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Spruch zum Wochenende

„Mit einer Weisheit, die keine Tränen kennt, mit einer Philosophie,
die nicht zu lachen versteht, und einer Größe, die sich nicht vor Kindern verneigt, will ich nichts zu tun haben.“ (Khalil Gibran)

Bekommen habe ich diesen Spruch vor etwa 20 Jahren, in einem Sammelband. Ein Geschenk von einem Mann, der mich mein musikalisches Leben lang im wahrsten Sinn des Wortes ‚begleitet‘ hat: als Organist, Pianist, als Noten-Lieferant, als Chauffeur. Er feiert heute abend Jubiläum: 50 Jahre Organist des Chores. Eine Überraschungsparty ist für ihn geplant, ich bin noch nicht sicher, wie er darauf reagiert, denn „sowas“ mag er nicht, also im Mittelpunkt stehen, Geschenke bekommen, … Aber: ich freue mich darauf, ihn zu sehen. Und alte Freunde wiederzutreffen.

Euch allen einen schönen Sommerabend und HAPPY WEEKEND

Spruch zum Wochenende: GlücksBerge

Es gibt Zufälle, die glücklich machen. Einer dieser glücklichen Zufälle war, dass ich vor Wochen über die sozialen Medien auf die beiden Musiker Marianne und Rocco von Berge aufmerksam wurde. Die ihre Plattenfirma herausgefordert haben, für eine Million „likes“ einen Betrag für Tierschutz zu spenden. Hat geklappt. Hatte ich damals an die Konzertfreundin weitergeleitet, weil es so gut zu ihr passt. Dann haben wir entdeckt, dass das Duo auf der Tour in München Station macht, im Milla-Club. Vorgestern. Und Karten gekauft.

Ich hatte nicht viel erwartet, einen netten Abend. Und dann haben zwei Musiker mich in ihren Bann gezogen. Mit unverwechselbarer, guter Musik mit intelligenten Texten. Sie sprechen Themen an, die bewegen: Natur- und Tierschutz, Liebe, Freiheit, Selbstbestimmung, den Wunsch nach einer besseren Welt. Rhythmus, Stimme, Klang, Atmen. Mitsingen, summen, bewegen. Im kleinen Club ist jeder eingeladen, mitzumachen und einfach glücklich zu sein. Und das gelingt, schon nach den ersten Takten. Obwohl die Texte zum Nachdenken bringen, obwohl da keineswegs nur schön, sogar wunderschön gesungen wird – aber die Musik schafft eine ganz besondere Verknüpfung mit dem Augenblick. Macht das Hier und Jetzt greifbar. Gleichzeitig geerdet und schwebend, ein wunderbar starkes Wir-Gefühl entsteht. Verbindet mit den Elementen – auch mit dem 5. Element, dem GLÜCK.

Liebe Marianne, lieber Rocco, ihr beiden Berge, ich zitiere dieses Mal Auszüge aus eurem Liedtext, weil es so wunderbar als Spruch zum Wochenende passt – auch hier nochmal ein großes Dankeschön, für euch, für eure Musik, für eure Gedanken:

„Glück ist eigentlich nur ein Wort. Doch es hilft ungemein, ein Lächeln zu erklären. Glück ist wie der Wind. Und Glück ist die Freiheit, einfach so zu sein, wie wir wirklich sind. Egal was wir tun und was immer auch passiert, wir finden unser Glück im jetzt und hier. Vielleicht wärs mal gut, sich einfach glücklich zu schätzen. Denn was am Ende bleibt ist das Glück, das uns vereint – und wichtig ist nur, dass wir glücklich sind.“

Die ich gerne teile, weil ich sicher bin, dass es nicht nur mir und der Konzertfreundin und den Gästen im Milla gestern abend gefällt – zum Reinhören

 

„Weihnachten hat so eine Unaufhaltsamkeit im Näherkommen“

Wohl wahr, dieser lange Satz:

„… denn Weihnachten hat so eine Unaufhaltsamkeit im Näherkommen. Bei diesem Fest merkt man’s besonders, wie das Tempo der Welt nicht mehr auf es Rücksicht nehmen mag, so ein Fest hat langsam zu kommen, wie damals als man Kind war, da zählte man und wartete und es war trotzdem noch weit, das gehört dazu, dieser langsame Advent, nun rast man im Lebens-Schnellzug darauf zu, hält an keiner Station, und es ist nichtmal sicher, daß man in ‘Weihnachten’ halten wird, drei Minuten vielleicht – und weiter auf die große Stadt Neujahr zu, wo’s endlich ein kleines Aussteigen giebt und Händewaschen.“

(geschrieben von Rainer Maria Rilke in einem Brief an Nanny Wunderly-Volkart, am 15. Dezember 1922)

Was so in Kinderbüchern drin steckt

Kürzlich habe ich bei einer Folge Lauras Stern gelernt, wie wichtig es ist, sich und anderen kleine Lügen einzugestehen, sich dafür zu entschuldigen. Vor allem, wenn man den kleinen Bruder angeschwindelt hat, um seine Ruhe zu haben. Da ertappt man sich durchaus als Erwachsene, denn kann schon mal vorkommen, dass man die Kleinen anschwindelt, um sich Ruhe zu verschaffen, um ein vorher gegebenes Versprechen nicht einhalten zu müssen, …

Und inspiriert von einem englischen Artikel habe ich nach Lebensweisheiten in Kinderbüchern gestöbert:

„Wenn wir träumen, betreten wir eine Welt, die ganz und gar uns gehört.“ (Joanne K Rawling / Albus Dumbledore in Harry Potter)

„Die ganze Welt ist eine große Geschichte, und wir spielen darin mit.“ (Michael Ende / Momo)

„An allem Unfug, der geschieht, sind nicht nur die Schuld, die ihn begehen, sondern auch diejenigen, die ihn nicht verhindern.“ (Erich Kästner / Das fliegende Klassenzimmer)

„Wenn Du wütend bist, zähl bis vier. Bist Du außer Dir vor Wut, fang an zu fluchen.“ (Mark Twain / Die Abenteuer des Huckleberry Finn)

„Aber es gibt Dinge, die man tun muss, sonst ist man kein Mensch, sondern nur ein Häuflein Dreck.“ (Astrid Lindgren / Jonathan zu Krümel in Die Brüder Löwenherz)

„After all we’re much older than we were last year.“ (Enid Blyton / George in 5 Freunde auf geheimnisvollen Spuren)

„O Bär“, sagte der kleine Tiger, „ist das Leben nicht schrecklich schön?“ „Ja“, sagte der kleine Bär, „schrecklich und schön.“ (Janosch / Oh wie schön ist Panama)

„Nichts auf der Welt ist so einfach, daß man es mit einem Satz erklären könnte.“ (James Krüss / Lefuet in Timm Thaler oder das verkaufte Lachen)

„‚Oh, das ist bestimmt sehr bequem, so ein eckiges, hartes Ding unterm Kopf‘, hatte ihr Vater gesagt, als er zum ersten Mal ein Buch unter ihrem Kissen entdeckte. ‚Gib zu, es flüstert dir nachts seine Geschichte ins Ohr.‘ – ‚Manchmal!‘, hatte Meggie geantwortet. ‚Aber es funktioniert nur bei Kindern.'“ (Cornelia Funke / Tintenherz)

„Glaub mir, Krabat, alles auf dieser Welt hat seinen Preis…“ (Ottfried Preußler / Krabat)

„Bewahre mich vor der Angst, ich könnte das Leben versäumen. Gib mir nichts, was ich mir wünsche, sondern was ich brauche. Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte.“ (Antoine de Saint-Exupery / Der kleine Prinz)

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