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Spruch zum Wochenende: Was ist ein Kind?

„Was ist ein Kind? Es ist Liebe, die Gestalt angenommen hat. Es ist Glück, für das es keine Worte gibt. Es ist eine kleine Hand, die dich zurückführt in eine Welt, die du schon vergessen hast. Schön, dass ihr da seid, und unser Leben reicher macht. Kinder sind Augen, die sehen, wofür wir längst schon blind sind. Kinder sind Ohren, die hören, wofür wir längst schon taub sind. Kinder sind Seelen, die spüren, wofür wir längst schon stumpf sind. Kinder sind Spiegel, die zeigen, was wir gerne verbergen.“ (Chinesisches Sprichwort)

Ich durfte gestern nicht nur einen gefühlt unendlich langen Tag mit meiner Kindergartenfreundin verbringen, sondern auch einen so unendlich tapferen kleinen Mann wiedertreffen. Der durch die Krankheit verändert ist, aber seine Intuition und das Herz am rechten Fleck helfen ihm, die Familie schützt ihn, Liebe und Zuneigung tun ein übrigens. Seine kleine Cousine hat ihn gestern „erbarmungslos“ gekuschelt und niedergeschmust, er wird so sehr geliebt. Eine kleine Erinnerung an ein Mädchen, das ihm und seiner Mama kürzlich beim Kinderarzt die Zunge zeigte, und wir haben alle miteinander so herzlich gelacht, er am fröhlichsten … das war wundervoll, ein Moment, den ich mir tief im Herzen aufbewahren möchte.

Auch die offenen Gespräche, nicht leicht, aber es ist wunderbar, nach der langen Zeit da ansetzen zu können, wo wir aufgehört haben …

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Sonntagsfreude: Gekündigt

Ich habe ja schon ein paar Andeutungen gemacht, und ab sofort kann ich darüber schreiben, denn die letzte Woche war meine letzte Arbeitswoche.

Nachdem es in den letzten Monaten immer zu viel, immer mehr Arbeit und Verantwortung, immer weniger Verständnis und Unterstützung wurde, habe ich gekündigt. Irgendwann ist mir die Luft ausgegangen, das Fass ist übergelaufen. Ich habe erst innerlich gekündigt, dann ganz offiziell. Eine große Entscheidung, denn ich habe nichts Neues. Mit dem irrsinnigen Arbeitspensum fehlt aber auch Energie und Zeit, etwas Neues zu finden. Geschweige denn besteht auch nur die geringste Chance, einen neuen Arbeitgeber voll Motivation und frisch zu überzeugen …

Meine Entscheidung hat eine Spur zu lang gedauert, das liegt natürlich an meinem Durchhaltevermögen gepaart mit Sicherheitsdenken. Schließlich kann ich mir, wie die meisten, eine unbezahlte Arbeitslosigkeit nicht leisten. Nur hätten weitere Monate Abwarten und etwas Neues suchen, um abgesichert zu gehen, nichts an der andauernden Überforderung, vor allem an der Erschöpfung geändert …

Jetzt werde ich also ein Fall für den Staat, was mir überhaupt nicht schmeckt. Ich brauche aber eine Auszeit … und komischerweise tut gut, plötzlich zu merken, dass es ok ist. Ich hatte ein unwahrscheinlich gutes Gespräch, eine sehr gute und vor allem mutmachende Beratung von der Agentur für Arbeit. Und tatsächlich geht es mir seit meiner Entscheidung von Tag zu Tag besser. Die ersten Bewerbungen sind verschickt, mein Lebenslauf ist aktuell, ich höre mich um. Es ist wunderbar, wie die Energie langsam zu mir zurückkommt, statt in einen Arbeitgeber zu fließen, der meinen Einsatz nie genug gewertschätzt hat. Und so einfach kann es sein.

Ja, natürlich wäre mir lieber, ich hätte bereits etwas Neues, ein Datum, bis zu dem ich planen kann. Und danach geht es sicher weiter. Aber ich vertraue darauf, dass etwas kommen wird. Eine Aufgabe, die mich fordert, mir aber gleichzeitig genug Raum für das Leben lässt. In einem Team, das mit mir zusammen arbeitet, statt mich arbeiten zu lassen. Ein Job, der mir Spaß macht und mein Leben bezahlt.

Meine Freundin hat Sonntag etwas in Worte gefasst: „Die letzten Monate warst du im Überlebenskampf, jetzt brauchst du Zeit zu heilen, und danach darfst du wieder die Freude am Leben spüren.“ Wie recht sie hat, die Lebensfreude kommt Tag für Tag zu mir zurück ❤️ und irgendwie passt das Titelbild: ich nehme eine Menge Herzen mit …

„Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind.“ Leider hat Rita das schöne Projekt Sonntagsfreude eingestellt, ich teile meine persönliche weiter mit euch, denn mir geht es um den ursprünglich von Maria ins Leben gerufenen Gedanken – sich liebevoll an die vergangene Woche erinnern, nicht immer gleich zur Tagesordnung übergehen, sondern die kleinen Glücksmomente einfangen, um sich auch später daran zu erinnern.“

Ein Danke aus übervollem Herzen #sagesinliebe

Ich erlebe in den letzten Tagen und Wochen vorbehaltlos Zuspruch. Und bin für jeden einzelnen Gedanken einfach nur dankbar. Die erste, die mir in einem Gespräch unglaublich Mut und Zuversicht vermittelt hat, war meine weise 7jährige Nichte. Auch der Rest der Familie steht geschlossen hinter mir, gibt mir Liebe, Vertrauen und Stabilität. Ermuntert mich, bei mir zu bleiben. Im Freundeskreis habe ich ausschließlich Unterstützung erlebt. Und selbst Bekannte und seltene Kontakte schenken mir besondere Momente, geben mir ein positives Gefühl, bieten sogar Hilfe an. Am schönsten ist es, verstanden zu werden. Entscheidungen und Veränderungen fallen nicht leicht, aber ich fühle mich getragen von einer Welle aus Sympathie und Unterstützung. Und möchte einfach Danke sagen, Danke euch allen, die ihr an mich glaubt, mir vertraut, für mich da seid. Es ist mein Weg, ich bin unsagbar dankbar, ihn mit euch gehen zu dürfen, von euch begleitet zu werden.

Lila und Steffi laden zu #sagesinliebe, und das tue ich zu gerne.

Sonntagsfreude: Zufriedenheit

Eigentlich hat sich nichts verändert. Es ist weiterhin zu viel, die Belastung zu hoch. Aber eine innere Entscheidung zu treffen ENTlastet ungemein. Diese Woche war anstrengend, aber ich gehe die Tage entspannt an. Und bin dadurch ausgeglichener, zufriedener. Das tut sehr gut.

Es war eine gute Woche, ich habe blauen Himmel und Sonnenschein in Hamburg mit einem fantastischen Ausblick genossen, der nette Flugkapitän ist am Abend eine Panoramarunde über den Hafen „nur für uns“ geflogen. Ich bin mit den falschen Schuhen, aber ohne Hetze, durch die Münchner Altstadt im dichtesten Schneetreiben gerutscht. Und habe die guten Momente in mich aufgesogen.

Gestern haben die bezaubernde Nichte und ich einen Ausflug mit Reitstunde bei der Pferdefreundin gemacht, sogar die Pferdedame schien zwischendrin glücklich und zufrieden. Danach gabs glücklichmachende Pasta und eine Runde am Boden spielen und rumalbern mit Nichte 2.0 – und endlich mal wieder eine Folge Mia and me. Hatte schon „beinah“ vergessen, um was es geht 😉

Und heute scheint mir der Wettergott geneigt, gerade geht die Sonne auf und treibt die paar Wolken vor sich her. Das bedeutet, ich bin demnächst unterwegs, Frischluft in mich sammeln. Danach werde ich guten Gewissens auf jegliches Faschingstreiben verzichten – und es mir mit Gedanken zu den Veränderungen bequem machen.

Nachtrag: bin etwas mehr als 10 Kilometer durch diesen herrlich kalt-klaren Wintermorgen gestapft, durfte im Wald ein Reh und ein Eichhörnchen treffen, hab mich über den Herrn Reiher, ein Bussardpaar gefreut, wurde vom Turmfalken neugierig beäugt und verfolgt und vom Pfau zwar ohne Rad, aber durch einen Ruf und neugieriges Kopfwackeln begrüßt. Für mich ein nahezu perfekter Faschingssonntag …

„Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind.“ Leider hat Rita das schöne Projekt Sonntagsfreude eingestellt, ich teile meine persönliche weiter mit euch, denn mir geht es um den ursprünglich von Maria ins Leben gerufenen Gedanken – sich liebevoll an die vergangene Woche erinnern, nicht immer gleich zur Tagesordnung übergehen, sondern die kleinen Glücksmomente einfangen, um sich auch später daran zu erinnern.“