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Es wird Winter: 5 Tipps an die Autofahrer

Tip 1:

Liebe Geschlechtsgenossinnen, die ihr bei diesem Wetter Schiss habt, mit dem Auto unterwegs zu sein: lasst es einfach zu Hause stehen. Und seid anders mobil.

Tip 2:

Liebe Autofahrer, die ihr heute morgen im Radio gehört habt, dass in Bayern chaotische Straßenzustände herrschen: haltet die Augen offen, prüft den Zustand der Straßen und verhaltet euch entsprechend. Die Nachrichten haben leider die Tendenz, nicht zu erwähnen, wo es nicht spiegelglatt ist.

Tip 3:

Liebe Autofahrerinnen und Autofahrer (nicht nur in München): es reicht nicht, den Scheibenwischer zu betätigen und nach einigen Kilometern dann wirklich aus dem Auto rauszusehen.

Tip 4 – hat nichts mit dem Wetter zu tun:

Liebe Fußgänger: warum steht wohl an manchen Straßen ein riesengroßes Schild mit der Aufschrift „Hier kein Übergang!“ mit einem Hinweis, dass auf der anderen Seite der Kreuzung ein Fußgängerübergang ist? …?

Tip 5 – an mich, muss ich selbst beherzigen:

An Tagen wie diesen hab ich es nicht eilig, in die Arbeit zu kommen, ich bin höflich und rücksichtsvoll zu allen anderen Verkehrsteilnehmern und lasse mir die Laune auch von denen nicht verderben, die es offensichtlich darauf anlegen, mich und andere mit ihrem Verhalten zu provozieren. So, das ist mein neues Mantra, hoffe, es wirkt bald!!!

Der erste Schnee

Heute oder spätestens morgen ist es soweit: der erste Schnee kommt. Für mich ist das jedes Jahr ein besonderes Erlebnis. Kann mich gut erinnern, als vor Jahren der erste Schnee der Jahres am 25. September ganz sacht vom Himmel fiel … Klar, das ist sogar mir zu früh. Und auch ich kann mich dann nicht ganz von dem Gedanken an schmierige Straßen, Sommerreifen, Staus und vielleicht auch überflüssige Unfälle freimachen. Aber spätestens wenn die Flocken da sind find ichs einfach nur faszinierend. Und ist euch schon mal aufgefallen, dass alles leiser wird, richtig ruhig ist die Welt, wenn Schnee fällt? Gerade beim allerersten Schneefall ist das so ein wirklich besonderes Gefühl, das einen überkommt. Das ist ganz so ein Empfinden von: die Welt hält jedes Mal bei Schnee ein Stück weit den Atem an, alles wird zugedeckt, alles verlangsamt sich, alles kommt ein Stück weit zur Ruhe.

Ich bin nicht dafür, dass der erste Schnee im September fällt, wie vor Jahren an besagtem Wiesn-Donnerstag, wo sich jeder eine höllische Erkältung eingeholt hat und vor allem die nassen Füße auf dem Heimweg einfach nur unangenehm waren.

Ich brauche auch noch keinen Schnee im Oktober, wenn meine Winterreifen noch nicht auf dem Auto sind und ich mich innerlich schon darauf einstelle, nicht nur langsam und vorsichtig zu fahren, sondern einmal mehr mit dem 360-Grad-Radar unterwegs zu sein, weil es zu viele Autofahrer gibt, die auch ohne winterliche Straßenverhältnisse besser einfach zu Hause geblieben wären.

Ich brauche auch noch keinen Schnee im November, da möchte ich gern noch etwas den Herbst verlängern, ich hätte gerne Sonnenschein, klare Tage und kühle, sternklare Nächte.

Aber im Dezember, da mag ich Schnee. Gerne viel, so dass er eine Chance hat, liegenzubleiben. Es darf ein paar Tage richtig durchschneien, so wie in dem Jahr, in dem meine fabelhafte Nichte geboren wurde. In einer richtig winterlichen Zeit war das. Mit viel Schnee, sogar Eis, die Welt war leise und ruhig, viele sind gern zu Hause geblieben, der Rest stand im Stau. Das hab ich in meiner Erinnerung ganz tief abgespeichert, es war einfach ein toller Winter. Ich hab mich irgendwann mal auf den Weg zu meiner Schwester und Familie gemacht, als echtes Schneechaos herrschte – aber ich mag sowas. Und bei der Ankunft gabs tiefblauen Himmel und Sonnenschein – und eine herrlich glitzernde Schneelandschaft 🙂

Das ist nämlich das Tolle am Schnee: wenn es auch ein paar Tage chaotisch ist, weil alle Räumfahrzeuge trotz Wettervorhersage ganz unerwartet mit dem Schnee zu kämpfen haben und die meisten Verkehrsteilnehmer schlicht nicht unterwegs sein sollten: sobald die Straßen frei ist, der Schnee über der Landschaft liegt, die Temperaturen kalt bleiben und die Sonne scheint: was bitteschön ist gegen eine tiefverschneite, herrlich ruhige Landschaft einzuwenden? Und das darf von mir aus gerne den ganzen Winter dauern, also von Dezember bis März.

PS: in meiner Kindheit waren die Winter ein herrliches Abenteuer, mit richtig viel Schnee! Höhlen graben, Schneemänner bauen, Schneeballschlachten an der Bushaltestelle, Schlittenfahren, Engel fliegen lassen …. ja, ja, ja, weiß schon: das wird nach dem ersten Schnee dieses Wochenende nicht klappen, aber da tuts auch etwas warm eingemummelt durch Schneegriesel zu stapfen und die Ruhe zu genießen? Den Rest planen wir dann, wenn es richtig Winter ist!!!!