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Frühstarterin

Ich bin nicht sicher, wann die beiden großen Nichten begonnen haben, mit mir zu telefonieren? Auf alle Fälle möchte ich hier festhalten, dass ich die Tage zum ersten Mal mit Nichte 3.0 (knapp 9 Monate) telefoniert habe. Indem sie mit lautem „Knurren“ und „Murren“ erst das Gespräch mit meiner Schwester, ihrer Frau Mama, unterbrochen hat. Dann beherzt zugegriffen und mit dem Telefon davon gerobbt ist. Ich bilde mir auch ein, dass sie auf meine Fragen mit Gurgeln und Murmeln geantwortet hat …

Eine echte Frühstarterin, wie ich finde? 😉

Erinnerungen festhalten

Diese Zeit bringt auch ein kleines bisschen mit sich, dass gemeinsame Erlebnisse innerhalb gefühlt ganz ganz ganz kurzer Zeit angesammelt werden müssen? So war zumindest mein Eindruck am Tanten-Nichten-Wochenende. Ganz viel Zeit im Freien – was sich bei dem schönen Wetter aber auch so was von angeboten hat.

Die Kids-Wunschliste war nach den vielen Wochen des Nicht-Sehens ellenlang: Demnach mussten Kürbisse und Kastanien für die herbstliche Deko vorbereitet, alle Tiere auf dem und um den Bauernhof herum besucht, die kleine Kapelle mit der Quelle aufgesucht, mit dem Leiterwagerl gefahren, Blumen für die Oma gepflückt, alle Lieblingsgerichte verzehrt, mit dem Opa Stroh für die Hasen verpackt, der Katze Unmengen an Leckerli und Futter gegeben, Chips beim Mädelsabend mit DVD verspeist und ausgiebigst gefrühstückt werden. Und und und …

Nicht geschafft haben wir tatsächlich den Besuch auf dem Heu- bzw. Strohboden. Aber das war auch gar nicht schlimm. Viel besser war, dass Nichte 2.0 als Premiere mit der Taaaante und ihrer großen Schwester eingeschlafen ist. Hurra. War zwar noch nicht die ganze Nacht ohne die Mama, aber immerhin knappe 3 Stunden. Hurra. Dank Zeitumstellung war das Endlich-Wiedersehen eh schon sehr sehr sehr früh 😉

Die bezaubernde Nichte? Fand die Zeit ganz ok. Nichte 3.0? Ist eh tiefenentspannt und gechillt. Außer wenn eine ihrer Schwestern schrille Töne von sich gibt. Wobei: manchmal erst recht dann, wenn das vertraute Geschrei der beiden Großen ertönt …

Tante Coco, „helfe mir“

Feinfühlig wie ich bin weiß ich ganz genau, dass meine Nichten viel von ihrer Liebe nicht in ebendiesen Worten, sondern beispielsweise in Befehlen ausdrücken. Wenn also Nichte 2.0 bei mir Dinge, die sie schon recht gut selbst und vor allem allein hinbekommt, mit den Worten „Tante Coco, helfe mir“ kommentiert, bedeutet das, dass sie damit keine Frage, sondern eine Aufforderung verpackt. Im Prinzip gehts darum, etwas gemeinsam zu machen – mit mir, „meiner“ Tante. Mit der einfach alles viel besser gelingt. Und dass ich ihr dabei meine uneingeschränkte Aufmerksamkeit schenke ist wohl selbstredend.

Also beispielsweise, wenn wir zusammen eine noch grüne Zwetschge mit einem aufgesammelten Ast öffnen und eine Riesensauerei dabei machen. Und zugegeben: sie war es nicht allein, ich hab ihr schon ziemlich dabei geholfen 😉

Momente festhalten

Wenn die kleine Schwester mit zum Vorfeiern fährt, dann aber unbedingt den Arm der Tante braucht, um im Auto nicht weinen zu müssen. Bedeutet für die Tante, verkehrt herum, also gegen die Fahrtrichtung im Auto mitfahren müssen. Und dabei wird ihr übelst … dafür dürfen wir zwei gerade Mittagsschlaf halten. Fern von den Großen. Ja, muss alles verdient werden – auch die guten Zeiten 😇