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Projekt ABC #C wie Chaos

Manchmal würd ich mir grad eine Art Beamer wünschen – so nach dem Motto „Scotty, es geht los“ – und wenn Scotty dann an seinen Reglern dreht surrt es kurz, danach ist das Chaos beseitigt. Alle noch so kleinen Krims und Krams sind wieder ordentlich in Schubladen oder wo auch immer verstaut. Und auffindbar, wenn ich dann später danach suche. Tatsächlich sind mittlerweile fast alle Kisten ausgepackt und ca. 80 Prozent ist so einigermaßen ordentlich. Die restlichen 20 Prozent sind die Dinge, die auch in der alten Wohnung „mal so rumlagen“. Die leg ich jetzt öfter auf einen Haufen zusammen. Das meiste bekomm ich mit Zeit sortiert und an einen logischen Platz. Für den Rest hab ich zwischenzeitlich, obwohl ich schon vor dem Umzug unendlich viel weggeschmissen hatte, große blaue Müllbeutel …

Ich freu mich auf den Tag, an dem das Chaos beendet ist. Punkt.

Danke für den schönen Schreibimpuls an den Wortmann.

Sonntagsfreude: Normalität

Wenn man umzieht hat man erst wochenlang Stress, weil man zusammenpackt, dann geht der Stress wochenlang weiter, bis alles ausgepackt und verräumt ist. Anders als eine leere Wohnung wohnlich zu machen erlebe ich gerade die Herausforderung, dass mein ganzes Zeug in eine eigentlich schon sehr wohnliche Umgebung eingepasst werden muss. Das ruckelt. Und manchmal stresst es mich.

Deshalb hab ich mir die letzten beiden Tage etwas „Normalität“ gegönnt. Gestern vormittags einiges ver- und aufgeräumt, gesund gekocht und den Nachmittag mit einem ausgiebigen Spaziergang durch die heimischen Holledauer Hügel verbracht.

Heute früh raus und den Tag mit einem strammen Marsch durch die Isarrauen begonnen. Und den Nachmittag „hänge ich auf der Couch ab“ und schaue eine Krimiserie. Draußen regnet es, drinnen steht noch viel rum. Aber: es stört mich heute nicht. Punkt.

Sonntagsfreude: Alles hat seine Zeit

Mein Lebensziel ist ein Leben in Balance. Der Ausgleich hat mich in den vergangenen Jahren manchmal mehr, manchmal weniger Anstrengung gekostet. Dabei hat sich immer mehr herausgestellt, dass zwei Wohnsitze – wochentags in der Stadt und das Wochenendzuhause auf dem Land – im Lauf der Zeit „aufwändiger“ für mich geworden sind …

Dazu kam: Hatte ich im neuen Job anfangs beste Vorsätze für einen Arbeitsweg mit öffentlichem Nahverkehr bin ich in der Zwischenzeit zur Pendlerin in der Stadt geworden. Und alles so insgesamt hat mich entscheiden lassen, dass ich gerne nur noch einen Wohnsitz haben möchte. Und eben pendle.

Deshalb hab ich in den vergangenen Wochen einen Umzug gemacht. Wie viel sich doch in meiner kleinen Stadtwohnung in den 15 Jahren angesammelt hat. Ich hab mich von vielem getrennt, aber es war trotzdem viel umzuziehen. In diesen Zeiten.

Dieses viel muss jetzt irgendwie passend in die ja schon bestehende Wohnsituation, bisher das Wochenendzuhause, jetzt mein Zuhause, geräumt werden. Gefühlt ist es etwas mehr, als einfach eine leere Wohnung einzuräumen. Aber das wird. Mit Zeit.

Trotzdem war ich vor ein paar Tagen einfach nur erschöpft, platt, fix und fertig. Und habe in unsere Familiengruppe geschrieben, dass ich nie nie nie mehr umziehen werde. Kommentar meiner Schwester: „Ins Altersheim dann halt.“ Kommentar von Nichte 2.0: „Ich zieh auch nie wieder um. Nur noch einmal zu dir – und dann nie wieder…“

Ich bin in der Zwischenzeit auch behördlich wieder Landkind. Und Holledauerin. War ich immer im Herzen, jetzt wieder insgesamt. Für meine Balance. Fühlt sich gut an.

Familiendinge

Nicht immer muss alles weg, wenn es nicht mehr gebraucht wird. Und besonders schön finde ich, wenn in einer Familie etwas „vererbt“ wird. Auch wenn’s nicht mehr neu ist. Und auch, wenns ein bisschen ausgebessert werden muss. Deshalb ist heute die Rutsch-Schaukel-Kombi mit Baumhaus aus dem Garten meines Cousins in den Garten meiner Eltern umgezogen. Das Onkel-Dreamteam hat alles wieder aufgebaut und ins Lot gebracht. Da die nachgezogenen Schrauben doch alles noch etwas wackeln lassen werden wir noch etwas nachbessern, aussteifen und stützen. Aber beim nächsten Besuch der Nichten haben dann beide je einen eigenen Schaukelplatz, x Schaukeln und Leitern zur Auswahl – und sogar eine Rutsche. Und damit sollte etwas mehr Friede herrschen? Schön, wenn das mit Familiendingen geregelt werden kann 😜