Schlagwort-Archive: wetter

Stürmisch durch den Tag

Die Nichten freuen sich über den Schul- und Kita-freien Tag. Klar, nach den  anstrengenden Mädelstagen ist das Ausschlafen heute hochwillkommen. Und langweilig wird’s den kleinen Damen ganz bestimmt nicht gewesen sein. Nur, dass man drin bleiben muss, weil der Sturm einen sonst ganz schön herumwirbelt … Aber man kann auch von drinnen ganz gut zusehen, was da heute abgeht.

Mich hat es heute im wahrsten Sinn des Wortes stürmisch durch den Tag gewirbelt – das Wetter hat sich alles anderes als positiv auf meine Produktivität ausgewirkt. Im Gegenteil. Und dass wir im Gebäude im Windeck sitzen hatte auf mich einen ähnlichen Effekt, wie wenn ich ein paar Tage schwankend an Bord auf hoher See gewesen wäre ….

Passt alle gut auf euch auf!

Sonntagsfreude: Ostfriesland

Moin. Auch wenn die Wetter-App für heute 100 Prozent Regen voraussagt und damit meine verbleibende, private Zeit hier in Ostfriesland wohl hauptsächlich drinnen stattfinden muss: ich hab Land und Leute hier oben im Norden Deutschlands die letzten Tage so sehr genossen.

Für die Anreise aus dem Süden mit der Bahn sollte man Zeit, Geduld und eine ausreichende Versorgung mitbringen. Schließlich könnte der Versorgungswagen gesperrt sein. Passiert gar nicht mal so selten, hab ich mir sagen lassen.

Angekommen im Norden reicht ein simples Moin. Damit ist alles gesagt. Alles andere ist viel zu viel schnacken.

Das tun sie aber trotzdem gern, die Ostfriesen. Mit viel Herz dabei. Obwohl ich Donnerstag bis gestern beruflich unterwegs war hatte ich einige besondere Begegnungen mit ostfriesischer Begeisterung, hat viel Spaß gemacht.

Was hängengeblieben ist: in Wilhelmshaven ist man nicht an der Nordsee, (weil Jadebusen), trotzdem spricht die Stadt davon, den einzigen Südstrand der Nordsee zu haben. Dort war zufällig Sailing Cup und ich hab die frühen Morgenstunden für eine Deich- und Hafenrunde mit viel Frischluft genutzt. Und das sehen dürfen, hach.

Am Bontekai ein großer Segler nach dem anderen – an Bord übrigens Crew und Gäste UND große Platten mit kulinarischer Verpflegung 😋Vor der Kaiser-Wilhelm-Brücke liegen die ersten Schiffe klar zum Auslaufen in den Jadebusen – die Brücke ist drehbar, die Schiffe gleiten durch die sich öffnende Mitte ⛵️Nicht ganz der Sonnenaufgang am Meer – aber schon schööööön!

Wetterkapriole

Extremes Wetter führt zu extremen Reaktionen. Während gestern Abend viele von uns, die wir im Münchner Westen und Umland leben, nur ungläubig zuschauen könnten, wie Hagel und Sturm ganz schön viel kaputt gemacht haben, hat etwa 50 Kilometer weiter ein davon nicht Betroffener nix Besseres zu tun, als in den sozialen Medien einen Hate-Shitstorm gegen die in seinem Fall nicht zutreffende Unwetterwarnung loszubrechen …

Kommt egoistisch, um nicht sogar zu schreiben dumm rüber? Engstirnig und wenig weltoffen in jedem Fall.

Zum Glück haben wir hier in Deutschland bei so einem Wetter ein schützendes Dach über dem Kopf. Können uns ärgern, dass Autos vom Hagel zerbeult wurden. Aber ganz ehrlich: auch hier sind Menschen verletzt worden. Gärten und Felder zerstört. Bäume sind umgestürzt, haben Autos und Dächer kaputtgemacht. Inmitten des Wohlstands kann sich der Mensch nicht über das Wetter und seine Kraft stellen, ist ihm chancenlos ausgeliefert.

Ich für meinen Fall möchte mich noch mal bei allen Helfern bedanken, den freiwilligen Feuerwehrlern und THWlern, die bis spät in die Nacht geschuftet haben, um die schlimmsten Behinderungen zu beseitigen. Und hoffe darauf, dass so schnell nichts nachkommt. Punkt.

PS: Meine verbliebenen Balkonpflanzen haben leider alle abgeschlagene Spitzen, ich vermute, ich lasse sie noch etwas stehen, um zu sehen, was passiert?

Abschweifende Sommergedanken

Jedes Jahr wieder fasziniert mich, wie sich die Stadt mit den ersten „richtig“ heißen Tagen verwandelt. Nicht, dass München zu irgendeiner Jahreszeit menschenleer wäre, beileibe nicht. Aber kaum steigen die Temperaturen über die 25 Grad verwandelt sich die Weltstadt mit Herz in eine Metropole im Herzen Italiens. Monaco de Baviere halt.

Anscheinend halten viele Bayern einen lang andauernden Winterschlaf und kommen nur an den echten Hochsommertagen aus ihren Höhlen? Die Stadt wuselt. Gestern haben noch alle übers Schwitzen geschimpft, heute wird über den viiiiel zu kühlen Tag gemeckert. „Und dann regnet’s noch nicht mal …“

Ja, lieber Wettergott, den gern grantelnden Bayern kann man es schwer recht machen? Wobei: der „typische“ zeitgenössische Münchner kommt ja anderswo her, zuagroast quasi 😂😂😂

Übrigens verbringe ich meinen Feierabend heute zu Hause, zum ersten Mal seitdem es „so“ Sommer ist. Alle Fenster und Türen lassen weit offen die frische Luft rein, schön ist das.