Heimatverliebt: So feiert die Hallertau


Während alle Welt auf der Münchner Theresienwiese vorbeischaut bereiten sich die Hallertauer auf ihr Oktoberfest, den Gallimarkt vor. Wie in der Weltstadt mit Herz dreht sich alles ums Bier – auf dem kleinen Festgelände warten zwei Zelte, tagsüber spielt die Blasmusik, abends sorgen Bands dafür, dass nicht nur die Teenager auf den Tischen abrocken. Wie für die Hallertauer Volksfestzeit üblich wird ein Wochenende und einen Montag lang gefiert, das reicht dann auch, damit alle mal da waren. Mittlerweile trägt wieder „jeder“ Tracht, und es ist schon schön, wenn sich die Buam in ihren schneidigen Lederhosen und die feschen Madln im Dirndlgwand zuprosten. Denn klar, „oans, zwoa, gsuffa“ gehört dazu. 

Der bevorstehende Gallimarkt beendet die Hallertauer Volksfestsaison, über den Herbst gibt’s noch ein paar Kirchweihfeste mit Ganserlessen und Dultbetrieb, dann im Winter folgen schöne Adventsmärkte, ganz klein und fein oder auch etwas größer, wie beispielsweise den Weihnachtsmarkt auf dem Abensberger Kuchlbauer-Areal. Und im neuen Jahr wird Fasching gefeiert, getanzt und bis in die Morgenstunden gelacht wird auf sogenannten Schwarzweiß-Bällen, ausgefallene Kostüme und noch ausgelassenere Stimmung bieten die kunterbunten Maskenbälle in der Region. Am Faschingswochenende laden große Umzüge zum Staunen, in den Wirtshäusern, Bars und sogar Sportheimen oder  Feuerwehrhallen herrscht im Anschluss Kehraus – viel trinken, viel lachen, viel reden, auch tanzen.

Daran schließt die Starkbierzeit an, die zelebrieren die Holledauer mit vielen Starkbierfesten, ob mit oder ohne politische Ansprache, Hauptsache der Nachschub bleibt niemals nicht aus. Und ab Ostern finden wieder überall in der Region Jahrmärkte und Volksfeste statt. Zu einer Instituation hat sich das Auer Weißbierfest am Pfingstwochenende entwickelt, traditionell feiern Männer ihren Jahrestag auf dem Rudelzhausener Volksfest. Besonderheit sind die Hopfenfeste in den sogenannten Siegelgemeinden, die Idee war, die großen Hallen, in denen ab dem Herbst nach der Ernte der Hopfen gelagert wird, in der freien Zeit im Juli für ein Bierfest zu nutzen. Fanden wir als Kinder und Jugendliche toll, denn wir waren kaum in der stickigen Halle, sondern mehr auf dem kleinen Rummel mit Autoscooter und Losstand. In meiner Heimatgemeinde findet das Hopfenfest seit mehreren Jahren am ersten Oktoberwochenende statt, seitdem kommen wieder etwas mehr Besucher. 

Einen kleinen Kultstatus in der Region hat noch der Abensberger Gillamoos, zwei Wochenenden im September wird auf der Wiese am Weissbierstadl gepflegt gefeiert, an den Wochentagen nutzen die Parteien die großen Festzelte für politische Frühschoppen nach der Sommerpause. Und vor einem Jahr durfte ich dabeisein, wie Heimatliebe mit Tradition gefeiert wird, immer wieder schön, die vielen Bilder der Heimat. Wer mehr Bilder aus der Region sehen möchte, schaut mal bei Gabis Heimat Holledau vorbei.
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Jule lädt zum Schreibprojekt „Heimatverliebt„, in diesem Monat lautet das Thema „So feiert deine Heimat“. Mein Beitrag über die Hallertau ist mit „Bierfesten“ typisch fürs Hopfenland, traditionell feiern die Holledauer mit gutem Bier, gern, viel und ausgelassen. Mehr Heimatliebe aus unterschiedlichsten Regionen findet ihr unter dem Suchbegriff „Heimatverliebt“.

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