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Von Kindern lernen: Ich kann das

Die bezaubernde Nichte will in die Schule gehen. Auch wenn sie erst 5 ist. In ihren Augen ist sie nämlich „schon 5“, und damit ganz schön groß. Und will lernen, sich weiterentwickeln. Im Urlaub mussten wir ständig zählen, am liebsten buchstabiert sie. Wer ihr die Buchstaben beigebracht hat? Sie selbst, weil sie alles hinterfragt … Nicht ihre Eltern wollen, dass sie vorzeitig eingeschult wird. Im Gegenteil, meine Schwester hat zeitweise sogar einiges getan, damit sie vielleicht doch noch ein Jahr im Kindergarten bleibt. Aber die Erzieherinnen haben die Schule ja nicht ohne Grund vorgeschlagen. Und für die Nichte war da kein Zögern, keinerlei Unsicherheit. Keine Fragen wie „Kann ich das?“ 

Bei der Gruppenübung zur Einschulung war sie hochmotiviert, konzentriert, hat die ganze Gruppe geführt. Ohne Coaching, ohne äußere Motivation. Sie ist einfach hingegangen und hat gemacht. Klar war sie auch ein kleines bisschen unsicher. Ganz normal eben. Aber trotzdem waren sich alle Lehrer einig: sie kann das. Und wird deshalb zeitgleich mit der fast ein halbes Jahr älteren Mademoiselle eingeschult. Bei der es auch keinerlei Zweifel gibt. Auch sie freut sich vor allem auf alles, was es zu lernen gibt. Sie will weiterkommen, nicht permanent Babykram machen. Auch bei ihr sind sich alle einig, dass sie reif für die Schule ist. Die Erzieherinnen meinen sogar, sie sei im Kindergarten schlicht unterfordert.

Mann, sind die zwei groß geworden? Und so selbstsicher, beim Welterobern. Von diesem selbstbewussten „Ich will und kann das“, da könnte man sich als Erwachsener öfter mal ein Stück abschauen?

Spruch zum Wochenende – Glück

„Glück – Das mögen, was man muss, und das dürfen, was man mag.“ (Henry Ford)

Viele suchen nach Glück. Nach einem Zustand. Am liebsten einem Dauerzustand. Ich dagegen glaube daran, dass das größte Glück in vielen kleinen Momenten steckt. In zauberhaften Augenblicken. Im Zusammensein mit wertvollen Menschen. Im Alleinsein, wenn die eigene innere Stimme zu hören ist. Glück hat viel mit den Sinnen zu tun, sehen, schmecken, fühlen, riechen, hören … heute morgen hat mich ein Bild sehr glücklich gemacht: auf meinem Arbeitsweg komme ich aus einer Ortschaft heraus, dann bietet sich für wenige Meter der freie Blick auf die gesamte Alpenkette. Immer magisch. Heute über einem Feld mit leuchtendem Mohn. Für einen kurzen Augenblick lag der höchste Berg Deutschlands genau hinter einer Blume, zum Greifen nah. Die Wahrnehmung hat mich für Minuten glücklich gemacht, und hält bis jetzt.

Ich glaube fest daran, dass es zum Glücklichsein nicht viel braucht, vor allem den eigenen Willen, Glück zu bemerken, Glücksgefühle zuzulassen. Und ganz schwer, wenn nicht sogar unmmöglich, ist, sein eigenes Glück von anderen abgängig zu machen. Erwarten, dass jemand mich glücklich macht? Ich bezweifle, dass das funktioniert. mein Glück verdoppeln, weil dieser jemand oder viele jemande auch glücklich sind, ja, das geht. Ganz bestimmt sogar.

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Bines Thema für die aktuelle Schreibzeit: Was bedeutet Glück für dich? Hast Du schon einmal darüber nachgedacht? Glaubst Du, dass jeder seines Glückes Schmied ist? Oder meinst Du, dass das Glück nur von Zufällen abhängig ist? Was brauchst Du für ein glücklich erfülltes Leben? Wenn Du magst, dann schreibe Deine Gedanken auf und teil sie mit uns.“