Erinnerung wachhalten


Heute vor 77 Jahren wurde Ausschwitz befreit – und es liegt mir am Herzen, an diesen Tag und an die Opfer der NS-Zeit zu erinnern. Die konnten damals aus bekannten Gründen nicht für ihre Freiheit spazieren gehen … Nicht weit von meiner Schule lag „das Stalag“, eines der größten Kriegsgefangenenlager im 2. Weltkrieg. Nach dem Krieg diente es als Internierungslager, später wurden hier Heimatvertriebene angesiedelt. In meiner Schulzeit sind wir oft mit einem flauen Gefühl an den Baracken vorbeigelaufen, um uns im nahen Supermarkt eine Mittagspause zu besorgen. Schon makaber, wenn man die Bilder von den ausgemergelten Sträflingen im Kopf hatte … Vor allem als Jugendliche hatte ich den Eindruck, dass das alles am besten so schnell möglich verfallen sollte.

Vor einiger Zeit habe ich gelesen, dass sich das geändert hat und in der Stadt ein Projekt gestartet wurde, um ein Informations- und Dokumentationszentrum einzurichten. Es ist wichtig, Erinnerungen wachzuhalten und ehrlich aufzuzeigen, was passiert ist. Auch um Verständnis zu f, wie absurd Vergleiche zu aktuellen Ereignissen sind. Und zu verhindern, dass sich so etwas wiederholt … 2022 werden in einem Ausstellungszyklus Zeichnungen und Gemälde gezeigt, die Inhaftierte während ihrer Zeit im Stalag angefertigt haben – und die ich mir unbedingt ansehen möchte …

2 Kommentare zu „Erinnerung wachhalten“

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