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Die lieben Straßenverkehrsteilnehmer

Gibt es eigentlich einen Tag des Autofahrers, der allein fährt? Also ohne auf den restlichen Straßenverkehr zu achten? All die, die am liebsten keine Rücksicht nehmen, so fahren, wie sie wollen, nicht wie sie sollten? Und die auch im wortwörtlichen Sinne allein unterwegs sind, also maximal sehen, was vor ihnen los ist – links, rechts, hinten, Spiegel? Weil wenn nicht, dann würd ich dafür plädieren, den auf heute zu legen. Heute morgen sind eine ganze Menge davon unterwegs. Nicht nur einer, nicht zwei. Ich habe auf meinen knapp 55 mogendlichen Kilometern irgendwann aufgehört zu zählen. Im Stadtverkehr, auf der Autobahn und über Land, heute sind viele unterwegs, die fahren, als ob da sonst keiner wäre. Sind aber, und zwar nicht wenige, die müssen das rücksichtslose Fahren dann irgendwie ausgleichen. Und das macht irgendwann keinen Spaß mehr. Und ich beobachte an mir selbst, wie ich erst verblüfft bin, dann aber zunehmend aggressiv werde. Klar, der 25. hat nicht mehr gemacht, als der 1., aber bei mir häuft es sich dann. Für die Dame, die eben im Ort einfach mal aus der Ausfahrt fuhr. weil vor mit Kolonne und hinter mir keiner mehr kam und ihre anschließenden angesetzten Überholmanöver hat mir allerdings jeglicher Nerv gefehlt. Habe mindestens 100 Meter Sicherheitsabstand eingebaut – und bin pünktlich und heil in der Arbeit gelandet. Puh, was für ein Autofahrer-Tag?

Straßenbeobachtungen

Montag früh wollte auf der Landstraße ein SUV einen LKW überholen und hat das trotz Gegenverkehr auch mal gemacht. Knallt einfach frontal in den, der zufällig entgegen kommt. Und keine Chance hat, auszuweichen. Dienstag wollte ein BMW beim Abbiegen eine Abkürzung nehmen – die Stange und ein paar Schilder auf der Verkehrsinsel hat er übersehen, waren aber trotzdem im Weg. Ärgerlich für ihn, da auch noch seine Ölwanne kaputtgegangen ist. Gestern abend hat die Tram ein abbiegendes Auto (oder der Autofahrer die Tram?) übersehen, da standen die beiden, mitten im Weg. Und das im Feierabendverkehr auf einer vielbefahrenen Strecke. Heute morgen beobachte ich dann auf der Autobahn im Rückspiegel, wie ein Transporter erst zum Überholen blinkt, dann doch nicht – dann aber doch noch auf die linke Spur ausschert. Das hinter ihm fahrenende Auto kanns nicht bremsen … Hui. Zum Glück nur Blechschaden. Schlechtes Karma auf bayrischen Straßen die Tage?

Gibts auch eine Strafe für Schleicher im Straßenverkehr?

Die nächste Episode aus meinem Aurofahrerleben, gestern Abend:
Feierabend, ich hab was Schönes vor, freu mich auf einen Mädelsabend mit zwei lieben Freundinnen. Raus aus dem Job, rein ins Wochenende. Ich sitze gut gelaunt im Auto und bin auf dem Weg nach München. Doch was ist das vor mir? Eine Autofahrerin, kleiner blauer Peugeot, Münchner Kennzeichen. Fährt innerorts ca. 20 km/h. Gut, vielleicht ist was vor ihr, das ich nicht sehe. Gleich kommt das Ortsschild, ich beschleunige. Um scharf abzubremsen. Sie bleibt bei ihrem Tempo. Jedes Mal, wenn sie etwas schneller wird bremst sie. Hektisch. Äh, vielleicht denkt sie, es ist glatt. Nur leider kann ich ihr aus dem nachfolgenden Auto nicht zubrüllen, dass die Straße nass und herrlich frei ist. Hinter uns bildet sich eine Schlange, als ob vorneweg ein Traktor fahren würde. Traktorfahrer allerdings bemerken das und fahren öfter mal raus, um Autos vorbeizulassen. 20 Kilometer auf der Landstraße bis zur Autobahn, keine einzige Lücke im Gegenverkehr, um zu überholen.

Auf dem Autobahnzubringer bremst sie noch mal scharf ab.

Meine Nerven, meine Zeit…

Liebe mir unbekannte Dame, wäre es wirklich so glatt gewesen, wie sie offensichtlich dachten, Sie wären unweigerlich im Graben gelandet. Ich hab echt viel Verständnis, dass Sie sicher unterwegs sein möchten, aber bitte bitte bitte: bleiben Sie das nächste Mal einfach zu Hause. Fahren Sie mit der Bahn. Egal, fahren Sie bitte nicht wieder vor mir. Ich habe meinen halben Abend mit Freunden durch Sie verpasst. Und ich bin sicher, Sie haben es auch nicht genossen, dass ich hinter Ihnen hertrotteln musste. Ja, ich bin Ihnen immer wieder zu nah aufgefahren. Entschuldigung. Ich werde ungeduldig, wenn jemand so offensichtlich den Verkehr behindert. Und ich hab so sehr gehofft, dass Sie irgendwann merken, dass Sie schneller fahren könnten. Oder ich Sie überholen kann … Und dann wollte ich auf der Autobahn Zeit gutmachen, gut, dass kein Blitzer aufgebaut war. Denn Sie hätten meinen Strafzettel ja nicht bezahlen müssen. Also gerecht wärs schon gewesen, aber …

Liebe Polizei, solche Verkehrsteilnehmer erwischt ihr nicht durch Blitzer-Kontrollen. Dafür solltet ihr euch aber dringend mal was einfallen lassen!!!