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Ab Aschermittwoch

Ich hab viel überlegt, denn ich will gerne fasten, nur bei vielen „logischen“ Möglichkeiten ist es für mich nicht wirklich verzichten. So offensichtliche Dinge, Schokolade, Süßkram, Torte, Gebäck. Darauf verzichte ich fast immer, freiwillig, insofern: das kann’s nicht sein!
Kürzlich hab ich bei Gabs schon mal ein paar ganz gute Fastengedanken und -Vorsätze gelesen. Langsam hab ich meine Entscheidungen getroffen und werde ab Aschermittwoch 40 Tage lang (mindestens)

– einen Apfel am Tag essen (obwohl ich mich gesund ernähre, das hab ich bislang noch nie geschafft, Obst ist für mich – und darauf bin ich keineswegs stolz – das stets vernachlässigte Nahrungsmittel)
– keinen Kaffee trinken
– den Konsum von Zucker in allen Formen und gesüßte Getränken wo möglich vermeiden
– nach Feierabend und am Wochenende nicht mehr Online sein
– mehr als sonst darauf achten, frische, vor allem unverpackte Nahrungsmittel zu kaufen – und nur soviel, wie tatsächlich verzehrt werden
– überflüssige Autofahrten vermeiden

Das ist der Plan – Morgen, am Aschermittwoch, geht’s los. Mal sehen, wie ich mit mir zufrieden sein werde?!

Das mit dem Lästern

Kürzlich war ich im Kolleginnenkreis am Flughafen, zum Glück gar nicht mal so früh, auf unserem Weg ins schöne Hamburg. Wir waren rechtzeitig da, so springt dann auch tatsächlich Zeit für einen gemeinsamen Cappuccino raus. Die Dame hinterm Tresen nimmt die erste Bestellung noch service-orientiert entgegen. Verkauf, Ausgabe und „Zuckerstation“ sind eins. Meine Kollegin nimmt Zucker, rührt im Pappbecher um. Offensichtlich sind ihr dabei einige Zuckerkristalle an der Seite runtergefallen. Die Dame hinterm Tresen rollt entnervt mit den Augen, nimmt einen Lappen und wischt genervt. Gleiche Prozedur 3 mal hintereinander. Bei Nummer 2 entweicht ihr ein genervtes „Man kann aber schon a bisserl schauen …“, bei Nummer 3 dann ein „Die Gäste nach Ihnen erwarten auch einen sauberen Platz …“. Meine dritte Kollegin verlässt fluchtartig und kopfschüttelnd die Kaffee-Bar. Der Dame hinterm Tresen ist trotz unseren netten Geplauders entgangen, dass ich auch dazugehöre, sie lästert lautstark mit einer Kollegin, dass das so einfach nicht gehe, da könne ja jeder kommen. Und einen dermaßenen Saustall hinterlassen. Ich war in dem Moment mit dem Zucker beschäftigt, innerlich hatte ich ein Ablaufdiagramm aufgezeichnet, wie das mit dem Verkaufs- und Zuckereinfülltresen unter Umständen besser zu organisieren wäre. Meine freundliche Verabschiedung und den wirklich gutgemeinten HInweis, dass es weniger an den bitterbösen Kunden als vielmehr an der Enge der Ausgabestelle mit Zucker und allen sonstigen Zutaten liege – hat sie nicht gehört. Sie war viel zu sehr mit ihrem Geläster beschäftigt. Schade eigentlich, etwas mehr Aufmerksamkeit für den Kunden wäre manchmal gar nicht so fehl am Platz. Für sie mit Sicherheit vor allem gesundheitsförderlich …