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Nachklapper: Familienfeierei

Weil immer so viel vergessen wird, noch ein paar kleine Erinnerungsmomente an den runden Geburtstag meiner Mutter, der im kleinen Familienkreis gefeiert wurde:

  • beim spontanen Ausflug gegen Schlechtwetter-Lagerkoller zu Onkel und Tante haben wir zwar den Biber nicht persönlich kennengelernt, aber wir wissen jetzt ganz genau, wo er seine beiden Dämme baut und wo er sich eine Rutsche in den Bachlauf gebaut hat … und wie er die Bäume (alt oder jung ist ihm dabei ziemlich egal) gaaaanz spitz anknabbert haben wir auch gesehen 😉 – jetzt müssen Onkel und Tante aber bald mal ein Beweisbild liefern, dass das wirklich der Herr Biber ist.!.
  • die beiden Nichten haben ihre Oma professionell gestylt, mit verschiedenen Kämmen, Bürsten und Föns und vor allem reichlich Haarspray bewaffnet – das Ergebnis war toll (und sogar die glatte Kopfhaut vom Opa erstrahlte in neuem Glanz)
  • am Tisch haben immer noch alle Platz, mal sehen, wie das so klappen wird, wenn Nichte 3.0 auch bei den Großen sitzen will 😉
  • die bezaubernde Nichte ist auf der Heimfahrt immer sooo erleichtert, denn schon kurz nach dem Losfahren fallen ihre beiden kleinen Quälgeist-Schwestern hoffentlich in einen erholsamen Schlaf – und das ist auch für die Große so was wie eine Oase der Ruhe 🙂
  • nicht nur mein Geldbeutel war nach der Feierei erst mal verschwunden und ist im Bus der Nichten aufgetaucht, auch der Schlüssel meines Schwagers ist dem Familienkobold ins Netz gegangen – und konnte erst nach vielen Suchmanövern wiedergefunden werden …

Das mit dem Gedicht

Für ihren 70. Geburtstag hatte meine Mutter erst keine, dann immer wechselnde Pläne. Aus denen jetzt auch nichts wird. Dafür darf sie sich auf die vielen Pläne ihrer Enkeltöchter freuen: Nichte 2.0 wird ihr gaaaaanz viele Geburtstagslieder singen. Sie übt fast ununterbrochen. Die bezaubernde Nichte hat gereimt, ein Gedicht – es ist schon mal notiert, jetzt muss es noch in Schönschrift auf eine Karte gebracht werden. Ob das klappt? Die Kids haben schon viiiiiel Stress, weil sie ja auch noch Geschenke basteln müssen, Bilder malen …

Ich meine, dass das Gedicht eine süße Überraschung wäre und vor allem besonders. Hoffen wir mal, dass es nicht in Vergessenheit gerät 🙏

Paula und der Marienkäfer: Vorlese-Geschichten aus der Nachbarschaft

Die Nachbarmädels zählen den ganzen Tag. Immer wieder. Und immer wieder. Bis 10. Um dann laut zu rufen: „ich komme!“ Paula ist maulig. „Die können das. Ich würd ja zu gern bei dem Spiel mitmachen – aber wie geht das Bitteschön? Eins-zwei-und wie weiter?“

Da kommt ein Marienkäfer 🐞 des Wegs geflogen. Er hört Paula zu. Und meint lächelnd: „Ich kann dir helfen. Schau mal, wenn du die Punkte auf meinen Flügeln zählst, wie viele sind das denn?“

Paula beginnt: „Links sind es 1 – 2 – 3 – 4 – 5. rechts hast du 1 – 2 – 3 – 4 – 5. Und jetzt?“ Der Marienkäfer lächelt immer noch: „Nicht die zwei Flügel einzeln, zähl einfach alle mal am Stück durch.“ „ 1 – 2 – 3 – 4 – 5 – 6 – 7 – 8 – 9 – 10 ! Oh, toll, das passt,“ freut sich Paula. „Genau,“ sagt der nette Käfer. „Und du kannst das. So geht das Spiel: du zählst beim Warten bis 10, der andere hat so lang Zeit, sich zu verstecken. Und dann rufst du laut ‚ich komme‘, damit du ihn suchen kannst.“

„Super, spielst du mit mir? Ich zähle, und du versteckst dich?“ „Klar, ich bin dabei. Los gehts, ich weiß schon das aller-aller-allerbeste Versteck von allen, da findest du mich niemals nicht.“ Schon beginnt Paula mit dem Zählen und der Marienkäfer sucht sein Versteck – und schon spielen sie wie die Schwestern mit Feuereifer. Und nochmal. Und nochmal. Und immer wieder noch mal …

Sonntagsfreude: Muttertag wie früher

In Absprache mit meinen Nichten bin ich heute morgen wie früher als Kind durch die Wiesen gelaufen und hab ihrer Oma, meiner Mama, einen frischen Blumenstrauß gepflückt. Hat gut geklappt, meine Ausbeute füllt zwei Vasen, so darf sie sich in Küche und Wohnzimmer an ihren Muttertagsblumen erfreuen. Die beiden hätten das nicht zusätzlich geschafft, sie mussten ja schon ihrer Mama den Wunsch nach frisch gepflückten Blumen erfüllen …

Die bezaubernde Nichte hat sich übrigens bestens auf die Aufgaben des Tages vorbereitet: um 5 Uhr klingelte der Wecker, dann hat sie mit viel Liebe zum Detail den Frühstückstisch gedeckt. Mit Servietten und so. Danach? Hat sie sich aber noch mal ins Bett gelegt, weil so lang kann ja kein Mensch warten. Und als der Rest der Familie dann gegen 8 am Aufwachen war, reichten dann 5 Minuten: schon stand auch noch ein frisch gepflückter Prachtstrauß auf dem Tisch. Alles eine Frage der Organisation😉

Find ich ja auch: statt einer Biskuitrolle mit Erdbeeren hab ich eine Beeren-Biskuitrolle gemacht. Wie immer bin ich meiner Rolle als Nicht-Zuckerbäckerfee der Familie zu 100 Prozent gerecht geworden: sie ist optisch nicht, dafür aber geschmacklich gelungen. Aber improvisieren kann ich: Das gewünschte Grillen wurde wetterbedingt Spargel und Rosmarinkartoffeln aus dem Ofen mit Grillpfanne, dazu gabs frische Kräuterbutter. Allen hat’s geschmeckt – so darf es gerne bleiben.