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„LIve-Schaltung“

Auch wenn wir uns alle nicht regelmäßig sehen können lässt meine Schwester die Familie in Bildern und per Video am Wachsen der Nichten zuschauen. So waren wir fast live dabei, als Nichte 3.0 „endlich“ zum ersten Mal selbst Brotwürfel gegessen hat. Nachdem sie seit Wochen jedem Haps, der im Mund der großen Schwestern verschwindet, sehnsüchtigst hinterher schielt. Obs geschmeckt hat? Ich vermute: sowwieso 🙂

Und Nichte 2.0 hat mir schon wieder zum Geburtstag gratuliert – ich bin eine doppelt glückliche Tante, denn sie würde mir am liebsten täglich gratulieren. Ich werde aber nicht täglich ein Jahr älter. Hach.

Besser als jeder Adventskalender

Eine schönere Überraschung hätten die meisten Kinder heute definitiv nicht bekommen können – Schnee zum 1. Dezember ❤

Ich vermute, nicht nur meine Nichten haben heute warm eingepackt und fleißig draußen „gearbeitet“ – und schaut mal, wie brav und geduldig der Schneemann die beiden zieht …

Erinnerungen festhalten

Diese Zeit bringt auch ein kleines bisschen mit sich, dass gemeinsame Erlebnisse innerhalb gefühlt ganz ganz ganz kurzer Zeit angesammelt werden müssen? So war zumindest mein Eindruck am Tanten-Nichten-Wochenende. Ganz viel Zeit im Freien – was sich bei dem schönen Wetter aber auch so was von angeboten hat.

Die Kids-Wunschliste war nach den vielen Wochen des Nicht-Sehens ellenlang: Demnach mussten Kürbisse und Kastanien für die herbstliche Deko vorbereitet, alle Tiere auf dem und um den Bauernhof herum besucht, die kleine Kapelle mit der Quelle aufgesucht, mit dem Leiterwagerl gefahren, Blumen für die Oma gepflückt, alle Lieblingsgerichte verzehrt, mit dem Opa Stroh für die Hasen verpackt, der Katze Unmengen an Leckerli und Futter gegeben, Chips beim Mädelsabend mit DVD verspeist und ausgiebigst gefrühstückt werden. Und und und …

Nicht geschafft haben wir tatsächlich den Besuch auf dem Heu- bzw. Strohboden. Aber das war auch gar nicht schlimm. Viel besser war, dass Nichte 2.0 als Premiere mit der Taaaante und ihrer großen Schwester eingeschlafen ist. Hurra. War zwar noch nicht die ganze Nacht ohne die Mama, aber immerhin knappe 3 Stunden. Hurra. Dank Zeitumstellung war das Endlich-Wiedersehen eh schon sehr sehr sehr früh 😉

Die bezaubernde Nichte? Fand die Zeit ganz ok. Nichte 3.0? Ist eh tiefenentspannt und gechillt. Außer wenn eine ihrer Schwestern schrille Töne von sich gibt. Wobei: manchmal erst recht dann, wenn das vertraute Geschrei der beiden Großen ertönt …

Sonntagsfreude: Schnipsel

Ich bin etwas schreibfaul die Wochen, deshalb ein paar Gedankenschnipsel. Einfach nur, damit es nicht vergessen wird:

  • Am Meer wars schön. Aus unserer 2er Chaos-Crew ist eine 3-er Konstellation geworden. Das klappt meistens ganz gut. Oder eben auch nicht. Aber Sandburgen bauen, mit den nackten Füßen am endlos langen Strand Fußstapfen hinterlassen … das war sehr harmonisch.
  • Als ich früher abgereist bin, hat Nichte 2.0 echt gute Argumente angebracht, warum ich bleiben sollte: „Es ist so schön hier. Wir bauen Milliarden Sandburgen. Und schauen viel fern.“ Ich fand die paar Tage mit wenig Fernsehen und den Hopfenbauern beim Ernten Zuschauen auch schön. Für mich 😉
  • Nichte 3.0 quatscht schon fast so viel, wie ihre großen Schwestern. Und auch sonst erinnert sie in Mimik, Gestik und so doch sehr an die zwei, insofern trifft es meine Nummerierung doch recht gut. 3 bezaubernde Nichten – ich hab schon ganz schön großes Glück?
  • Die Erstausgabe geht ja seit Schulstart Gymnasium – bislang läuft es recht zufriedenstellend. Sie ist ganz knapp nicht Klassensprecherin geworden (puh!) und knüpft neue Kontakte. Bislang ist fast alles „ganz normal“, sie fährt mit Öffentlichen zur Schule und neben dem Lernen gibts auch mal Einladungen zum Spielen. 5. Klasse Fazit bislang: ok.
  • 2.0 ist ein großes Kindergartenkind. Und sie findet das richtig gut. Tatsächlich heißt eine ihrer Kindergärtnerinnen Doris – auch: ganz cool. Und ich bin seit dem Urlaub ohnehin die namenlose „Taaaante“ 😉
  • 3.0 bekommt von Kürbis Ausschlag, aber Brei essen ist nach einer ersten irritierten Umorientierung toll. Und sowieso nimmt sie ihre Umgebung von Tag zu Tag mit mehr Neugierde und Reaktion wahr – seufz. Das geht auch beim 3. Mal alles soooo schnell. Bis ich mich umschaue wird sie mir hinterher laufen …
  • Der Erholungseffekt hat lang angehalten, ich hab mehr als eine Woche gebraucht, um meine Jobroutinen wieder einigermaßen drauf zu haben. Und das beste war, dass ich am ersten Tag tatsächlich erst mal mein Passwort zum Starten des PC suchen musste. Ich finde, das zeigt, dass die nicht ganz 3 Wochen richtig weit weg waren. Und das hält gefühlt immer noch vor. Hach.
  • Ich bin nach wie vor nicht so für virtuelle Treffen zu begeistern. Dafür treffe ich unregelmäßig die wichtigsten Freunde. Ich merke, dass mir das gut tut. Und dass sich das Bedürfnis nach mehr gar nicht ergibt. Ja, das zieht eine Reduzierung nach sich. Aufs Wesentliche. Auf beidseitiges Interesse. Auf Sehnsucht. Ich hinterfrage – wie so oft in meinem Leben – wer mir gut tut. Wen ich sehen möchte. Wo es mich hinzieht … spannend. Bin neugierig auf das, was kommt.
  • Und genieße es dann so sehr, mit den Herzensmenschen im Augenblick zu sein.
  • Meine Schreibfaulheit habe ich akzeptiert. Es ist häufig so, dass ich im Kopf beginne, zu formulieren. Und dann schreib ich nicht. Warum. Wieso. Wozu. Ich weiß es nicht, und nehme es einfach hin.
  • Heute wollen die bezaubernde Nichte und ich virtuell Bilder (von ihr mit der geschenkten Kamera gemacht) aussuchen, damit sie an einem Wettbewerb mitmachen kann. Ich drücke die Daumen, dass sie es nicht vergisst. Und wenn doch, dann ist es – für mich – nicht so schlimm 😉
  • Dazu hat die Nacht die schweren Wolken und den Wind verjagt, am Morgen gabs klaren Sternenhimmel und jetzt Sonnenschein vor weißblauer Herbststimmung. Am wichtigsten: die Temperaturen sind zweistellig (denn ich fands gestern wirklich klirrend kalt). Insofern wird meine Bewegung heute doch noch vom Sonnenschein und klaren Ausblicken begleitet – ich freu mich auf eine ausgiebige Nachmittagsrunde. Einen Schritt nach dem anderen – entlang alter und neuer Wege.