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Spruch zum Wochenende: Schöne Menschen

Diesen Spruch hat mir eine Bekannte geschickt, weil wir kürzlich darüber philosophiert haben, dass es nicht selbstverständlich ist, verstanden“ bzw. angenommen zu werden. Wir hatten über besondere Begegnungen gesprochen. Wer selbst noch keine Wende in seinem Leben erlebt hat, ob selbst gewählt oder durch äußere Umstände, der kann meist auch durch großes Bemühen nicht wirklich verstehen:

„Die schönsten Menschen, die ich kennen gelernt habe, sind die, die Niederlagen einstecken mussten, die Leid, Schicksalsschläge und Verlust erfahren haben, und die es dennoch schafften, immer wieder ihren Weg aus der Tiefe heraus zu finden.
Ihre Erfahrungen gaben ihnen eine Wertschätzung, eine Empfindsamkeit und ein  Verständnis vom Leben, die sie in Mitgefühl, Sanftheit und in tiefer Liebe auf andere
Menschen zugehen lassen. Ein schöner Mensch wird nicht geboren. Ein Mensch wird schön durch die Kraft, sich über seine Tiefschläge zu erheben und daran zu reifen.“ (Elisabeth Kübler-Ross)

Verstehen [*.txt]

Mit dem Verstehen ist es so eine Sache – denn zum Verstehen braucht es gemeinsame Grundlagen. Das identische Verstehen von Sprache zum Beispiel, die Bedeutung oder auch Interpretation von Wörtern. Von Sätzen. Von einer Aussage.

Einer sagt: „Es geht mir gut.“ Der andere versteht: ich fühle mich wohl. Ich bin gesund. Ich bin mit mir und meinem Leben zufrieden. Es geht so …

Einer sagt: „Ich habe viel zu tun.“ Der andere versteht: ich habe zu viel zu tun. Ich habe keine Zeit.  Ich mag nicht. Mir fällt gerade keine Ausrede ein, aber ich habe keine Lust …

Einer sagt:“Ich melde mich bei dir.“ Der andere versteht: du hörst von mir. Ich rufe dich bald an. Ich melde mich später bei dir. Du hörst noch heute von mir. Ich brauche Zeit, bevor ich mich bei dir melde. Ich melde mich irgendwann bei dir, gerade hat alles andere Vorrang …

Einer sagt: „Es geht mir nicht gut.“ Der andere versteht: Ich habe Probleme. Ich brauche Hilfe. Ich brauche dich. Ich möchte gerne, dass du mir zuhörst. Anderen geht es besser als mir. Ich bin krank. Ich fühle mich nicht gut …

Kommunikation setzt, sofern es sich nicht um ein Selbstgespräch handelt, immer voraus, dass man sich unterhält, also rückfragt, wenn man nicht versteht.

Manchmal versteht das Herz, die Seele, mehr, als der Verstand jemals erfassen kann.

Manchmal verstehen die Augen, eine aufmerksame Beobachtung so viel mehr, als Worte jemals erklären könnten.

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Ein verspäteter Beitrag zu Dominiks [*.txt]-Projekt, das 13. Wort lautet „Verstehen“.

[kinderkram] 1 – Familie

kinderkramKindersicht zu Familie? Hat doch jeder, also Mama(s), Papa(s), Großeltern, vielleicht Tanten, Onkel, Geschwister. Manchmal wünscht  sich Junior einen Verwandten (meist ein Geschwisterchen) mehr (oder weniger), aber insgesamt akzeptiert die Kinderwelt, wie es ist. Erwachsene dagegen definieren: Familie, Zugehörigkeit, Rollen, Verhaltensmuster, lesen sogar x Ratgeber dazu. Warum? Familie ist die erste Gemeinschaft, die ein Kind erlebt – die meisten empfinden sie als prägend, positiv wie negativ. Beispielsweise beobachten Kinder, wie sich andere, vor allem Erwachsene verhalten. Und machen das nach. Was kann man da nicht alles richtig oder falsch machen? Schön, wenn alle Familienmitglieder als gute Vorbilder liebevoll miteinander umgehen und die „Besonderheiten“ des jeweiligen Alters toleriert werden. Aber wie schnell sind Fehler gemacht – oder es mangelt ganz prinzipiell, an Liebe, Respekt, Verständnis, Interesse … Eine glückliche Familie haben ist keineswegs selbstverständlich. Und doch ein großer Herzenswunsch, dem Erwachsene näherzukommen versuchen, indem sie sich damit beschäftigen – und immer wieder Ratgeber lesen.

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Kurz und knapp  ein Auszug meiner Gedanken rund um das Thema Familie. Der Blickwinkel einer Erwachsenen. An Kinder. Für später. Wer Lust und Zeit hat, ist hiermit herzlich zum Gedankenaustausch eingeladen: Was bedeutet Familie? Wer gehört dazu? Wie wichtig sind Verhaltensmuster oder familiäre Prägung? Welchen Stellenwert hat Familie? Was können Ratgeber? …

Spruch zum Wochenende: Jedesmal

„Jedesmal, wenn zwei Menschen einander verzeihen, ist Weihnachten.
Jedesmal, wenn Ihr Verständnis zeigt für Euere Kinder, ist Weihnachten.
Jedesmal, wenn Ihr einem Menschen helft, ist Weihnachten.
Jedesmal, wenn ein Kind geboren wird, ist Weihnachten.
Jedesmal, wenn Du versuchst, Deinem Leben einen neuen Sinn zu geben, ist Weihnachten.
Jedesmal, wenn Ihr einander anseht mit den Augen des Herzens, mit einem Lächeln auf den Lippen, ist Weihnachten.“

(aus Brasilien)

Vorweihnachtlich?
Vorweihnachtlich?

Mit dem Blick von meiner letzten morgendlichen Fahrt in die Arbeit in 2014 verabschiede ich mich ins 4. Adventswochenende, allen ein schönes, wenn auch wohl kaum winterliches Wochenende – genießt die freien Tage!!!

PS: Interessant übrigens die Ausblicke – vorgestern hingen die Wolken tief, oben spitzten die Gipfel heraus, gestern sah man klar und deutlich die Berge, jede Nuance war deutlih zu erkennen, nur die obersten Spitzen hingen in den Wolken. Heute: tiefklarer, blauer Himmel, das komplette Panorama der Alpenkette zu sehen, allerdings etwas verschwommen 🙂