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Ankommen und Einleben

Umziehen ist einerseits immer blöd – andererseits immer neu und aufregend. Für die beiden Nichten und Eltern war’s vor allem viel. Streckenweise zu viel. Das gebuchte Umzugsunternehmen hatte zu wenig Volumen und Zeit kalkuliert, was es zum einen deutlich teurer gemacht hat, zum anderen musste die Familie mehrfach ausrücken, helfen und eben doch mitschleppen, was ja gerade nicht passieren sollte, wenn man es in externe Hände gibt.

Dann ist Umziehen bei extrem heißen Temperaturen echt noch anstrengender. Und weil das neue Haus auch noch sehr vollgestellt ist hat grad irgendwie keiner Spaß. Die Eltern versuchen, das Chaos zu lichten, die große Nichte ist weder bezaubernd noch vom neuen Zuhause verzaubert, die kleine Nichte ist zu allem Übel auch noch mit hohem Fieber krank …

Zum Glück ist es dann aber doch wie immer: sobald ein paar der gewohnten Möbel stehen, die Kisten so verteilt sind, dass man sich dazwischen bewegen UND endlich auch mal wieder lümmeln kann, entspannt sich die Lage. Als ich gestern Abend – nach dem ersten Tanten-Nichten-Allein-Ausflug, eigentlich auf einen Döner, wegen Sommerferien würde es die neue Lieblingspizzeria – gefahren bin, hatte ich ein gutes Gefühl.

Jetzt muss nur noch Nichte 2.0 gesund werden, dann wird sich auch die bezaubernde Nichte gut ins neue Zuhause einleben. Zum Glück sind Ferien, große Sommerferien, und rundrum gibt’s so viel Neues zu entdecken. Ankommen und Einleben ist angesagt.

Spruch zum Wochenende: Frech und wild

Liebe Mademoiselle, 

bitte entschuldige, ich hatte kein Geschenk dabei. Obwohl Weihnachten war … aber ich hab Zeit mitgebracht. Und du durftest mich ganz für dich allein haben. Mich in dein Zimmer, dein kleines, sogar aufgeräumtes Reich entführen. Mir deine neue Pinke Kamera zeigen und jede, ich betone jede Funktion erklären. Immerhin hast du schon fleißig ausprobiert und bereits 239 Bilder gemacht. Und das 240. war ein wirklich grusliges Comic-Selfie von uns zwein. Kommentiert durch ein sehr dreckig-kehliges Gelächter von deiner Seite 😉

Und ich hab zu deiner Performance mit nagelneuer Rockstar-Ausrüstung (Gitarre und Mikrofon in pink ….) applaudiert. Und anschließend deinen Freestyle-Tanz bewundert. Und mitgesungen. Nur Xylophon durfte ich nicht spielen, weil dich das zu sehr in deiner Konzentration ablenkt und dadurch „große Verletzungsgefahr“ für dich besteht …

Das Schweizer Käsefondue war köstlich, nur schade, dass dir geschmolzener Käse nicht schmeckt. Hatten wir anderen mehr davon … und Danke für die Stepptanzperformance in deinen goldenen Schuhen. Das hat mich sehr beeindruckt. Vor allem, dass du dich nicht verletzt, also, wirklich, es ist und bleibt beeindruckend. Und Punkt.

Kommen wir zu deinen Geburtstagsplänen. Ich freue mich sehr, dass ich zu den Erwachsenen Freunden gehöre, die du einladen willst. Und habe mir gut gemerkt, dass du keine Geschenke haben willst, sondern dass du mit uns allen „einfach nur“ feiern willst. Gut, du planst, mindestens 30 Menschen einzuladen. Und viel Dekoration willst du. Da wird’s auch echt eng, wüsste gar nicht, wo da noch Geschenke Platz finden sollten?

Da du an deinem Geburtstag im August feiern möchtest willst du die Einladungen am liebsten heute verschicken, damit deine Freunde sie vor der Urlaubsplanung haben. Gute Idee, bis dahin hast du dann auch Zeit, dich mit den Eingeladenen wieder zu versöhnen, mit denen du in der Zwischenzeit mal Knatsch hast. Auch deine Themenfindung rund um das Highlight des Abends hab ich mir notiert: für dich und deine 6 Kinderfreunde soll es einen Film geben. Einen spannenden, interessanten. Denn „ich bin auch ein interessanter Typ. Also muss es ein Film sein, der zu mir passt!

Meine Liebe, du bist und bleibst speziell. Ein schillernder Schmetterling – manchmal etwas irritierend für deine Umwelt, immer fordernd, oft krawallig. Aber dann auch wieder herzberührend. Heute mal nur für dich mit den Worten Astrid Lindgrens: „Lass dich nicht unterkriegen, sei frech und wild und wunderbar!

Sonntagsfreude: Geschafft

 Auch wenn ich vor 2 Stunden noch nicht dran geglaubt hab: ein neuer Schrank ist fix und fertig, steht, wackelt nicht. Hab zwar Schrauben übrig – aber ich glaub einfach mal daran, dass ich eben „zu viele“ hatte. So oder so: ein gutes Gefühl.

Mehr Sonntagsfreude sammelt Rita, schaut vorbei.

Produktiv

„Heute waren wir aber fleißig!“ – urteilt die bezaubernde Nichte nach diesem hochproduktiven Baustellentag. Und das stimmt so was von: Die ganze Familie hat angepackt, denn nächste Woche kommt meine Mutter ja aus der Kur nach Hause. Da soll es schon gut aussehen. Die letzten Planen sind raus, wahrscheinlich lauert noch irgendwo Dreck, aber alles, was wir gefunden haben, ist rausgekehrt, gesaugt, gewischt worden. Bis auf die Zimmer, für die wir noch keine haben, hängen überall die Lampen. Zwei waren kaputt und müssen reklamiert werden, aber sonst hat alles geklappt und sieht auch noch gut aus. Und die Holzböden sind geölt. Zudem haben die Nichte und ich den alten Spiegelschrank, der künftig als Garderobe fungiert, gründlichst geputzt, der blitzt und blinkt im Gang. Hach. Und ich bin jetzt bis Weihnachten zu Hause, muss nicht mehr zwischen Job und Baustelle hin und her wechseln. Volle Konzentration auf die unzähligen Kleinigkeiten, die jetzt noch gemacht werden müssen, damit alles bezugsfertig ist. Schön, so viele vorweihnachtliche Urlaubstage zu haben. Ich freu mich grade drauf, denn langsam sieht man, wie schön alles werden wird. Und es fühlt sich einfach nur gut an …