Gewissen [*.txt]


Dieses Jahr ist anders, ich verhalte mich anders. In vielen Beziehungen bin ich der aktive Part, melde mich regelmäßig, organisiere, besuche, kümmere mich, … Jetzt muss ich wohl sagen: war. Dieses Jahr ist anders, meine freie Zeit verbringe ich auf der Baustelle. Statt mich bei Menschen zu melden, die mir wichtig sind verhalte ich mich reaktiv. Wer sich nicht bei mir meldet hört auch nichts von mir. Muss ich deshalb ein schlechtes Gewissen haben? Nein. Trotzdem hab ich mir die Frage gestellt. Typisch. So bin ich. Aber ich schaffe es, gelassener zu werden. Akzeptiere, dass ich  wahrnehme, wie meine besondere Situation auch meine Umgebung verändert. Und bin sehr dankbar. Für meine Familie. Für meine engsten Freunde. Die sich konstant mit mir entwickeln. An mir dranbleiben. Mich wahrnehmen. Verstehen. Mich begleiten. Schlechtes Gewissen? Nein, immer öfter Gelassenheit. So ist es. Und nicht anders. Tut sehr sehr gut.

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Ein Beitrag zu Dominiks [*.txt]-Projekt, das 14. Wort lautet „Gewissen“.

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11 Kommentare zu “Gewissen [*.txt]”

  1. Mir ging es neulich ähnlich… Bevor ich operiert wurde, hatte ich mich mit einer wesentlich jüngeren Arbeitskollegin angefreundet. Begeistert sicherte sie mir zu, mich im Krankenhaus und in der Reha zu besuchen, und sich regelmäßig zu melden. Und dann herrschte Funkstille. Bis ich wieder in die Residenz kam. Als ich ihr dann, als sie erneut um mich herum zu scharwenzeln begann, die kalte Schulter zeigte, fragte ich mich auch, ob das rechtens von mir wäre. Und gab mir dann aber voller Überzeugung die Antwort: „Jawoll! Ist es!“… 😉
    Ich wünsche dir einen guten und entspannten Sonntag!

  2. Niemals ein schlechtes Gewissen haben, wenn man Prioritäten setzen muss.
    Wenn man sich das nämlich einredet, ist alles zu spät 😉

    Sonnige Grüsse zu dir und weiterhin viel Erfolg auf der Baustelle.
    (Meine nimmt jetzt richtig Formen an und in 4 Wochen sollte ich drin wohnen) !!!

  3. Manchmal ist es einfach so, dass man weniger Zeit hat, und diese Zeit für sich braucht. Wer gewöhnt ist, dass du dich meldest, wundert sich sicher erst mal, aber das gibt sich. Schlechtes Gewissen musst du deshalb nicht haben. 🙂
    Liebe Grüße,
    Martina

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