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Sonntagsfreude: Wiener Gespräche

Wenn sich inmitten einer sonst eher unkonkreten Gruppenkonstellation einen Moment die Oberflächlichkeit hebt und Platz macht für intensive Gespräche. Wenn 3 Frauen übrig bleiben und sich Offenheit und Verständnis breitmacht. Dann entstehen Momente, die einfach nur guttun, von denen ich für lange Zeit zehren darf. Ich freu mich auf einen weiteren Tag im auch bei zapfigen, schon sehr winterlichen Temperaturen zauberhaften Wien, wo gestern bereits viele Christkindlmärkte eröffnet haben.

Mehr Sonntagsfreude sammelt Rita

Spruch zum Wochenende: Begegnungen

Trifft auf diese Tage so zu: „Wertvollen Menschen zu begegnen, bedeutet, die Sonne stets bei sich zu haben.“ (Verfasser unbekannt)

Ich durfte die letzten Tage so vieles Wiedersehen und dabei Zeit mit neuen Menschen verbringen, von denen ich nichts erwartet habe, und eben so einen herzlichen persönlichen Abschied erlebt. Wer weiß, besondere Menschen trifft man im Leben doch wieder, mindestens zwei mal? Ich würde mich freuen.

Kommt alle gut und vor allem sicher ins Wochenende!

Begegnung mit einer Elfe

Heute morgen bekam ich Post von einer Elfe: die bezaubernde Nichte geht zum Kinderfasching, in viel rosa und als Elfen-Zauberin-Hexen-Schmetterling-Oder-So verkleidet. Hat mich an eine Begegnung vom Wochenende erinnert:

Unterwegs in Schwabing sind die beste Freundin und ich an einem Café eigentlich schon vorbeigelaufen, dann fiel mein Blick auf ein zum Outdoor-Sofa umfunktionierten Kinderbett, dasselbe steht seit einigen Jahren in unserem Garten. Der Blick schweifte weiter, bezaubernd der Ort. Wir lesen die handgeschriebene Tafel neben der Eingangstür – und freuen uns, denn hier gebt es neben kulinarischen Kuchen-Köstlichkeiten „immer ein Lächeln“. Davon dürfen wir uns jetzt eine große Portion abholen, denn wir werden von einer Kellnerin strahlend eingeladen, uns umzusehen. Drinnen erwartet uns ein buntes Sammelsurium von Gemütlichkeit. Ein bisschen wie in Chocolat, aber mehr in Lindgrün, große und kleine Sitzgelegenheiten, ein Buffet mit wunderbarem alten Porzellan. Und der Duft von frisch gebackenem Kuchen. Wir schnuppern und entscheiden uns, an diesem Ort zu bleiben, auf einen Tee und ein Stück Kuchen. Und setzen uns auf eine Bank in der Sonne. Die verschwindet, dafür erscheint die sechsjährige Tochter des Hauses, das Nesthäkchen. Sie unterhält uns mit ihrer Sicht der Welt, berichtet von einem unmöglichen Mädchen, das schlecht erzogen ist. Sie überlegt sich, deren Mama mal gründlich die Meinung zu sagen. Wir lächeln, das Gespräch dreht sich um die Familienkonstellation mit ihren Halbgeschwistern, soooo langweilig. Outfits, Frisuren, Augenfarben, die Planung der bald anstehenden Geburtstagsfeiern. Dann verschwindet sie, bringt uns Geschenke. Wir sind vollkommen überrascht, verstehen aber auch, dass alles aus tiefstem Herzen kommt. Und sie hat uns vor allem einen zauberhaften Moment geschenkt, ein Gespräch mit einer sehr reifen, weisen 6jährigen. Für mich war sie eine Elfe ohne Flügel.

Kindersicherung

Kürzlich bin ich zufällig in meine Kindergartenfreundin hinein gelaufen. Wir waren beide so verblüfft, weil keine damit gerechnet hat, dass wir uns zu dieser Zeit an diesem Ort begegnen könnten. Und wir haben uns sooo gefreut, geratscht, für ein paar Minuten Ausnahmezustand. Glücksgefühle. Im Auto ein paar Meter entfernt auf dem Parkplatz ihr großer Sohn, 10. der sich schon nach einer Minute vorwurfsvoll „meldete“, uns mit Blicken und Gesten zu verstehen gab, wie sehr ihn dieses Mädelsding nervt. Wir haben über dieses Jungsding gelacht, gelächelt. Nein, wir lassen uns von seinem Geltungsbewusstsein nicht unter Druck setzen, jetzt ratschen wir, freuen uns über die Gelegenheit … Da muss er durch. Wenns ihm nicht passt, kann er ja … Und gestern die Auflösung: nein, konnte er nicht. Aus dem Auto aussteigen, weil Mama die Kindersicherung dringelassen hat. Ohje, und das dem Großen, der doch kein Baby mehr ist. Hui, ich glaube, meine über viele Jahre angesammelten Coole-Freundin-von-Mama-Punkte hab ich in der Viertelstunde alle eingebüßt, denn das war mal so richtig uncool. Oder wie auch immer das im Jugendlichen-Jargon heißen mag. Autsch.