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Mädels-Gäng

Was vom Geburtstag der anderen Nichten-Oma in Erinnerung bleibt? Wie mich die Nichten und ihre große Cousine ganz selbstverständlich in ihrer Mädels-Gäng dabei haben wollten, obwohl ich die uncoole Erwachsene bin – „forever Mitglied des Kindertischs“. Wie wir doch noch einen Spielplatz gefunden haben – puh. Wie die zwei Großen auf was hochgeklettert sind, die Kleine hinterher wollte – und mit vereinten Kräften haben wir es möglich gemacht. Wie wir drei Großen beim Wettrennen immer nicht gewonnen haben, die Jüngste aber trotzdem Krokodilstränen vergossen hat, als sie einmal nicht die Schnellste war. Wie wir die einzigen waren, die wie Störche einmal durchs Kneipp-Becken gestakst sind … Ja. da sind ganz viele Momentaufnahmen entstanden, Bilder gibts auch „ein paar“. Die dürfen aber „niemals nicht“ gezeigt werden – wieherndes Gelächter.

Es ist Sommer

Und wann, wenn nicht jetzt, ist der richtige Zeitpunkt für eine ausgiebige Wasserschlacht? Keine Ahnung. Gestern haben sich in jedem Fall die beiden großen Nichten (angestachelt von ihrer Tante, meiner Schwägerin, der geliebten Ehefrau des „Opfers“) „spontan“ gedacht, dass sie ihren Onkel gepflegt im Plantschbecken untertauchen könnten … Am Ende war er zwar patschnass – aber alle beteiligten Mädels ebenso. Im Planschbecken war irgendwann kaum mehr Wasser, drumrum umso mehr – und zum Glück gabs da noch einen Wasserschlauch, sonst wär das viel zu schnell rum gewesen!!!

Ich hab „nur“ fotografiert, was gar nicht so einfach war, weil wir alle mindestens 30 Minuten soooo viel lachen mussten 😉 Gelernt: man muss nicht ans Meer, an den See oder eine große Reise machen: den Sommer haben wir, direkt vor der Haustür. Nichts wie mitten rein ins himmlisch schöne Sommergefühl …

Platt

Die steigenden Temperaturen sorgen auch bei meinen sonst so bezaubernden Nichten zu steigenden Konfliktsituationen. Woran es jetzt genau gelegen hat? Weiß ich nicht. In jedem Fall war dieses Wochenende der Wurm drin – meist reißen sich die beiden Großen nämlich schon sehr am Riemen, wenn die Tante zu Besuch ist. Haben sie ja auch zwischendurch immer mal wieder, in den Momenten mit mir allein. Aber die waren dieses Mal wohl – obwohl es auf mich anders wirkt – zu kurz gekommen. Und weil ich selbst durch meine Ostepathiesitzung etwas platt war konnte auch ich nicht ganz so viel ausgleichen, wie ich das sonst schon oft hinbekomme …

Was ich aber geschafft habe, ist das Gezicke und Gezanke in einer Bilderfolge mit der Kamera sehr im Detail festzuhalten. Hm, nicht nett? Stimmt. Aber dokumentiert, dass nicht „die“ oder „die“ schuld ist. Sondern alle zwei „beide immer“ weiter zoffen, schlicht: weil keine aufhört. Nie.

Hm. Sollen sie sich mal in Ruhe anschauen. Und dann vielleicht doch etwas drüber nachdenken, was jede tun könnte, damit es für alle angenehmer wird.

3.0? Steht daneben und schaut. Hoffentlich findet sie „das“ nicht nachahmenswert … 😉

Tantenbeobachtungen

Als Tante darf ich auch mal meine Beobachtungen notieren, was so das Mit- oder manchmal eher Gegeneinander der bezaubernden Nichten anbetrifft. Generell ist die große Schwester das immer gern, solange alles nach ihrer Pfeife tanzt. Wenn das nicht so ist findet sie alles, und zwar ALLES alles, total doof. Fies wie ich bin erwähne ich in solchen Momenten dann gerne, dass sie genau das immer sein wollte und in ihren langweiligen Einzelkindjahren tatsächlich vielfach gebettelt hat, endlich große Schwester sein zu dürfen …

Die kleinere Schwester dagegen wär am liebsten groß. Sie will immer mit, immer dabei sein, immer alles können, was die Große kann und und und. Nur wenn sie dann was ausgefressen hat, dann sind die anderen schuld. Vor allem die große Schwester. Die wird übrigens auch oft zu sehr geärgert, sitzt im Weg, hat etwas, was die Kleine „jetzt sofort“ braucht und und und …

Meine Kurzzusammenfassung lautet: theoretisch lieben sie sich sehr und das Leben wäre um vieles weniger lebenswert, hätten sie sich nicht. In der Praxis ist das aber alles gar nicht so einfach miteinander – und deshalb können wir nur hoffen, dass das Raufen, Zicken und Hauen auch weiterhin glimpflich verläuft und keiner bleibende Schäden davonträgt. Vor allem, da sich 3.0 mit großen Schritten aufmacht, ins Nichten-Chaos-Team einzusteigen … hm.

Und so oft sehe ich mich große Schwester, die ich auch immer vernünftig sein musste, Verantwortung für die nervigen Kleineren übernehmen und nie, also wirklich nie nie nicht, das machen durfte, was ich wollte. Wie gut versteh ich in diesen Momenten die Wut der bezaubernden Nichte. Und das Verhalten von 2.0 hilft, rückblickend auch das schier grenzenlose „Ich will alles mit dir machen“ meiner Geschwister zu verstehen. Vor allem meine nervige kleine Schwester, die sich nie abschütteln lies … aka Mutter der bezaubernden Nichten. Wir haben es überlebt, ich hoffe, das schafft diese Generation auch.