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Sonntagsfreude: Gepäck

Wie sehr ich mich eben gefreut habe: mein Gepäck ist bei den Eltern meiner Freunde angekommen. So können wir den Tag heute unterwegs und mit Vorfreude genießen und müssen nicht noch mal überlegen, ob ich noch etwas kaufen muss. Ansonsten ist hier das Fußballfieber von Tag zu Tag mehr spürbar – klar, ich bin in Brasilien, DER Fußballnation. Ich freu mich auf zwei Auftaktspiele und bin neugierig, wie die WM im letzten Gastgeberland gefeiert wird.


„Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind.“ Leider hat Rita das schöne Projekt Sonntagsfreude eingestellt, ich teile meine persönliche weiter mit euch, denn mir geht es um den ursprünglich von Maria ins Leben gerufenen Gedanken – sich liebevoll an die vergangene Woche erinnern, nicht immer gleich zur Tagesordnung übergehen, sondern die kleinen Glücksmomente einfangen, um sich auch später daran zu erinnern.“

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Wenn’s mal länger dauert

Ich nehme zurück, dass auch der Weg das erklärte Ziel des Reisens ist. Dabei hatte ich den Aspekt von unerwarteten Verspätungen und deren Verkettungen vergessen. Wenn man durch ein Gewitter bedingt nämlich erst viel zu spät startet, dadurch Anschlüsse verpasst, etwas unkoordiniert strandet, viel zu wenig Schlaf bekommt, trotzdem aufmerksam sein muss, um nicht noch mal stehenzubleiben … ja, es geht noch weiter … und trotz positiven Rückfragen zum Gepäck an allen Flughäfen bei Ankunft dann noch der große Koffer irgendwo verschollen bleibt, dann kommt man trotz Auszeit sehr unentspannt am Reiseziel an.

Zum Glück hat das bisherige Abenteuer auch einen kleinen Zauber inne: unterwegs hat sich eine kleine solidarische Reisegruppe gefunden, die sich gegenseitig unterstützt und motiviert hat – und immer ein aufmunterndes Lächeln parat hatte. Erwartet wurde ich von lieben Freunden und sogar deren Portier hat mir gut vorbereitet weitergeholfen. Und gleich werd ich mir ein paar Anziehsachen kaufen gehen – und hoffe trotzdem, dass die wertvollen Kofferinhalte heute noch bei mir landen, das wär schon schön 🤔

Sonntagsfreude: Messezeit

Und jährlich grüßt das Murmeltier: gefühlt sind die Tage vor der Messe immer zu kurz, alles kommt zu plötzlich. Trotz guter Vorabplanung sind auch dieses Jahr zu viele spontane Zusatzaufgaben reingekommen. Mittwoch fuhr mein ICE auf Umwegen, deshalb kam ich zu spät. Als gefühlt jeder andere bereits seine ersten Impressionen und Bilder vom „längst“ da sein mitgeteilt hatte … Dennoch beginnt mit dem ersten Schritt aufs Messegelände das Ritual, das Gefühl, auf dem eigenen Klassentreffen anzukommen. Man sieht unterwegs so viele bekannte Gesichter, umarmt sich, begrüßt sich, tauscht sich aus …

Insgesamt waren es 2018 knapp 50.000 Schritte, die auf der ITB ja gefühlt einmal um die ganze Welt führen – mit Ausnahme von ca. 5 bin ich durch alle Messehallen gehastet. Zu wenig getrunken, nichts gegessen … manche Dinge ändern sich nie. Wobei: Keine Partynächte, sondern am Mittwoch eine Herzensfreundin getroffen und „Quality Time“ genossen, Donnerstag im kleinen Kollegenkreis ausgezeichnet gegessen. Und dieses Jahr den Freitag privat verlängert, die eigentlich angesetzte Party fiel aus, wir waren in großer Runde aus – dabei hat meinen Abend vor allem die kleine, quirlige 4er-Mädelsrunde ausgemacht. Unser gemeinsamer Heimweg war ein einziges Erlebnis, voll Lachen, Zwinkern und sich miteinander Wohlfühlen.

Gestern haben wir trotz ausgefallenen Verbindungen unseren schnellen ICE nach Hause bekommen … jetzt hab ich 12 Stunden Schlaf nachgeholt und fühle mich besser. War wichtig, denn heute treffe ich eine alte Freundin, die normalerweise eine halbe Weltreise von mir entfernt lebt. Was für eine internationale Woche 🗺

Achja, mal wieder Berlin und ich: mein Hotel hat mir als ITB-Besucher einen Hinweg-Fahrplan für den öffentlichen Nahverkehr mit auf den Weg gegeben. 3 Stationen U-Bahn, 6 Stationen Ring-S-Bahn. Unter 20 Minuten, perfekt. Nur wollte ich Donnerstag zurück, war etwas müde – und stieg in die „richtige“ Ring-S-Bahn. Einmal rund um Berlin. Zum Glück war unterwegs die End-Haltestelle „meiner“ U-Bahn, so kam ich unter einer Stunde nach Hause … ich bin und bleibe ein hoffnungsloses Landei in der großen Großstadt 😉

„Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind.“ Leider hat Rita das schöne Projekt Sonntagsfreude eingestellt, ich teile meine persönliche weiter mit euch, denn mir geht es um den ursprünglich von Maria ins Leben gerufenen Gedanken – sich liebevoll an die vergangene Woche erinnern, nicht immer gleich zur Tagesordnung übergehen, sondern die kleinen Glücksmomente einfangen, um sich auch später daran zu erinnern.“

Schneechaos am Flughafen – gar nicht mal so schlimm

Montag morgen war ich eine von vielen, die am Flughafen München gehofft hat, dass mich mein Flugunternehmen trotz der Schneemassen sicher an meinen Zielort befördert. Wenn dann die erste Maschine ausfällt schwinden langsam aber stetig die Hoffnungen. Dann stehen gestandene Business-Vielflieger ebenso wie unsichere Gelegenheits- oder Erstlingstäter ängstlich vor den Damen hinter dem Counter, welche hektisch versuchen, einen Teil der wachsenden Anzahl von Warteschlangen-Aspiranten doch noch irgendwie in das ohnehin überbuchte, überfüllte Flugzeug zu bekommen.

Fürs Wetter kann keiner was, weder der hinter dem Counter, noch der davor. Trotzdem müssen sich die Damen von der Fluggesellschaft kluge Sprüche anhören: „War ja bei der Wetterprognose nicht abzusehen, dass heute Schnee kommt!“, „Kann ich doch nix dafür, dass ich mich bei dem Wetter verspäte …“ (äh, ich bin nicht mehr sicher, ob das nicht ein und die selbe Person mit diesen Sprüchen war, nur zeitversetzt und natürlich völlig ohne die geringste Selbstreflektion, eh klar!), „Das haben Sie aber nicht wirklich gut im Griff!“, „Mal wieder nicht vorbereitet!“, „Warum muss ich jetzt stehenbleiben und der darf mit?“, „Sie bringen hier ja mehr durcheinander, als dass Sie das gut organisiert bekommen …“. Irgendwie zynisch, denn am Terminal steht ein randvoller Flieger, es gibt vielleicht noch ein oder zwei freie Plätze, es ist unruhig, jeder Kunde fühlt sich wichtiger als alle anderen …

Ich dagegen war glücklich, dass meine Warteliste mich auf die nächste Maschine gebracht hat, nach dem Enteisen mussten wir dann noch mal von der Nord- zur Südbahn rollen, weil die eine aufgrund der Witterung just geschlossen wurde. Aber: ich bin dankbar, dass man auf Nummer Sicher geht. Lieber komme ich zu spät, dafür aber heil an – klar, ich bin auch ein Schisser mit Kontrollverlustängsten. Dafür schäm ich mich nicht, im Gegenteil! Bei winterlichen Flugverhältnissen sind definitiv die Mitarbeiter des Flughafens und das Team der Airline die Experten mit langjähriger Erfahrung, ich will mich mit gutem Gefühl auf deren Expertise verlassen können. Da hab ich keine Eile, sondern möchte einfach nur heil ankommen. Mein persönliches Fazit: bin stehengeblieben, war dank Warteliste auf der nächsten Maschine, musste etwas auf den Start warten, bin dann aber gut und sicher an mein Ziel gekommen. Und abends, obwohl es den ganzen Tag  Ausfälle gab, mit meiner ursprünglich gebuchten Maschine und einer halben Stunde Verspätung wieder zu Hause gelandet. Find ich ganz gut gemeistert! Also: gar nicht mal so schlimm, dieses vielbeschimpfte Schneechaos am Flughafen!

PS: noch mal ein Dankeschön an das Team der Parkleitzentrale am Flughafen München, das mir spätabends mit einem Pflaster aus der Patsche geholfen hat, das war toller Service und einfach supernett, vielen Dank!