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Süß(es oder Saures)

Mademoiselle und Monsieur waren dieses Jahr an Halloween unterwegs, beide verkleidet. Der Große als Gespenst, quasi nicht zu erkennen, die Kleine als Hexe mit Hut, „aber Mama, nix ins Gesicht malen oder so, alles klar?“ Beim Losziehen fiel der Frau Mama dann auf, dass die junge Dame ein ganz schön gruseliges Utensil dabei hatte, ein Beil – das sie denn auch jedes Mal bedrohlich schwang, sobald eine Tür in der Nachbarschaft aufging. Erst sobald sie „Süßes oder Saures“ eingefordert hatte kam der große Bruder etwas schüchtern ums Eck gebogen – und sammelte die Süßigkeiten ein. Geschwister sind einfach in jedem Alter soooo verschieden?

Und nicht zu vergessen: im Wohngebiet haben sich einige richtig ins Zeug gelegt für die Halloween-Atmosphäre. Ein Ehepaar hat wohl im Vorgarten eine Art Geisterbaum inszeniert, hat mich in der Schilderung sehr an diese Szene aus den Gilmore Girls erinnert 🙂

Verkleiden

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1. da steht nix von Tanten
2. hatte ich nach meinem letztjährigen Erlebnis so gar keine Lust auf Kinderfasching
3. gabs trotzdem kein Gegenargument, das die bezaubernde Nichte akzeptiert hätte

Also haben wir uns gestern mal wieder als Chaos-Gespann auf den Weg gemacht. Ins Pfarrheim, wo der Herr Pfarrer, mindestens 50 Kinder und deren Eltern tatsächlich gewartet haben, bis wir die passenden Hausschuhe zum Prinzessin-Elfen-Schmetterlings-Outfit (selbstverständlich in rosa) anhatten und uns zum letzten freien Sitz durchschlängelten. Die nächsten 20 Minuten war der Ablauf problemlos, alle Kids entweder mit mitmachen oder zuschauen-hören beschäftigt. Danach schnappten sich alle Eltern Tische und Stühle, Tante und Nichte waren noch mit Überlegungen beschäftigt. Zum Glück hat die Mama der besten Anna-Freundin für uns mitgedacht. Denn „Ich will mir Kuchen schnappen!!!“ Und diesen nicht irgendwo essen, sondern am Tisch, neben Anna, von einem Teller. Die Nichte weiß, wo’s den Kuchen gibt, schnappt sich ohne Rücksicht auf Verluste bei den anderen Kuchenvorräten zielsicher einen Muffin mit Smarties, zwei kleine Gugl und ein Cupcake mit Schokoguss – fertig. „Wo ist mein Teller?“ Anklagender Blick, vorwurfsvolle Schnute? Endlich am Tisch, Anna sitzt auf dem Schoß ihrer Mama, wir … „nein, nein, nein, ich muss sitzen.“ Klar, ich lehne mich an die kühle Wand. Froh, stehen zu können. Ich soll den Cupcake fertigessen, nachdem sie die Schokolade abgeknabbert hat. Wir haben unterwegs die kleinen Gugl verloren. Müssen jetzt sofort neue holen. Danach ist das Programm schnell langweilig, mitmachen und tanzen war ja auch im Vorjahr nicht ihr Ding. Und mittlerweile wird sie auf dem Arm viel zu schnell viel zu schwer. „Wollen wir heim, was spielen?“ Au ja. Das war mein kurzer Ausflug in die bunt kostümierte Welt des Faschings 2014. Schön kurz – und dieses Mal habe ich es etwas weniger schmerzhaft empfunden.

Nachwort: ich bin voll Bewunderung für alle Eltern, die es schaffen, ein tolles Kostüm für ihre Kids vorzubereiten und sich sogar selbst zu verkleiden. Die auf dieser Art Veranstaltungen mitmachen, mitspielen, mittanzen, im Cowboykostüm, im Pippi-Langstrumpf-Outfit, passend zum Junior als Clown … Hab die meisten Erwachsenen am Kostüm des Vorjahres wiedererkannt, bei den Kids gabs neben Prinzessin, Wasserfee, Seiltänzerin, Krokodil, Cowboy, Polizist echt viel, passend zum Motto des Nachmittags: Südsee 😉