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Episoden aus (m)einem Autofahrerleben (9)

Wir haben Winter. Echten Winter. Mit viel Schnee. Und vor allem bei der Parksituation merkt man: Autofahrer sind sich selbst am nächsten. Wer sein Fahrzeug bewegen muss und zurückkehrt hält riesengroße Sicherheitsabstände. So werden aus 50 möglichen Parkplätzen ganz schnell 30, 10 fallen zusätzlich durch die hochgehäuften Schneehafen weg … blöd, wer zu spät kommt und an den wenigen Autos mit großen Lücken entlangfährt, aber trotzdem keinen Parkplatz findet. Hm. Ich laufe ja gerne ein Stück! Auch ein weites Stück, aus einem ganz anderen Wohnviertel …

Was mir auffällt: Winterräumdienst ist nicht gleich „die Straßen werden geräumt, wenn Bedarf ist“. Da hat wohl jeder Beauftragte großen Interpretationsspielraum bzw. ein großzügiges Zeitfenster. Das ganz bestimmt nicht immer mit den Zeitfenstern der Verkehrsteilnehmer übereinstimmt.

Und ich wiederhole mein Mantra an mich selbst: ich habe es bei diesen Wetterverhältnissen nicht eilig, nehme Rücksicht auf unsichere Verkehrsteilnehmer und plane unvorhergesehene und vor allem dämliche Manöver ein. Und habe ab sofort immer Nachfüllspritzwasser dabei, das auch bei Minusgraden einsatzfähig bleibt …

Das mit der Höhenangst

Ich bin ein Schisser, und was für einer. Bin dieses Wochenende tapfer auf dem Gerüst in schwindelerregender Höhe rumgelaufen – aber mit wackligen Knien, immer mindestens eine Hand an einem der Geländer (die so mit gezittert haben, dass ich dann doch einige Male „ganz schnell runtermusste“). Und am Ende durfte der tollkühne Bruder doch die oberste Spitze streichen, weil ich es nicht gepackt habe. Er auf einer zusätzlichen Trittleiter, ich mit großem Zittern dieselbe haltend. Alle Passanten (und das waren für einen Sonntag nachmittag viel zu viele) haben schallend gelacht, passiert ist zum Glück nix – und mittlerweile ist mir nur noch übel. Das Zittern hat sich über Nacht wieder gelegt. Und wehe, einer kommt mir jetzt mit „das kann man lernen und Angst sowieso überwinden“.  Hab es gepackt, ohne dabei runterzufallen – und jetzt ist mal wieder für lange Zeit gut. Ich bin eben kein Schmetterling und auch kein Einhorn, habs nicht so mit Fliegen 🙂