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Weihnachtsgeschichte – übersetzt für das Jahr 2013

Dieses Video macht gerade die Runde im Netz – und ist so nett gemacht, ich finds grandios. Viel Spaß mit Maria und Joseph – seid im Social Web jederzeit „live“ dabei, bei der Geburt des Jesuskindes 😉

Feierabendgedanke

Meine To-Do-Liste heute morgen umfasste genau einen Punkt: heute den Tag über immer wieder den Blick in den sonnigen Föhnhimmel genießen, regelmäßig aus dem Fenster schauen, eine ausgedehnte Mittagspause an der frischen Luft und vor allem: in der warmen Novembersonne.

Eben hab ich immerhin geschafft, aus dem Fenster zu schauen – um festzustellen, dass
– ich viel zu selten aus dem Fenster gesehen habe
– ich keine Mittagspause gemacht habe
– außer durch das gekippte Fenster keine Frischluft erwischt habe
– es mittlerweile stockdunkel ist …

Irgendwas ist wohl falsch gelaufen? Dafür würde man in der Twitter-Welt bestimmt ein #fail verteilen? Und Memo an mich selber in deutlich weniger als 140 Zeichen:
Wenn das Wetter schön ist muss Zeit zum Rausgehen sein. Außer du willst nicht – und das kann nicht sein. Und Punkt.

Online versus Offline

Bin ich ein online-affiner Offliner? Oder eher ein offline-bestimmter Onliner? Und warum beschäftigt mich das überhaupt? Gestern abend saß ich mit einer Runde von 5 Mädels um einen Tisch, geplant war ein gemeinsamer Abend, ein persönliches Treffen, gemütlich zusammensitzen, Zeit miteinander verbringen, sich unterhalten, das Miteinander genießen. Offline. Nach einer knappen Stunde saßen wir zu sechst – mehr oder weniger aus eigenem inneren Antrieb – mit Blackberrys, iPhones und sonstigen Smartphones und sind in die Online-Welt eingetaucht … ich hab ziemlich schnell bezahlt und bin nach Hause.

Heute morgen dann eine Beobachtung, die ich in den letzten Wochen immer wieder mache: um mich rum an der Ampel Autofahrer, die die Rot-Phase allesamt nutzen, um ihre Mobilgeräte zu überprüfen. Können Mails tatsächlich nicht warten, bis man im Büro ankommt? Und muss man an jeder roten Ampel stehenbleiben und überprüfen, was Facebook und Twitter gerade hergeben? …

Ich weiß, dass es in den USA bereits vollkommen normal ist, sein Leben über das Smartphone zu steuern. Allerdings ist auch das Rahmenequipment im Auto beispielsweise anders als in Deutschland. Und ich muss ganz ehrlich gestehen: ich genieße meine morgendliche Autofahrt in die Arbeit, ganz bewusst mit meiner Musik, meinem Radiosender und allein. Weil das Ich-Zeit ist. Genauso gibts Wir-Zeit, die ich auch gerne verbringe – aber nicht so wie gestern abend, da waren zu viele Menschen über Mails, Facebook, Twitter, WhatssApp und Co dabei, die ich gar nicht kenne –

Also wahrscheinlich bin ich ein online-affiner Offliner? Online, wenn ich Lust dazu habe. Aber mit deutliche größerem Hang zum Offline sein, wann irgend möglich? Das ist zumidnest der Ist-Zustand – ich stelle mir ja wirklich oft die Frage, ob meine Patenkinder, wenn sie ins Alter kommen, sich mit solchen Gedanken zu beschäftigen, überhaupt noch wissen, was ein Offliner ist ….?

Impressionen von unterwegs auf der „Messe“welt

Die letzten Tage habe ich oft bedauert, keine Zeit zum Fotografieren zu haben, zum Beispiel als ich am Mittwoch auf dem ITB-Gelände angekommen bin (ich selbst zugegebenermaßen etwas übermüdet, wer steht schon gerne mitten in der Nacht auf?) und diese Gesichter gesehen habe, voll erwartungsvoller Vorfreude und Begeisterung. Das ist eigentlich schon beeindruckend, wie sich eine ganze Branche einfach nur freuen kann? Mit Sicherheit war der Sonnenschein ein kleiner Beitrag, dass so viele Gesichter einfach gestrahlt haben. Alle sind schick gekleidet, jeder will sein Bestes geben, um aus den Messetagen so viel möglich mitzunehmen. einfach eine ganz positive Stimmung!

Eine Beobachtung beim Warten auf den Bus: früher haben die Menschen gewartet, heute ist jeder beschäftigt. Mit seinem Samrtphone, ipad, Hallenpläne, ITB-App, Facebook, Twitter, Börsenkurse abrufen, Online-Schlagzeilen lesen, Blogs checken, touristische Fachmedien wie FVW dailies online lesen – neben mir standen ca. 10 wartende Menschen, aber niemand hat etwas um sich wahrgenommen, alle waren mit ihrer technischen Welt beschäftigt. Wie haben wir das früher nur gemacht? Kann sich noch jemand erinnern …?

Gestern in der Asienhalle bin ich für einen Moment ganz zur Ruhe gekommen, beim Anblick eines Ausstellers, ich glaube es war der Sri Lanka Stand, der für ein paar kurze Minuten die Augengeschlossen hat und vielleicht sogar ein Nickerchen inmitten des Trubels gehalten hat. Wow, hat mich abgeholt, mir etwas Tempo und Termindruck rausgenommen – das war so schön!

Am Taxistand steht kein Taxi aber 10 wartende Menschen. Alle wollen weg, sind ungeduldig – aber das gemeinsame Warten verbindet. Und nationenübergreifend entwickelt sich zwischen zehn vorher Unbekannten eine nette Plauderei. Ein Taxi nach dem anderen kommt und macht die Wartenden von der Gruppe zum einzelnen Fahrgast, aber jeder – auch ich – hat sich zu den noch wartenden umgedreht und sich verabschiedet, als ob man sich schon ewig kennen würde.

Es gibt besondere Begegnungen und aktuell ziehe ich sie magisch an: Mittwoch wurde ich nach meinem Telefonat von einer wirklich aufmerksamen quasi Kollegin auf meine Aussagen hingewiesen, die ich einfach besser sowieso nicht laut ausgesprochen hätte, vor allem aber nicht mit dem personalisierten Ausweis um den Hals, so dass sie auch noch zuordenbar sind. Wer müde ist wird unaufmerksam, für mich ein echtes Learning. Viel schöner aber war die Begegnung insgesamt, nicht nur, dass es ein Mensch ist, der sicherlich den Mund hält und es einfach nur gut gemeint hat, wir haben uns hinterher auf dem Weg von der Messe so gut unterhalten, war ein sehr positives Erlebnis, obwohl es schon eine Schrecksekunde gab.

So, und jetzt noch zum gestrigen Abend: ein Fest zu feiern ist immer ein tolles Erlebnis. Gestern abend war es eine Feier mit ganz viel Wohlfühlfaktor, ein besonderer Abend, den Gastgeber und Gäste nicht so schnell vergessen werden. So schön, macht mich irgendwie sehr stolz, die Party der ITB 2013 erlebt zu haben 🙂 Und leider mal wieder länger als anderen gefeiert zu haben. Ist das mein versteckter Ehrgeiz? Oder wirklich einfach meine Berufung? Ich habe einfach unwahrscheinlich gerne Spaß und bin nicht bereit, einen tollen Abend nur aus Vernunftgründen zu beenden. Oder weil ich heute darunter leide und nach knapp einer Stunde Schlaf nicht wirklich ansehnlich bin …

So, und jetzt stürze ich mich noch mal auf die Messe, versuche, mit etwas Ruhe tatsächlich noch mal zu sehen, was so die Reisetrends 2013 sein werden. Um mich nach dem Stress der letzten Tage auch mal in die Welt zu träumen und mich auf Erholung einzustellen!

Und noch mein Spruch zu diesem Wochenende, frei nach Mark Twain:

Reisen gefährdet Vorurteile, Bigotterie und Engherzigkeit, das ist der Grund, warum viel mehr Menschen reisen sollten.