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„Fließend“ Homeoffice

Während Nichte 3.0 geboren wurde war ich da, damit 1.0 und 2.0 „normalen“ Alltag hatten. Aktuell bedeutet das, dass 2.0 nicht in die Kita oder zum Spielplatz darf, die große Schwester darf nicht in die Schule oder sich mit Freunden treffen. Beiden fehlt das, so richtig. Die jüngere macht das Beste draus, spielt im Sekundentakt was anderes und braucht immer das, was gerade verräumt ist. Oder sie geht schaukeln, schaukeln geht immer und stundenlang – aber das klappt dummerweise noch nicht allein. Da brauchts eine Anschubserin. Jetzt.

Die Große hat eine tolle Lehrerin, die für die Viertklässler ein Wochenprogramm erstellt hat, das sie „selbstorganisiert, bearbeiten können. Sie soll schließlich, auch wenn grad keine Normalität herrscht, zumindest ein paar Stunden für die Schule lernen.

Fragt man die jetzt ja mittlere nach hören großen Schwester, dann erklärt sie fließend, dass „Noni“ (ja, auch die Namen ändern sich) im Homeoffice ist. Ob die im Büro im obersten Stockwerk wirklich nur schulisches tut? Hm. Tja. Ich würde mal diplomatisch sagen: auch. Wobei jede Ablenkung hochwillkommnen ist. Und am Allerliebsten nehmen beide großen Schwestern grad „ihr“ Baby in den Arm. So geht Geschwisterstolz.

… Auch wenn der Lagerkoller immer nur ein paar Zentimeter entfernt scheint, im Großen und Ganzen wissen die zwei ihr Zuhause schon sehr zu schätzen. Immerhin hat die bezaubernde Nichte ohne jeglichen erwachsenen Impuls festgestellt, wie gut es ist, Haus und Garten zu haben. „Coco, stell dir mal vor, wir hätten nur eine winzig kleine Wohnung, ohne Balkon …“. Ja, das wäre in der Tat was ganz anderes. Und schon erkennt eine 9jährige, dass Dankbarkeit, für das was ist, angebracht ist, statt sich nach etwas zu sehnen, was man nicht braucht.

Sonntagsfreude: Zufriedenheit

Gestern hab ich einen Bekannten getroffen, der zeitgleich mit uns sein Haus renoviert hat. Er würde aus heutigem Blickwinkel vieles anders machen. Seine Frage, ob das nicht bei jedem Bauherren, also auch bei uns, so sei, habe ich rhetorisch offen stehen lassen. Denn: ich kann nur für mich sprechen. Und ich würde alles wieder genau so machen.

Witzig, denn genau das denke ich mir so oft: beim von außen aufs Haus schauen, beim drinnen durch die Räume gehen. Ich bin so zufrieden, wie wir es geschafft haben, aus alt neu, aber eben nicht ganz anders zu machen … Und das nicht nur wegen unserem hoffentlich lebenslang unverbautem Ausblick. Punkt.

„Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind.“ Leider hat Rita das schöne Projekt Sonntagsfreude eingestellt, ich teile meine persönliche weiter mit euch, denn mir geht es um den ursprünglich von Maria ins Leben gerufenen Gedanken – sich liebevoll an die vergangene Woche erinnern, nicht immer gleich zur Tagesordnung übergehen, sondern die kleinen Glücksmomente einfangen, um sich auch später daran zu erinnern.

Sonntagsfreude: Hygge

Inspiriert von meinem dänischen Freund Mads, der mir mal seine Lebenseinstellung so beschrieben hat, mach ich es mir die Tage hyggelig, gemütlich, genieße das renovierte Zuhause, terminfrei, stressfrei – eine bewusste Auszeit, um  wahrzunehmen, wie schön wir es uns gemacht haben. Klein und fein – und irgendwie sogar mein. Nebenher schau ich die Bilderflut aus der Renovierungsphase, die irgendwann mal ein Bau-Bilderbuch werden soll. Aber nicht sofort und jetzt. Denn heute ist Hygge.

Mehr Sonntagsfreude sammelt Rita.

Mittlerweile [*.txt]

Am Anfang war eine Ahnung – dass sich „etwas“ tun muss. Damit unsere Eltern seniorengerecht alt werden können. Es folgten Gespräche, Ideen, Pläne.

Dann kam die Arbeit. Für die ganze Familie. Nicht wenig, aber auch nicht zu viel.

Damit begann die Veränderung. Das Zuhause wurde zur Baustelle. 

Aus Tagen wurden Wochen – wurden Monate – wurden Jahre.

Zwischendurch war schon mal Weihnachten, damals noch alles ganz neu, ungewohnt, vieles unfertig.

Dann kam das zweite Baustellenjahr. Routiniert. Trotzdem immer überraschend. Und niemals langweilig. Nein, ganz bestimmt nicht …

Mittlerweile ist immer noch nicht alles fertig-fertig. Aber es ist wieder Zuhause. 

Fühlt sich gut und richtig an.

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Das zwölfte Wort von Dominiks txt-Projekt lautet „mittlerweile„. 


Für mich ein willkommener Zeitpunkt, das neue alte Zuhause zu definieren:  

Zuhause ist, wo die Liebe wohnt, wo Erinnerungen geboren werden, wo Freunde immer willkommen sind und jederzeit ein Lächeln auf dich wartet …

In unserem Zuhause 

  • wird gelebt
  • geben wir zweite Chancen
  • sagen wir Bitte und Danke 
  • haben wir Spaß
  • werden Fehler gemacht und verziehen
  • ist es mal laut und mal leise
  • geben wir unser Bestes
  • wird getanzt und gelacht
  • ist es bunt und lustig
  • wird geliebt
  • sind wir eine Familie

(Quelle: homesticker.de)