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Kindheitserinnerungen: Essen & Trinken

Meine Schwester war als knapp 6jährige zwei mal für mehrere Tage im Krankenhaus. Das ist der nicht so schöne Teil dieses Beitrags, denn natürlich war das mit Sorgen verbunden, die ich in dem Alter schon sehr deutlich gespürt habe. Der für mich positive Nebeneffekt: sie hatte keinerlei Appetit, so hab ich mein damaliges neues Leibgericht kennengelernt, denn als die nette Krankenschwester kam und das Abendessen servierte hatte ich Hunger. Und hätte zugegebenermaßen fast alles gegessen. Es gab einen bunten Eintopf aus Kartoffeln, Erbsen und Möhrchen, mit aufgeschnittenen Würsteln. Den gabs in den knapp 10 Tagen Krankenhaus zwei Mal und ich hab sogar danach gefragt, weil er mir so gut geschmeckt hat. Zu Hause hab ich der Oma Anleitungen gegeben, wie er nachzukochen sei, war aber nie genauso. Hm. Ich hab dennoch noch Jahre davon geschwärmt. Geblieben ist mir von diesem Kindheitserlebnis meine große Vorliebe für Eintöpfe und nicht-pürierte Suppen. 

Nina hat eine Blogparade unter dem Motto „Kindheitserinnerungen“ gestartet – auch wenn ich für diesen ein paar Tage zu spät dran bin würde ich gerne einen Beitrag zum Thema „Essen und Trinken“ nachreichen. Und ich vermute, da kommen noch ein paar Inspirationen, bei denen ich gerne dabei sein werde 😉

Rausch [*.txt]

Kürzlich, auf dem Oktoberfest: eine Frau tanzt vor uns, ausgelassen, trinkt, tanzt, stellt ihre Maß bei uns ab. Später – sie sagt etwas, keiner versteht, was sie will. Irgendwann kapier ich: sie denkt, sie hat ihre Handtasche bei uns gelassen … Äh, nein. Geld, Schlüssel und Handy drin! Ja, aber wir haben die Handtasche nicht gesehen. Minuten später bittet sie die Musiker um Hilfe, die Tasche wird gefunden. Glücklich strahlt die Besitzerin. Einige Zeit später. Sie trinkt weiter, tanzt, legt die Handtasche achtlos auf dem Nebentisch ab, verschwindet … später kommt sie an viele Tische. Suchend.

Am selben Abend, auf dem Heimweg: ich laufe zur S-Bahn. Vor mir verliert ein Mann sein Handy, es schlittert, bleibt dann in Einzelteilen liegen – er steht vollkommen fassungslos, versucht, alles aufzuheben, immer wieder fällt ein Teil zu Boden. Ich hab ihm schließlich geholfen, alles richtig zusammengesteckt. Nur mit der PIN könnte ich nicht behilflich sein. Weiter auf dem Weg, oben auf der Hackerbrücke quatscht eine Gruppe junger Münner eindringlich auf die Polizisten ein! immer wieder erzählen sie! wie toll sie es finden! hier so gut beschützt zu werden! Kichern! Kneifen sich gegenseitig – und beginnen von vorne. Die Beamten Lächeln, nehmen es mit Gelassenheit. Minuten später steh ich am Bahnsteig und warte auf meine S-Bahn. Nette Mitarbeiter passen auf, dass keiner auf die Gleise stürzt. Ein Paar, das sich mittig stützt, schafft trotzdem beinahe, von der Kante zu fallen … Meine S-Bahn kommt, es geht nach Hause. Hurra, Fahrscheinkontrolle. Ein junger Italiener versucht wortreich und lautstark, zu erklären, dass sein Hotel ihm ein Komplett-Wiesn-Paket verkauft hat. Ganz bestimmt, er muss trotzdem bezahlen – die 4 Kontrolleure suchen weiter. Eine junge Frau hat kein Ticket, sie winkt, kann nicht mehr sprechen. Die Kontrolleure tun sich schwer, denn sie hängt richtig in den Seilen. An meiner Station steigen alle aus, die Frischluft ist zu viel für die Ärmste, sie gibt eine Menge von dem, von sich, wovon sie wohl etwas zu viel hatte …

Statt einem Alkoholrausch nehm ich vom Oktoberfest eigentlich immer rauschhafte Begebenheiten mit nach Hause 😉

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Ein verspäteter Beitrag zu Dominiks [*.txt]-Projekt, das zwölfte Wort lautet „Rausch“.

Das mit den Tischmanieren

Und zum guten Schluss noch beim Trinken den Inhalt der Tasse auf die Hose kleckern – und einfach mal laut brüllen, statt sich sauber zu machen. Wenn die Mamas so essen wie die Kids … Ja, ich muss gestehen: Ich hab schon so das ein oder andere Deja-vu. Und kann drüber von Herzen lachen (war schließlich selbst auch mal Kind :-))

Spruch zum Wochenende: Nimm dir Zeit

Bildquelle: Pixabay
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„Nimm dir Zeit zum Glücklichsein, es ist die Quelle der Kraft.

Nimm dir Zeit zum Spielen, es ist das Geheimnis der Jugend.

Nimm dir Zeit zum Lesen, es ist der Ursprung der Weisheit.“

(Achim von Arnim)

Mit diesem Spruch verabschiede ich mich in ein Wochenende mit viel Zeit – hoffentlich. Schöne Freizeit-Tage!!!

PS: kleiner Tipp einfach so, falls jemand in den kommenden Tagen mit Kindern in München sein sollte? Im Kronensaal kann man in besonderem Ambiente lecker essen und schöne Zeit verbringen. Bis nächsten Mittwoch bekommt jedes Kind ein Ei zum bemalen und dekorieren. Alle Kunstwerke werden „ausgestellt“, das schönste Osterei gewinnt ein Osterfrühstück für die ganze Familie.