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Kimmst wieder

Manches bleibt, wie es immer war, manches ändert sich: zu Weihnachten gehörte in früheren Jahrzehnten, dass wir am späteren Abend in die Kneipen der kleinen Stadt zogen. Um dort Freunde zu treffen und die Nacht zu feiern. Getroffen haben wir uns im Elternhaus meiner besten Freundin, nicht ohne etwas Zeit mit ihren Eltern zu verbringen, nett zu ratschen, viel zu lachen. Wir waren herzlich willkommen – und zum Abschluss hat ihr Papa uns immer mit den Worten „Kimmst wieder“ verabschiedet, was gleichzeitig ein Danke für den Besuch und eine Einladung für ein baldiges Wiedersehen war.

Seit einer schweren Erkrankung vor Jahren sind die Dinge anders. Er, der jahrzehntelang die Geschicke der Familie gelenkt hat, stark war und voll Lebensfreude, ist heute auf Hilfe angewiesen. Er wird fürsorglich umsorgt und merkt, dass er von Liebe umgeben ist. Nur kann er leider sonst wenig mit Gegenwart oder jüngerer Vergangenheit anfangen, vergisst, zieht sich schnell zurück. Hat er sich früher in Gesellschaft wohlgefühlt sind ihm viele Menschen heute schnell zu viel. Da reicht schon einer, den er nicht mag … Ich bin dankbar, denn wenn ich komme bleibt er. Und fragt er, wie es mir geht. Bietet mir etwas zu trinken an. Und verabschiedet sich wie früher mit einem liebevollen“Kimmst wieder“. Nur bedeutet es mir heute viel mehr – und ich bewahre den Moment tief drin im Herzen auf …

Mit Kids im Flieger

Auf dem Heimflug von der besten Freundin war ich umgeben von alleinreisenden Mamas. Mit Kindern in ganz unterschiedlichen Baby-Altern. Einige hatten noch den großen Bruder oder die große Schwester dabei. Und viel Equipment, man muss ja wirklich auf jede mögliche Situation vorbereitet sein. So kam es auch, dass ich den zuckersüßen Niko auf dem Schoß hatte, sein großer Bruder Janik hat sich die Apfelschorle drübergekippt, statt sie zu trinken, da hat Frau dann allein keine Chance als ihr Baby einer Unbekannten anzuvertrauen. Die Fluggesellschaften unterstützen sehr, man kann mit dem Kinderwagen bis ans Flugzeug fahren. Dann kümmern sich die netten Steward(e)s(sen) mit ums Verstauen der vielen Taschen, dass die Babyschale auch richtig festgegurtet ist. Und helfen, wenn Kinder über den Mittelgang oder eine Reihe nach hinten gereicht werden. Bis auf ein nöliges Kleinkind haben die Babies den Flug alle gut gemeistert, bei dem kleinen Brüllhals lag es auch weniger an Problemen wegen dem Fliegen: ihr hat schlicht nicht gepasst, dass die große Schwester beim Papa sitzen durfte. Dann wurden sie getauscht, bei Mama und Oma wollte sie auch nicht … War also trotz der vielen kleinen Mitreisenden eine entspannte Flugzeit, für alle Mitreisenden und irgendwie auch für die Mamas.