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Das mit der Zahnfee


Die jüngste in der Klasse zu sein ist eine Sache – seit Wochen einen Wackelzahn zu haben eine ganz andere. Wenn bei allen anderen läääängst die Zahnfee vorbeigekommen ist, und man selbst viiiiiiel zu lang warten muss …

Äh, das mit der Geduld hat die bezaubernde Nichte ganz bestimmt aus unserem Erbteil. Also nicht 😉

Gestern Abend ist der dumme Milchzahn eeeeendlich ausgefallen, so siehts aus. Auf zu den zweiten Beisserchen, aber flott.

Gab übrigens direkt eine Telefonstandleitung, um die Neuigkeiten sofort sämtlichen Großeltern, Onkeln und Tanten mitzuteilen, jawoll.

Mademoiselle Zahnlücke

Auch die 6jährigen Patenkinder-Damen wackeln seit einiger Zeit an den Milchzähnen – weil ja einige gleichaltrige Freunde schon die „Ersten“ verloren haben. Spannend. Lang war jetzt kein echter Wackelzahn in Sicht. Hmpf.

Tadaaa. Beim Besuch im neuen Jahr präsentierte sich Mademoiselle stolz mit der ersten Zahnlücke: der rechte Schneidezahn ist raus. Jetzt kanns dann also losgehen: „Frau Zahnfee, bring (gefälligst) Geschenke – oder wenigstens eine Dose für die Zähne …“

Und ein weiterer Spruch, der schon allein aufgrund seiner Genialität für die Ewigkeit festgehalten werden muss: Familie hat irgendeine Show im TV an. Mademoiselle schaut begeistert zu, findet die Outfits und das Styling toll, dann bemerkt sie plötzlich irritiert; „Wwwwhhhhüüüü? Die Plüschige ist ja ein Mann?“ (womit sie Olivia Jones doch recht gut getroffen hat)

Milchzahn

Da stolpere ich doch gestern abend über das Bild einer süßen Zahnlücke:

Ja, der erste Milchzahn ist raus – jetzt heißt es für mein liebes Patenkind Abschied nehmen. Als wenn man sonst nicht schon genug Ablenkung im Leben eines fast 7jährigen hätte. Kann mich gut erinnern, wie ich stundenlang an den noch gar nicht locker sitzenden Zähnen gewackelt hab, bis sie immer noch nicht rausfielen, aber man sie mit der Zunge schon fast so weit hatte. Ich glaube nicht, dass ich für meine Milchzähne einen Zahnarzt konsultieren musste? Hab ich alle selbst „erledigt“.

Einmal sogar mit einem grausigen Versuch: Bindfaden um den Zahn, der immer noch viel zu fest saß, ein Ende am Zahn, ein Ende um die Türklinke, und dann die Tür weit aufgeschmissen … Hat natürlich nicht auf Anhieb und eigentlich auch gar nicht funktioniert, möglicherweise, weil ich dem Faden „gefolgt“ bin? Egal, die Oma hat dann schon nachgeholfen, im Zweifelsfall waren da noch andere Familienmitglieder, die mit Hand anlegen konnten. Und liebe Patenkinder: das ist keine Anleitung zum Selbstversuch, klappt nämlich meistens nicht! Sagen zumindest meine Rückfragen im Freundeskreis.

Den legendären ersten Milchzahn hat  Mama dann in einem Kästchen aufbewahrt, ob alle anderen da auch reingewandert sind? Weiß ich nicht mehr, die Spannung und Aufmerksamkeit lassen im Verlauf der ausfallenden Zähne wohl etwas nach … Ich hatte es zumindest schon sehr weit in meiner Erinnerung zurückgedrängt, aber heute muss ich natürlich wieder dran denken. Eine große Zeit war das. Was man doch alles in dieser Phase des Größerwerdens erlebt: Wachsen, Zähne austauschen, Lernen, unabhängiger von den Eltern werden, …?

Man, wenn man so zurückdenkt, wird einem doch gleich noch bewusster: das Leben als Erwachsener ist eigentlich ganz schön langweilig … 🙂