Schlagwort-Archive: worte

Verstehen [*.txt]

Mit dem Verstehen ist es so eine Sache – denn zum Verstehen braucht es gemeinsame Grundlagen. Das identische Verstehen von Sprache zum Beispiel, die Bedeutung oder auch Interpretation von Wörtern. Von Sätzen. Von einer Aussage.

Einer sagt: „Es geht mir gut.“ Der andere versteht: ich fühle mich wohl. Ich bin gesund. Ich bin mit mir und meinem Leben zufrieden. Es geht so …

Einer sagt: „Ich habe viel zu tun.“ Der andere versteht: ich habe zu viel zu tun. Ich habe keine Zeit.  Ich mag nicht. Mir fällt gerade keine Ausrede ein, aber ich habe keine Lust …

Einer sagt:“Ich melde mich bei dir.“ Der andere versteht: du hörst von mir. Ich rufe dich bald an. Ich melde mich später bei dir. Du hörst noch heute von mir. Ich brauche Zeit, bevor ich mich bei dir melde. Ich melde mich irgendwann bei dir, gerade hat alles andere Vorrang …

Einer sagt: „Es geht mir nicht gut.“ Der andere versteht: Ich habe Probleme. Ich brauche Hilfe. Ich brauche dich. Ich möchte gerne, dass du mir zuhörst. Anderen geht es besser als mir. Ich bin krank. Ich fühle mich nicht gut …

Kommunikation setzt, sofern es sich nicht um ein Selbstgespräch handelt, immer voraus, dass man sich unterhält, also rückfragt, wenn man nicht versteht.

Manchmal versteht das Herz, die Seele, mehr, als der Verstand jemals erfassen kann.

Manchmal verstehen die Augen, eine aufmerksame Beobachtung so viel mehr, als Worte jemals erklären könnten.

————————————

Ein verspäteter Beitrag zu Dominiks [*.txt]-Projekt, das 13. Wort lautet „Verstehen“.

Spruch zum Wochenende: Alles passiert aus einem Grund

„Alles passiert aus einem Grund. Menschen ändern sich, damit du lernst, loszulassen. Dinge gehen schief, damit du zu schätzen weißt, wenn es gut läuft. Du glaubst einer Lüge, damit du lernst, nur dir selbst zu vertrauen. Und manchmal bricht etwas Gutes auseinander, damit etwas Schöneres zusammenkommen kann.“ (Marylin Monroe)

Meine Pause dauert noch ein paar Tage, aber ich lasse mal wieder einen Spruch da – passend zum Leben.

Habt ein schönes Wochenende

Acht [*txt.]

Gib auf dich acht, in meinem bairischen Umfeld wird das meist abgekürzt mit Obacht, ob das jetzt Nomen, Verb oder Adjektiv ist? Ich würde es meist als bittenden Befehl verstehen, quasi „Gib gefälligst Obacht!“. Sei vorsichtig, pass auf. Obacht wird auch laut gerufen, um einen anderen Menschen zu warnen – also einen Oberbayern, der das entsprechend verstehen kann.
Ich selbst verwende das Wort auch, witzigerweise , wenn ich mit meiner Nichte unterwegs bin. Meist eher innerlich, da hör ich quasi die Stimme meiner Mutter. Und manchmal sprech ich das Wort auch laut aus, oder rufe es sogar – zum Beispiel wenn wir fangen spielen, sie vor lauter Rennen und Lachen ein Hindernis übersieht – und dann kommt es, hoffentlich rechtzeitig. Obacht! Gib auf dich acht ….

___________________ 

Dieser Text ist Beitrag zum [*txt.]-Projekt.

So schön

Ich schaffe gerade am laufenden Band The Voice of Germany NICHT, schade eigentlich, wenn ich hinterher so wunderschöne, großartige Momente verpasst habe? Zum Glück gibts Internet und alle Songs zum einzeln anhören/schauen, denn der „Walzer für Niemand“, der war so einmalig, einzigartig wunder-wunderschön. Das muss ich einfach empfehlen, hörts euch an – ich hoffe, ihr freut euch drüber genauso wie ich:
http://www.the-voice-of-germany.de/video/315-emily-intsiful-walzer-fuer-niemand-clip

Liebe Emiliy, kein Wunder, dass dich bald jeder weit über die Grenzen von Altötting hinaus kennen wird, ein großes Kompliment von mir für dich. Und: Ich kannte die Originalversion nicht, hab mir das aber ebenfalls nachträglich angehört, und so schnell hat Sophie Hunger einen neuen Fan. Wahnsinn, wie man mit so wenig Worten so große Gefühle auslösen kann?