und wie Bier aus Malz, Hopfen, Hefe und Wasser zu brauen ist. Der Hopfen wird dabei gern als die Seele gesehen, er verursacht das Aroma, gibt den typisch herben Geschmack. Und etwas mischt er auch bei der Schaumkrone mit und erhöht auf natürliche Weise die Haltbarkeit. In einem Hektoliter Bier steckt je nach Sorte zwischen 100 und 400 Gramm Hopfen.

Ja, das urspünglich wilde Gewächs ist heute kultiviert – und auf eine gewisse Art und Weise ist der Hopfen Kult. Sein Wachstum wird nicht nur von den Landwirten mit größter Aufmerksamkeit beobachtet, als Pflanze begeistert er im Jahresverlauf so manches Fotografenherz. Dazu lassen sich viele etwas einfallen, die beruhigende Wirkung wurde bereits in Kissen abgefüllt, die besseren Schlaf fördern sollen, über Wochen erfreut er Floristen und Dekorateure als frische Ware, es gibt Schnaps, Pralinen, Sekt … Und immer wieder hat jemand eine neue Idee. Das wird wohl auch – zumindest in der Hallertau – immer so bleiben.


Jule und Ina laden zum Schreibprojekt „Heimatverliebt“, dieses Mal geht es um das, was typisch für die Heimat ist. Ich hätte auch über regional sehr gebräuchliche Ortsnamen schreiben können, viele Dörfer hier enden auf -ing, -bach, -hausen, -kirchen oder -dorf. Aber ist das schon typisch? Und so bin ich bei dem geblieben, was schon einige Male textlich beschrieben wurde, zum Glück aber immer wieder neue Facetten bietet. Mehr aus unterschiedlichsten Regionen findet ihr unter dem Suchbegriff „Heimatverliebt“.

Sonntagsfreude: Die letzte Oktoberwoche


Diese Woche war durchwachsen, gute und weniger gute Gespräche, insgesamt muss ich ehrlich zugeben, dass es gerade etwas zu viel wird. Ich bereite mich auf jedes Gespräch intensiv vor – ausgehend von der Ausschreibung schaue ich mir den potentiellen Arbeitgeber noch mal genau an, analysiere Stärken und Schwächen. Und versuche, mich aus der Außenposition ins Unternehmen hineinzuversetzen. Was habe ich, was hat das Team davon.


Wird dann auch mal etwas (zu) viel, deshalb bin ich erleichtert, dass nächste Woche nur ein Termin auf dem Plan steht.


Schön ist natürlich, wenn man diese Vorbereitungszeit trotzdem bei diesem wunderschön goldenen Oktoberwetter machen darf. Ich sitze dann eben mit Laptop im Garten oder auf dem Balkon und tanke zumindest Licht und Luft.


Den Freitag hab ich mir frei genommen, um den ursprünglich geplanten Donnerstag nachzuholen.


Erst bin ich durch die Stadt und das Kürbisfest auf dem Viktualienmarkt geschlendert,


Dann hatte ich meine Premiere auf der Auer Kirchweihdult.


Nachdem ich meine liebe Bloggerfreundin getroffen habe – nein, die Angabe Bushaltestelle Mariahilfplatz ist nicht eindeutig 🙂 – sind wir stundenlang durch die Budenstraßen mit witzigen Namen gelaufen, haben gestaunt und vieles beobachtet.


Und was soll ich sagen: es ist genau, wie ich es mir vorgestellt habe.


Viel zu Staunen, für Groß und Klein.


Skurril, vor allem in den Gassen mit einem Sammelsurium an allem, was man sich so vorstellen kann. Und noch viel mehr.


Insgesamt aber vor allem so herrlich farbenfroh und kunterbunt.


Ein bisschen wie anno dazumal, aber auch ganz viel aus der Neuzeit. Nach Hause gebracht hat mich deshalb auch kein Pferdchen, sondern der Stadtbus mit etwas mehr Pferdestärken.


Wobei: die letzten Kilometer habe ich zu Fuß zurückgelegt und bin in der untergehenden Sonne dieses goldenen Herbsttages durch meinen Schlosspark gewandert – hab zwar Ausschau gehalten, aber der einzige Kauz war mir schon vorher auf der Auer Dult über den Weg gelaufen …

„Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind.“ Leider hat Rita das schöne Projekt Sonntagsfreude eingestellt, ich teile meine persönliche weiter mit euch, denn mir geht es um den ursprünglich von Maria ins Leben gerufenen Gedanken – sich liebevoll an die vergangene Woche erinnern, nicht immer gleich zur Tagesordnung übergehen, sondern die kleinen Glücksmomente einfangen, um sich auch später daran zu erinnern.“

#Heimatverliebt: Hallertauer HofCafés

In den Städten bzw. größeren Orten der Hallertau gibt es sowohl die typisch-traditionellen Cafes wie auch moderne Espresso-Bars, süße kleine Tagescafes, uvm. Alle nett und bestimmt viele gut zu empfehlen. Ich geh aber mal wieder einem etwas anderen Gedankengang nach. Besonders für die Region und den ländlichen Raum insgesamt sind nämlich die sogenannten Hof-Cafes: integriert in den heimischen Bauernhof haben sich Landfrauen damit einen Traum verwirklicht.

Besonders ist, dass nicht täglich geöffnet ist, dass sich alle etwas Besonderes einfallen lassen. Eine Art USP bieten. Manche haben ausschließlich saisonale Backwaren, andere auch kleine Brotzeiten oder sogar Menüs auf der Karte. Manche sind nur über die Wintermonate geöffnet, andere haben für den Sommer sogar Sitzgelegenheiten im Obstgarten. Einige haben einen Streichelzoo oder einen Spielplatz für die kleinen Besucher, andere richten sich sogar speziell für Gruppen und den Landfrauenausflug aus …

Gemeinsam ist allen, dass die Bäuerin sich beim Backen austobt, von einfachen Kuchen, über Schmalzgebäck bis hin zu raffinierten Torten oder selbstgebackenem Brot. Natürlich ist alles immer frisch, aber das wollen wir auch mal in allen anderen Cafes voraussetzen.

Hier eine Liste, nicht alle von mir selbst getestet, aber aus dem Freundeskreis empfohlen bekommen. Bzw. war meine Mama mit ihren Freundinnen schon mal da –

Das Bauernhofcafe Doblmair liegt einmalig mit einer großen Sonnenterrasse zur Talseite an der Deutschen Hopfenstraße B301 in Reichertshausen.

Bei Fön hat man vom Hofcafé Krojer in Schlag bei Schweinersdorf freien Blick auf die Berge – schon auch sehr schön gelegen.
https://www.facebook.com/100000671374577/posts/2087958807903145/

In Ilmendorf serviert die Gastgeberin Torten im Hofcafe Ilmtaferne – und bietet dazu saisonal Kräuter- und Hopfenführungen an.

Ebenfalls direkt an der Deutschen Hopfenstraße B301 liegt das Hofcafé Lindkirchen, das auf Produkte aus der Region setzt und Sonntags gibts Brunch.

Auf das Gabelsberger Hofcafe bin ich durch diesen Post bei Luise aufmerksam geworden, liest sich nach einer echten Empfehlung in Abensberg.

Ganz im Osten der Hallertau, unweit von Landshut, gibts das Hofcafe Moosbachstüberl in Hohenthann, in einem schönen Gewölbekeller.


Jule und Ina laden zum Schreibprojekt „Heimatverliebt“, dieses Mal geht es um die Lieblinscafes in der Heimat. Mehr aus unterschiedlichsten Regionen findet ihr unter dem Suchbegriff „Heimatverliebt“.